Panorama

Bußgelder ade MV will wieder Tagestouristen ins Land lassen

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Tagesausflüge nach Mecklenburg-Vorpommern sollen ab Anfang September wieder erlaubt sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit dem Ende der Hochsaison nimmt traditionell der Besucheransturm auf die Ostseestrände ab. Grund genug für Mecklenburg-Vorpommern, von seiner bisherigen harten Linie abzurücken. Ab Anfang September will das Land auch wieder Kurzbesucher willkommen heißen.

Mecklenburg-Vorpommern will sich künftig auch wieder für Tagestouristen öffnen. Wie aus Teilnehmerkreisen der erweiterten Kabinettssitzung in Schwerin verlautete, soll das wegen der Corona-Pandemie im März verhängte Einreiseverbot für Kurzbesucher aus anderen Bundesländern Mitte kommender Woche aufgehoben werden.

Mit der geplanten Lockerung sind auch Tagesausflüge an die Küsten des Landes voraussichtlich vom 3. September an wieder möglich. Bislang drohen widerrechtlich einreisenden Tagesbesuchern Bußgelder von bis zu 2000 Euro.

Der rigide Ausschluss von Tagestouristen hatte der Landesregierung in Schwerin nicht nur Kritik potenzieller Besucher eingebracht, sondern auch vom Nachbarland Schleswig-Holstein. Dort waren die Strände im Hochsommer wegen fehlender Alternativen oft überfüllt. Gäste mit mindestens einer gebuchten Übernachtung durften bereits seit Mai wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Die Tourismusbranche im Nordosten hatte schon seit Längerem auf eine Öffnung auch für Tagestouristen gedrängt. Doch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hatte dies mit Verweis auf die Ansteckungsrisiken im Zuge von Schulstart und Kita-Öffnung zunächst noch abgelehnt. Die jüngst wieder geringen Infektionszahlen im Nordosten und das Ende der Hochsaison sowie der Ferien mit nun weniger Urlaubern im Land sorgten offenbar für ein Einlenken.

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Mit bislang 62 Infektionsfällen je 100.000 Einwohner weist Mecklenburg-Vorpommern die bundesweit geringste Quote auf. Der Durchschnitt liegt bei 281.

Quelle: ntv.de, cri/dpa