Venezuela im Liveticker+++ 09:09 Maduro-Fans verbrennen US-Flagge: Sorge und Verunsicherung machen sich in Venezuela breit +++
Die militärischen Schläge durch die USA und die Festnahme von Nicolás Maduro haben in Venezuela tiefe Verunsicherung hinterlassen, aber auch große Wut. In Supermärkten und vor Tankstellen bilden sich lange Schlangen, denn Menschen fürchten Engpässe.
+++ 08:15 US-Außenministerium warnt: "Spielt keine Spielchen mit Präsident Trump" +++
Die Trump-Regierung hat nach der Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro mehrere Memes in den sozialen Medien veröffentlicht. Sie enthalten jeweils eine ähnliche Botschaft: Mit den USA sei nicht zu spaßen. So hat etwa das US-Außenministerium auf X gepostet: "Präsident Trump ist ein Mann der Tat. Falls Sie es noch nicht wussten, wissen Sie es jetzt." Unter einem Schwarz-Weiß-Foto, das US-Präsident Donald Trump sitzend neben seinem Außenminister Marco Rubio im Situation Room während des US-Angriffs auf Venezuela zeigt, steht in Großbuchstaben: "SPIELT KEINE SPIELCHEN MIT PRÄSIDENT TRUMP".
+++ 07:59 Mexiko und Brasilien verurteilen US-Militäreinsatz in Venezuela +++
Die linksgerichtete Regierung in Mexiko hat den US-Militäreinsatz in Venezuela scharf verurteilt. "Wir verurteilen diese Intervention in Venezuela", erklärt die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum. Das mexikanische Außenministerium teilt mit, jede Form militärischer Aktion "gefährdet ernsthaft die regionale Stabilität". Mexiko verurteile "die einseitigen militärischen Aktionen" der US-Streitkräfte gegen Ziele auf dem Territorium Venezuelas scharf und weise sie zurück. Sheinbaum hatte zuvor angeboten, bei der Suche nach einer friedlichen Lösung im Konflikt zwischen den USA und Venezuela zu vermitteln. Nun bekräftige sie, dass ihre Regierung "eine sehr gute Beziehung" zu Washington habe. Auch der linksgerichtete brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte zuvor am Samstag den US-Militäreinsatz und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro als "ernsthafte Verletzung der Souveränität Venezuelas" angeprangert.
+++ 07:24 China fordert Freilassung von Maduro und Ehefrau +++
China fordert die USA auf, Maduro und dessen Frau umgehend freizulassen. Die Lage in Venezuela solle durch Dialog und Verhandlungen gelöst werden, erklärt das Außenministerium in Peking. Es verurteilt die Gefangennahme des Ehepaars als Verstoß gegen das Völkerrecht und fordert die USA dazu auf, die persönliche Sicherheit von Maduro und seiner Frau zu gewährleisten.
+++ 06:45 Spaniens Premier verurteilt Intervention +++
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez schreibt auf X, sein Land habe das Maduro-Regime nicht anerkannt. Genauso wenig werde Spanien aber eine Intervention anerkennen, "die gegen internationales Recht verstößt und die Region in eine Zeit der Unsicherheit und Kriegsgefahr treibt." Sánchez fordert alle Akteure auf, die Zivilbevölkerung zu berücksichtigen, die Charta der Vereinten Nationen zu achten und auf einen gerechten und verhandelten Übergang hinzuarbeiten.
+++ 06:03 Starmer: Wir weinen Maduro-Herrschaft keine Träne nach +++
Den britischen Premierminister Keir Starmer betrübt die Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro nicht. "Wir betrachteten Maduro als illegitimen Präsidenten und haben keine Träne über das Ende seines Regimes vergossen", schreibt Starmer auf X. Großbritannien habe seit langem einen Machtwechsel in Venezuela unterstützt. Man werde sich in den kommenden Tagen mit den USA beraten, "da wir einen sicheren und friedlichen Übergang zu einer legitimen Regierung anstreben, die den Willen des venezolanischen Volkes widerspiegelt", heißt es. Starmer hatte zuvor deutlich gemacht, dass sein Land nicht an dem US-Militäreinsatz in Venezuela beteiligt war. Er betonte auch die Bedeutung des Völkerrechts, "an das wir uns alle halten sollten".
