Panorama

Koordinierter Überfall in Aachen Maskierte überwältigen 16 Bankangestellte

Raub mit Sonnenbrille und Perücke: Mehrere Personen brechen in eine Aachener Bank ein, fesseln und bedrohen die Angestellten und erbeuten offenbar viel Geld. Wegen der koordinierten Vorgehensweise geht die Polizei von Profis aus.

Mehrere Bankräuber haben in Aachen 16 Bankangestellte gefesselt und sind dann mit ihrer Beute geflohen. Nach Polizeiangaben drangen die vier bis sechs dunkel gekleideten und mit Perücken und Sonnenbrillen maskierten Räuber vor der offiziellen Öffnung in die Bank - dort warteten sie auf die nach und nach eintreffenden Bankangestellten. Alle Angestellten wurden gefesselt und mit mindestens einer Waffe bedroht, die wie eine Schusswaffe aussah.

Die Zahl der Räuber lasse sich entgegen erster Angaben nicht genau nennen, da die Aussagen der Opfer dazu auseinandergingen, hieß es später von den Ermittlern. Die Täter forderten die Herausgabe von Bargeld aus dem Tresor. Sie seien mit der Beute "in nicht unerheblicher Höhe" in Richtung Innenstadt geflohen, teilte die Polizei mit. Ob sie zu Fuß oder mit Fahrzeugen flüchteten, sei nicht bekannt.

Täter waren keine Amateure

Ein Bankangestellter habe sich selbst von den Fesseln befreien können und dann die Polizei alarmiert. Die Opfer wurden von Notfallseelsorgern betreut. In der Nähe des Tatorts fanden die Ermittler den Angaben zufolge "Bekleidungsgegenstände", die möglicherweise von den Tätern stammten. Die Polizei setzte bei ihrer Fahndung Suchhunde ein. Auf der Suche nach Zeugen klapperten die Ermittler auch Häuser im direkten Umfeld der Bank ab.

"Das waren Profis", sagte der Polizeisprecher. Um 16 Bankangestellte in Schach zu halten, brauche man Erfahrung - ebenso für die Koordination von mehreren Komplizen. Die Angestellten seien geschockt.

"Man stelle sich vor, da kommen dunkle Gestalten mit einer Schusswaffe in die Bank. Da weiß man doch nicht, wie komm ich da raus aus der Nummer", sagte der Polizeisprecher. Wie es die Bankräuber schafften, in die Bank zu kommen und womit sie ihre Opfer fesselten, dazu sagte die Polizei aus taktischen Gründen nichts. Nach Zeugenaussagen soll einer der Täter eine Frau gewesen sein. Die Fahndung laufe auf Hochtouren, auch im benachbarten Belgien und in den Niederlanden.

Quelle: n-tv.de, spt/dpa

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