Landgericht urteiltMann wirft Ehefrau in die Tiefe - lebenslange Haft

Die Ehefrau ist arglos, als ihr Mann zur angeblichen Versöhnung ein Hotelzimmer im 22. Stock in Frankfurt am Main anmietet. Doch das Treffen endet tödlich für sie. Ihr Mann wollte offenbar eine teure Scheidung vermeiden.
Weil er seine Ehefrau aus dem 22. Stockwerk eines Hotels in den Tod gestoßen haben soll, ist ein Mann vom Landgericht in Frankfurt am Main zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach den Angeklagten wegen Mordes schuldig, wie eine Gerichtssprecherin sagte.
Der 60-Jährige soll die Tat der Anklage zufolge wie einen Unfalltod aussehen lassen haben, um einer für ihn finanziell belastenden Scheidung zu entgehen. Zudem habe er eine außereheliche Affäre weiterführen wollen.
Laut der Anklage hatte der Mann im Mai 2023 eigens für die Tat ein Hotelzimmer im Stadtteil Sachsenhausen angemietet. Seine 40-jährige Ehefrau, mit der er zwei Kinder hat, habe sich auf den gemeinsamen Abend eingelassen, weil sie davon ausgegangen sei, ihr Mann habe die Affäre beendet und wolle die Ehe retten. Stattdessen soll der 60-Jährige sie im 22. Stockwerk von einem Balkon in den Tod gestoßen haben.
Seiner Geliebten soll der Anklagte wiederum vorgespielt haben, sich von seiner Ehefrau getrennt zu haben. Der Mann habe darauf gesetzt, nach dem Tod seiner Frau von deren Erbe und einer Lebensversicherung zu profitieren.
Mit seinem Urteil folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte einen Freispruch beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.