Panorama

Nur bei chronischen Krankheiten STIKO gibt keine Impfempfehlung für Kinder

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In den USA sollen auch Kinder gegen Covid-19 geimpft werden. Für Deutschland will die STIKO dies nicht generell empfehlen.

(Foto: picture alliance / Laci Perenyi)

Die Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer für unter 16-Jährige durch die EMA steht kurz bevor, da schert die Ständige Impfkommission hierzulande aus. Die Datenlage sei zu dünn, nur Kinder mit chronischen Krankheiten sollten geimpft werden. Bundesminister haben eigentlich andere Pläne.

In der Diskussion um die mögliche Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen das Coronavirus tendiert die Ständige Impfkommission (STIKO) einem Bericht zufolge dazu, von einer generellen Impfempfehlung abzusehen. Stattdessen werde es wahrscheinlich nur eine Impfempfehlung für 12- bis 15-Jährige mit bestimmten chronischen Erkrankungen geben, berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf "informierte Kreise".

Der Grund für dieses Vorgehen sei unter anderem eine unbefriedigende Datenlage, um die Folgen einer Corona-Erkrankung für diese Altersgruppe und mögliche Risiken durch eine Impfung miteinander abwägen zu können, schrieben die Zeitungen weiter. SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas sagte den Blättern: "Ich gehe davon aus, dass die STIKO eine Liste von Krankheiten erstellen wird, bei denen sie die Impfung für Kinder empfiehlt."

Kinder mit diesen Krankheiten müssten dann zuerst geimpft werden, forderte Bas. "Dies muss nun trotz der Aufhebung der Priorisierung sichergestellt sein." Bas stellte zugleich klar, dass auch ohne eine generelle Empfehlung der STIKO eine Impfung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Zulassung möglich sein werde.

Kein Einfluss auf Schulöffnungen

Schulöffnungen sollten nicht davon abhängig gemacht werden, ob die Kinder geimpft werden, fügte sie hinzu. "Es ging ja immer auch darum, die Übertragung auf Eltern und insbesondere Großeltern zu verhindern." Wenn nach den Sommerferien alle Erwachsenen ein Impfangebot bekommen hätten, dann falle diese Begründung für Schulschließungen weg.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hatten zuletzt für eine zügige Impfung von Kindern und Jugendlichen geworben, um eine Rückkehr zum regulären Unterricht zu ermöglichen. In der "Bild am Sonntag" gab Spahn als Ziel aus, dass die Länder minderjährigen Schülern bis Ende August ein Impfangebot machten.

Noch ist allerdings keiner der hierzulande verfügbaren Impfstoffe für Menschen unter 16 Jahren zugelassen. Eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) über eine Zulassung des Präparats von Biontech/Pfizer für Menschen ab zwölf Jahren könnte bis Ende Mai fallen.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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