Panorama

Kopf von internationalem Ring?Mutmaßlicher Drogenbaron in NRW festgenommen

01.03.2026, 16:15 Uhr
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Die Polizei durchsuchte einem Bericht zufolge 16 Objekte. In Ratingen klickten die Handschellen. (Foto: dpa)

Eine international aktive Bande soll riesige Mengen an Kokain nach Deutschland geschmuggelt haben. Ins Visier der Polizei gerät die Gruppe bereits vor drei Jahren. In der Nähe von Düsseldorf gelingt den Ermittlern ein entscheidender Schlag.

In Ratingen hat die Polizei einen mutmaßlichen Drogenboss in seiner Villa festgenommen. Der 34-Jährige befinde sich jetzt in Untersuchungshaft, bestätigte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf. Der Mann wird verdächtigt, einen international agierenden Drogenring geführt zu haben. Über mehrere Jahre soll die Bande mindestens zwölf Tonnen Kokain mit einem vermuteten Wert von rund 100 Millionen Euro aus Südamerika importiert haben.

Nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" wurden im Rahmen des Zugriffs 16 Objekte durchsucht. In der Villa des deutschen Hauptbeschuldigten seien Luxusgüter im Wert von fast 800.000 Euro sichergestellt worden. Zudem seien bei nahen Verwandten des Mannes Immobilien für fast 15 Millionen Euro beschlagnahmt worden.

Die Festnahme des 34-Jährigen erfolgte am vergangenen Dienstagmorgen durch ein Spezialeinsatzkommando der Polizei. Der Aktion seien dreijährige Ermittlungen vorausgegangen. Vier bisher nicht gefasste Komplizen hätten auch in Serbien, Kanada und Montenegro agiert.

"Drogenbarone sollten sich nicht zu sicher fühlen. Vermögensarreste im Millionenbereich sind kein Zufall, sondern das Ergebnis harter, akribischer Ermittlungsarbeit. Wir treffen die dicken Fische dort, wo es weh tut - bei ihrem Geld, bei ihren Immobilien, bei ihrer Freiheit", sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul der Zeitung.

Quelle: ntv.de, lar/AFP

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