Panorama

Radfahrerin in Berlin überrollt Klimaprotest behindert Rettung von Unfallopfer

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Nach dem Verkehrsunfall mit anschließender Messerattacke sind sowohl die schwer verletzte Radfahrerin als auch der Fahrer des Wagens ins Krankenhaus gebracht worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Berlin wird eine Radfahrerin von einem Betonmischer erfasst. Die Frau verletzt sich dabei schwer. Der Fahrer wird nach dem Unfall von einem Unbekannten mit einem Messer attackiert. Auf dem Weg zur Unfallstelle erwartet ein Einsatzfahrzeug dann eine weitere unangenehme Überraschung.

Nach einem Verkehrsunfall mit anschließender Messerattacke auf einer viel befahrenen Straße in Berlin sind sowohl die von einem Betonmischer überrollte Radfahrerin als auch der Fahrer des Wagens ins Krankenhaus gekommen. Die Frau sei sehr schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Fahrer des Betonmischers sei nach eigenen Angaben kurz nach dem Unfall neben seinem Wagen von einem Unbekannten mit einem Messer angegriffen worden. Der Mann kam mit Stichverletzungen in die Klinik. Die Polizei ermittelt wegen des Unfalls auf der Bundesallee im Westteil der Hauptstadt und der mutmaßlichen Messerattacke.

Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, kam es bei der Rettung der verletzten Radfahrerin zu Verzögerungen, weil ein Spezialfahrzeug in einem durch Klimaaktivisten verursachten Stau stecken blieb. "Unsere Einsatzkräfte waren dadurch gezwungen, die Frau mit anderen Mitteln zu befreien", zitiert die Zeitung einen Feuerwehrsprecher. Durch den Stau seien auch weitere Rettungskräfte verspätet eingetroffen. "Die Rettung hat sich dadurch zeitlich verzögert", sagte der Sprecher.

Aktivisten der Gruppe Letzte Generation teilten mit, dass einige von ihnen auf der Stadtautobahn protestiert und den Verkehr unterbrochen hätten. Die Gruppe könne nicht ausschließen, dass die Verspätung des Fahrzeugs "auf einen durch uns verursachten Stau zurückzuführen ist". Sie hoffe inständig, dass sich der Gesundheitszustand der Radfahrerin "durch die Verspätung nicht verschlimmert hat".

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz äußerte sich auf eine Frage zu dem Vorfall. Er kenne zwar den konkreten Sachverhalt nicht, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Es wäre aber "sehr bedauerlich und sehr bedrückend", wenn der Protest Einsatzfahrzeuge behindert hätte. Entscheidungen für politische Kundgebungen und Meinungsbildung dürften "nicht zur Gefährdung anderer" beitragen, mahnte Scholz.

Quelle: ntv.de, lar/AFP/dpa/rts

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