Panorama

Im Kajak auf einem US-FlussVater muss mitansehen, wie 20-Jähriger durch Blitzschlag stirbt

03.06.2026, 14:42 Uhr
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Auf dem Blackwater River in Florida kam es zum tödlichen Unglück. (Foto: IMAGO/Dreamstime)

Ein Vater-Sohn-Gespann will einen entspannten Ausflug auf einem Fluss unternehmen. Als plötzlich ein Gewitter aufzieht, unterschätzt die Reisegruppe offenbar die Gefahr. Die Kajaktour endet im Todesdrama.

Ein 20-jähriger Mann ist beim Kajakfahren auf einem Fluss im US-Bundesstaat Florida gestorben, nachdem er von einem Blitz getroffen wurde. Behörden zogen seinen Leichnam am Sonntag aus dem Fluss Blackwater River, teilte die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission den Sendern Fox News und ABC 3 Wear News mit.

Den Angaben der Behörde zufolge war der 20-jährige Michael Aiden Vargas gemeinsam mit seinem Vater auf einem Ausflug der Wohlfahrts- und Freizeiteinrichtung der Marine. Die beiden fuhren mit anderen Marineangehörigen in Kajaks über den Fluss im Nordwesten Floridas, als plötzlich ein Gewitter aufzog. Der junge Mann wurde schließlich vom Blitz getroffen und stürzte ins Wasser.

Als die Gefahr vorüber war, suchten sein Vater und einige Mitarbeiter der Marine-Einrichtung nach dem jungen Mann. Nach kurzer Zeit realisierten sie jedoch, dass die Suche in dem großen Gebiet zu aufwendig für sie allein ist. Der Vater alarmierte daraufhin professionelle Rettungskräfte. Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission, das örtliche Sheriffbüro, Taucher eines benachbarten Sheriffbüros sowie die Such- und Rettungsorganisation Daphne rückten an.

Sie fanden Vargas noch am selben Tag, doch jede Hilfe kam zu spät. Er war wohl bereits durch den Blitzschlag gestorben. Die US-Non-Profit-Organisation National Lightning Safety Council führt den 20-Jährigen als zweiten Gewittertodesfall in diesem Jahr. Bereits im April erlag ein 41-Jähriger im Bundesstaat Wisconsin seinen Verletzungen, die ein Blitzschlag auf einem Parkplatz verursachte. Der Mann war gerade auf dem Weg zu seinem Auto.

Viele Menschen unterschätzen offenbar die Gefahr, die von Gewässern bei Gewittern ausgeht. Das National Lightning Safety Council teilte kürzlich mit, dass die meisten Todesfälle durch Blitzschlag auf Angler entfallen (48 Fälle in den Jahren 2006 bis 2025). Danach folgen Badegäste am Strand (34 Fälle) und Bootsfahrer/-fahrgäste (26 Fälle). Insgesamt sind 517 Todesfälle in den USA in den 20 Jahren verzeichnet worden (im Durchschnitt 25 pro Jahr).

In Deutschland sterben im Schnitt vier Menschen pro Jahr bei Blitzunfällen, teilte der Verband "VDE Blitzschutz und Blitzforschung" mit. 110 Personen werden demnach jährlich verletzt. Die meisten Todesfälle gab es im Jahr 2012, als 16 Personen starben. Für deutschlandweites Aufsehen sorgte ein Fall vor zwei Jahren: Zehn Menschen wurden nach einem Blitzschlag nahe der Elbe verletzt, einer von ihnen starb nach wenigen Tagen in einem Krankenhaus.

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Bei Gewitter sollte man sich von Wasser fernhalten. Selbst, wenn der Blitz in großer Entfernung in einen Fluss, einen See oder ein anderes Gewässer einschlägt, befindet man sich aufgrund der sehr guten elektrischen Leitfähigkeit des Wassers in Lebensgefahr. Der Blitz kann zudem über das Wasser auf den Uferbereich überspringen. Auch, wenn das Gewitter weit entfernt scheint, sollte man sich deshalb weit von Badeseen und anderen Gewässern, Bootsstegen und Stränden entfernen.

Quelle: ntv.de, mpa

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