Panorama

"Herr Präsident..." Stars fordern in Brief Hilfe für Nawalny

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Persönlichkeiten wie Herta Müller, Benedict Cumberbatch und Niall Ferguson sorgen sich um Nawalnys Gesundheit.

(Foto: dpa)

Im August vergangenen Jahres überlebt Nawalny einen Nervengift-Anschlag nur knapp. Erholt kehrt der russische Oppositionspolitiker zurück nach Russland und wird inhaftiert. Im Straflager verschlechtert sich Nawalnys Zustand von Woche zu Woche. Prominente aus aller Welt richten nun in einem Brief Bitten an Putin.

Mehr als 70 Prominente aus aller Welt haben in einem offenen Brief an Russlands Präsidenten Wladimir Putin eine medizinische Behandlung für den im Straflager inhaftierten Kremlgegner Alexej Nawalny gefordert. Darin heißt es mit Blick auf seine Erkrankung: "Als russischer Staatsbürger hat er das Recht, von einem Arzt seiner Wahl untersucht und behandelt zu werden."

Der Appell wurde in mehreren europäischen Tageszeitungen wie "Le Monde" abgedruckt. Unterzeichnet haben ihn unter anderen die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling, die beiden Literatur-Nobelpreis-Trägerinnen Herta Müller, Louise Glück und Swetlana Alexijewitsch, Abba-Mitglied Björn Ulvaeus, die Schauspieler Benedict Cumberbatch, Jude Law und Kristin Scott Thomas sowie die Historiker Niall Ferguson und Simon Schama.

Nawalny befinde sich in einem kritischen Zustand, heißt es in dem Schreiben an Putin mit der Aufforderung. "Herr Präsident, wir fordern Sie auf, dafür zu sorgen, dass Alexej Nawalny unverzüglich die medizinische Behandlung und Pflege erhält, die er dringend benötigt - und ihm nach russischem Recht zusteht. Von Russland gewählt und als Garant des Gesetzes, ist es Ihre Aufgabe, dies zu tun."

Nawalny befindet sich seit Tagen im Hungerstreik, um so einen Arztbesuch durchzusetzen. Ihm droht nun eine Zwangsernährung. Der 44-Jährige klagte zuletzt über Rückenleiden, Lähmungserscheinungen in den Gliedmaßen, Fieber und Husten. Seine Familie, Anwälte und Unterstützer zeigten sich besorgt. Nawalny hatte im August einen Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok überlebt und war in Deutschland behandelt worden. Er beklagt, dass der Einsatz des verbotenen chemischen Kampfstoffs gegen einen russischen Bürger in seiner Heimat nicht untersucht werde. Mehrere Labore in der EU hatten das Gift nachgewiesen.

Quelle: ntv.de, jru/dpa

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