Festnahme im LouvreZwei Deutsche hängen eigene Kunst neben Mona Lisa auf

Mit Klebeband befestigen zwei Männer selbstgemachte Bilder direkt im Saal der Mona Lisa. Bei der Vernehmung geben sie an, es habe sich um einen Scherz gehandelt. An der Museumswand hinterlässt die Aktion sichtbare Spuren.
Weil sie zum Spaß Bilder im Saal der Mona Lisa im Pariser Louvre-Museum aufgehängt hatten, sind zwei Deutsche festgenommen worden. Nach Polizeiangaben befestigten die beiden Männer am Samstagnachmittag in dem Saal, in dem das berühmte Gemälde von Leonardo da Vinci hängt, mit Klebeband zwei Bilder an der Wand. Eines zeigte einen der Männer in einer Rüstung, das zweite zeigte Porträts der beiden sowie einer Frau.
Wachleute des Museums hielten die beiden Deutschen fest und alarmierten die Polizei. Bei einer Vernehmung sagten die Männer laut Polizei aus, bei der Aktion habe es sich um einen Scherz gehandelt. Museumswärter nahmen die beiden Bilder wieder ab und entdeckten dabei leichte Beschädigungen an der Wand.
Die Mona Lisa blieb unversehrt. Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Sicherheitsvorkehrungen des Louvre-Museums. Im Oktober 2025 brachen vier Männer am helllichten Tag über einen Lastenaufzug in die Apollo-Galerie ein und stahlen französische Kronjuwelen im Materialwert von rund 88 Millionen Euro. Aus dem Saal wurden acht wertvolle Schmuckstücke entwendet. Die Beute ist bis heute verschollen, obwohl die Tatverdächtigen mittlerweile festgenommen wurden. Die beschädigte Krone von Kaiserin Eugénie wird derzeit restauriert.
Die damalige Museumsdirektorin Laurence des Cars räumte nach dem Juwelenraub ihren Posten, Nachfolger wurde Christophe Leribault, der zuvor das Schloss Versailles geführt hatte. Der Louvre in Paris ist das meistbesuchte Kunstmuseum der Welt. Laut der offiziellen Jahresstatistik besuchten die Institution im vergangenen Jahr weit über neun Millionen Menschen.