Panorama

Pannenserie am Bosporus Marmaray-Tunnel kämpft mit Problemen

Kaum nimmt die millardenschwere Bahnstrecke zwischen Europa und Asien quer durch den Bosporus den Betrieb auf, kämpfen die Betreiber mit vielen Pannen. Verpasste Stationen, ungewollte Trips nach Asien und Passagiere, die zu Fuß gehen. Noch läufts nicht rund.

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Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan bei einer Testfahrt mit der neuen Bahn.

(Foto: dpa)

Stromausfall, Türstörung, verpasster Bahnhof: Pannen haben den Start der neuen Bahnstrecke zwischen Europa und Asien quer durch den Bosporus in Istanbul überschattet. Die S-Bahnen der "Marmaray"-Verbindung seien wegen eines Stromausfalls vorübergehend stehengeblieben, berichtete die Zeitung "Hürriyet Daily News". Passagiere hätten zur nächsten Station laufen müssen.

Kurz darauf habe es ein Problem mit den Zugtüren gegeben, was ebenfalls zu einem vorübergehenden Stopp geführt habe. In einem weiteren Fall habe ein Zug den letzten Bahnhof in Europa verpasst und sei ohne anzuhalten nach Asien weitergefahren.

Der "Marmaray"-Verbindung war am Dienstag anlässlich des 90. Jahrestags der Republikgründung feierlich eröffnet worden. Der Tunnel ist 13,6 Kilometer lang. 1,4 Kilometer davon verlaufen in einer Tiefe von 56 Metern quer durch den Bosporus, der Europa und Asien teilt. Der Tunnel ist nach Angaben der Konstrukteure auch bei schweren Erdbeben noch sicher, woran unabhängige Experten vor der Eröffnung allerdings Zweifel äußerten. Istanbul ist stark erdbebengefährdet.

Quelle: ntv.de, dpa