Panorama

Nur selten Covid-19-Befunde Krankenstand sackt deutlich ab

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Die übliche Erhöhung des Krankenstandes ist im ersten Quartal dieses Jahres ausgeblieben.

(Foto: imago images/Hanno Bode)

Ein erhöhter Krankenstand ist im ersten Quartal gemeinhin die Regel. Doch in diesem Jahr ist das anders. Einer großen Krankenkasse zufolge drücken die AHA+L-Regeln den Wert nach unten.

Mitten in der Corona-Pandemie ist der Krankenstand unter den Beschäftigten auf ein auffallend niedriges Niveau gesunken. So war er bei der Techniker Krankenkasse (TK) im ersten Quartal so niedrig wie seit 13 Jahren nicht mehr, wie aus Daten der Kasse hervorgeht. In den ersten drei Monaten des Jahres betrug der Krankenstand demnach 3,8 Prozent. Im ersten Quartal des Jahres 2020 lag er noch bei 5,1 Prozent, 2019 bei 4,8 und 2018 bei 5,2 Prozent der Arbeitszeit.

Für die aktuelle Auswertung wertete die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,4 Millionen versicherten Erwerbspersonen aus. Der Krankenstand gibt den prozentualen Anteil der Fehltage zur Sollarbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund einer Krankschreibung an.

TK-Chef Jens Baas sagte: "Die Fehltage sind bei fast allen Diagnosen zurückgegangen, besonders bei den Erkältungskrankheiten." Die Grippewelle sei ausgeblieben. Sonst sorge sie in der Regel alle zwei Jahre im Februar für einen erhöhten Krankenstand. "Es zeigt sich, dass die Abstands- und Hygieneregeln sowie die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten auch die Verbreitung anderer Infektionserreger verhindern", sagte Baas.

Die Diagnose Covid-19 spielt den Daten zufolge bei den Krankschreibungen der Erwerbstätigen im Vergleich zu den anderen Diagnosen eine untergeordnete Rolle. Insgesamt verzeichnete die TK im ersten Quartal 1,08 Millionen Krankschreibungen, davon 9381 aufgrund von Covid-19.

Quelle: ntv.de, cri/dpa

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