Panorama

Von neuem LKA-Bericht überrascht Prozess um tödlichen Maskenstreit unterbrochen

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Der Prozess gegen den Tatverdächtigen soll am Freitag fortgesetzt werden.

(Foto: REUTERS)

Im Streit um die Maskenpflicht soll ein 50-Jähriger im Herbst des vergangenen Jahres einen 20 Jahre alten Mitarbeiter einer Tankstelle in Idar-Oberstein getötet haben. Nun steht er vor Gericht, doch der Prozess wird kurz nach Beginn unterbrochen. Grund dafür ist ein neues psychologisches Gutachten.

Der Mordprozess um den tödlichen Schuss auf einen Tankstellen-Mitarbeiter im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein im Streit um die Corona-Maskenpflicht ist kurz nach seinem Beginn unterbrochen worden. Er soll voraussichtlich am Freitag fortgesetzt werden. Damit will das Landgericht Bad Kreuznach der Verteidigung des angeklagten 50-Jährigen Gelegenheit geben, erst kürzlich vorgelegte Akten der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz einzusehen.

Die Verteidiger zeigten sich überrascht und drückten ihr "Unverständnis" darüber aus, dass sie erst zum Beginn der Hauptverhandlung und nach Verlesung der Anklage von den Ermittlungen des Landeskriminalamtes (LKA) im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft erfahren hätten. Es handele sich um rund 1300 Aktenseiten, darunter auch ein 26 Seiten umfassendes psychologisches Gutachten über den Angeklagten, sagten die Verteidiger. Da sich der 50-Jährige zu dem Tatvorwurf äußern wolle, müsse seinen Anwälten Gelegenheit gegeben werden, die neue Entwicklung zu prüfen und sich mit ihrem Mandanten zu besprechen, sagten sie.

Die sogenannte Einlassung des Angeklagten zu der ihm vorgeworfenen Tat war ursprünglich für den heutigen Montag geplant. Die umfangreichen Unterlagen aus Koblenz waren laut Staatsanwaltschaft aber erst am Donnerstag eingegangen. Laut Staatsanwaltschaft soll der 50-jährige Angeklagte einen 20 Jahre alten Mitarbeiter einer Tankstelle Mitte September 2021 mit einem Revolver getötet haben, nachdem dieser ihn mehrfach auf die coronabedingte Maskenpflicht hingewiesen hatte. Die Tat hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Angeklagt ist der Mann auch wegen unerlaubten Waffenbesitzes.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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