Panorama

Ampullen genügen minus 15 Grad Transport von Biontech-Vakzin erleichtert

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Der Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer musste bislang bei extrem niedrigen Temperaturen gelagert werden.

(Foto: picture alliance / Pressebildagentur ULMER)

Bislang waren Lagerung und Transport des Biontech/Pfizer-Impfstoffs wegen der aufwendigen Kühlung auf minus 90 Grad Celsius hochkomplex. Nun erlaubt die Europäische Arzneimittelbehörde aber auch eine wärmere Lagerung - zumindest für einige Tage.

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Bedingungen für Transport und Lagerung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer und Biontech erheblich erleichtert. Das Präparat könne kurzfristig auch in Standardkühlungen für Arzneimittel, etwa in Apotheken, aufbewahrt werden, teilte die EMA in Amsterdam mit. Damit ist eine Verimpfung auch durch Hausärzte möglich.

Der Impfstoff musste bisher in speziellen Gefrierschränken bei Temperaturen bis minus 90 Grad aufbewahrt werden. Daher war die Impfung nur in großen Zentren möglich. Nun erlaubt die EMA auch den Transport und die Lagerung der Ampullen bei Temperaturen von minus 25 bis minus 15 Grad - für einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen. Dafür reichen Standardkühlungen für Arzneimittel aus.

Unterdessen wurde am Nachmittag bekannt, dass die EMA die Herstellung von Corona-Impfstoff im neuen Biontech-Werk in Marburg genehmigt hat. Dort wird seit Februar bereits der mRNA-Wirkstoff produziert, aus dem dann der Impfstoff hergestellt wird.

Im Februar hatte Biontech erklärt, sobald das Werk in Marburg voll betriebsbereit sei, werde es mit einer jährlichen Produktionskapazität von bis zu 750 Millionen Dosen eine der größten Impfstoff-Produktionsstätten in Europa sein. Das Unternehmen plant demnach, dort im ersten Halbjahr bis zu 250 Millionen Impfstoffdosen zu produzieren.

Quelle: ntv.de, cja/dpa/AFP

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