Panorama

"Es ähnelte einer Hinrichtung" Mordprozess gegen Hells Angel

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Der Angeklagte Karl-Heinz B. bei der Eröffnung der Hauptverhandlung.

(Foto: dpa)

Ein halbes Jahr nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizisten hat in Koblenz der Prozess gegen ein Mitglied des Rockerclubs Hells Angels begonnen. Der Vorwurf lautet auf Mord.

Der 44 Jahre alte Angeklagte soll ohne jede Warnung aus seinem Haus in Anhausen im Norden von Rheinland-Pfalz aus einer großkalibrigen Waffe gefeuert und dabei einen 42 Jahre alten Beamten des Spezialeinsatzkommandos tödlich getroffen haben.

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Zur Verhandlung waren auch einige Hells Angels erschienen.

(Foto: dpa)

Der Angeklagte habe sein Opfer vor der teilweise verglasten Tür für einen Einbrecher gehalten, den er habe abstrafen wollen, sagte der Staatsanwalt im Gerichtssaal, in dem auch rund 20 Mitglieder der Hells Angels saßen. "Es ähnelte einer Hinrichtung." Der erste Schuss verfehlte den Beamten knapp in Höhe des Kopfes, der zweite traf ihn an der Schutzweste vorbei im Oberkörper. Der Polizist verblutete noch am Einsatzort. Der Angeklagte hatte die Schüsse kurz nach der Tat zugegeben. Ob er sich vor Gericht äußern will, ließ er offen. Zunächst schwieg er.

Die Ermittler waren dem 44-Jährigen wegen mehrerer Delikte auf der Spur. Unter anderem soll er zusammen mit anderen Hells Angels den Inhaber eines Tattoostudios um mehr als 7000 Euro erpresst haben. In einem anderen Fall ging es um Revierstreitigkeiten auf einem Parkplatz, auf dem Prostituierte ihre Wohnwagen platzierten. In dem Mordprozess geht es daher auch um räuberische Erpressung.

Quelle: ntv.de, dpa

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