Unglück an der SchiffschaukelWeiterer schwerer Unfall überschattet Rekord-Oktoberfest

So viele Menschen wie nie zuvor besuchen das diesjährige Oktoberfest. Doch wird es getrübt durch mehrere tragische Unglücke - auch am letzten Tag.
Erneut ist ein Mitarbeiter bei einem Unfall an einem Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest schwer verunglückt. Rettungskräfte hätten den 47-Jährigen vor Ort reanimiert, teilte die Polizei mit. Der Mitarbeiter der Schiffschaukel befinde sich nun im Krankenhaus.
Der Unfall an der Schiffschaukel auf der Oide Wiesn hatte sich laut Polizei am letzten Tag des Oktoberfests gegen 10.15 Uhr ereignet. Der 47-Jährige wurde demnach dabei schwer verletzt. "Eine Gefahr für die Fahrgäste des Fahrgeschäftes bestand zu keinem Zeitpunkt." Ein Kriseninterventionsteam betreute laut Polizei die Zeugen des Unfalls. Die Kriminalpolizei ermittelt nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte.
Security-Mitarbeiter von Gondel getötet
Am 21. September war es bereits zu einem tödlichen Unfall an einem Freefall-Tower gekommen. Dabei war ein 52 Jahre alter Security-Mitarbeiter des Fahrgeschäfts "Hangover", ein 85 Meter hoher Freefall-Tower, abends von der herunterfahrenden Gondel getroffen und eingeklemmt worden. Der Mitarbeiter hatte sich in dem Bereich unterhalb der Gondel aufgehalten, in dem er nicht hätte sein sollen.
Einsatzkräften gelang es, den Mann wiederzubeleben, er wurde nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Schelshorn unter laufender Reanimation ins Krankenhaus gebracht, wo er aber kurze Zeit später starb. Der Bereich rund um das Fahrgeschäft wurde für den großen Rettungseinsatz abgesperrt.
Auch eine 90 Jahre alte Rollstuhlfahrerin starb am Dienstag, knapp eine Woche nach einem tragischen Unfall auf dem Oktoberfest. Nach Angaben der Polizei wollte sie vor einem Festzelt den Kopf eines zu einem Kutschengespann gehörenden Pferds streicheln. Dabei hatte sich ein Teil des Pferdegeschirrs am Rollstuhl verfangen. Als das Pferd den Kopf hob, wurde der Rollstuhl umgestoßen und die Frau stürzte zu Boden. Sie setzte zwar mit ihrer Begleitung den Oktoberfestbesuch zunächst fort, ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich aber noch auf dem Festgelände. Sie kam in ein Krankenhaus, wo sie dann später starb.
Nach Angaben der Stadt München besuchten in diesem Jahr 7,4 Millionen Menschen das Oktoberfest. "Damit ist die Wiesn 2026 die bislang meistbesuchte in ihrer Geschichte", teilte die Stadt mit. Der bisherige Rekord lag bei 7,2 Millionen Besucher im Jahr 2023.
Nach Angaben der Stadt wurden dabei 6,7 Millionen Maß Bier getrunken. Das sind 2,7 Prozent mehr als 2025 (6,5 Millionen). Beim Essen meldeten die Wiesnwirte ein Plus von zwei bis drei Prozent. Dabei sei das "klassische Hendl wieder im Aufwind".