+++ 05:38 Meloni hält defensives Eingreifen für legitim +++
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist als Sympathisantin von US-Präsident Donald Trump bekannt. Zum US-Einsatz in Venezuela teilt sie mit, ein "externes militärisches Vorgehen" sei nicht der richtige Weg, um "totalitäre Regime zu beenden". Gleichzeitig betont sie, ihre Regierung halte ein "Eingreifen defensiver Natur" gegen hybride Angriffe auf die eigene Sicherheit für legitim - etwa, wenn staatliche Akteure den Drogenhandel in einem anderen Land fördern oder begünstigen.
+++ 04:55 USA heben Flugbeschränkungen über Karibik auf +++
Die Beschränkungen für den Luftraum über der Karibik laufen US-Verkehrsminister Sean Duffy zufolge um Mitternacht US-Ostküstenzeit (05.00 Uhr GMT) aus. Der Flugverkehr könne dann wieder aufgenommen werden, schreibt Duffy auf X. Die Fluggesellschaften seien informiert und würden ihre Flugpläne zügig aktualisieren.
+++ 04:07 Weißes Haus zeigt Video von Maduro in Haft +++
Nach seiner Festnahme bei einem US-Militäreinsatz ist der venezolanische Präsident Nicolás Maduro in einer Haftanstalt in New York angekommen. Ein vom Weißen Haus auf X verbreitetes Video zeigt, wie Maduro in Handschellen und umrahmt von Beamten der US-Drogenpolizei DEA in einem Gang des Gebäudes abgeführt wird. US-Medienberichten zufolge soll er für die Zeit seiner Untersuchungshaft im Stadtteil Brooklyn im Metropolitan Detention Center untergebracht werden, einer Haftanstalt der Bundesbehörden.
+++ 03:26 Gericht in Venezuela ernennt Rodriguez zur Interimspräsidentin +++
Die Verfassungskammer des Obersten Gerichtshofs von Venezuela ernennt Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin. Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro durch die USA. Rodríguez solle das Amt übernehmen, um die "Kontinuität der Verwaltung und die umfassende Verteidigung der Nation" zu gewährleisten, heißt es in der Gerichtsentscheidung. Das Gericht kündigt zudem an, über die "rechtlichen Grundlagen" zu beraten, um die staatliche Kontinuität nach der Gefangennahme des Präsidenten zu sichern. Der venezolanische Außenminister Yvan Gil wirft den USA derweil Friedensstörung vor. "Der Frieden in Lateinamerika wurde durch diese Aktion gestört", sagt Gil der russischen staatlichen Nachrichtenagentur RIA.
+++ 03:01 Experten dämpfen Hoffnung auf schnellen Öl-Boom in Venezuela +++
Trotz der Versprechen von US-Präsident Donald Trump dürfte es nach Einschätzung von Experten Jahre dauern, bis die Ölförderung in Venezuela wieder nennenswert ansteigt. Selbst wenn US-Konzerne wie von Trump in Aussicht gestellt Milliarden investieren würden, stünden dem eine marode Infrastruktur, Sicherheitsbedenken und politische Instabilität entgegen, sagen Analysten der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem müssten erst die Sanktionen aufgehoben und die Gesetze des Landes geändert werden, um ausländische Investitionen zu ermöglichen. "Wenn Trump und andere einen friedlichen Übergang mit wenig Widerstand schaffen, dann gibt es in fünf bis sieben Jahren einen deutlichen Anstieg der Ölförderung", sagt der Energie-Stratege Thomas O'Donnell. Ein gescheiterter Übergang könne jedoch zu jahrelangem Widerstand führen.
+++ 02:17 Peru will nach Maduro-Gefangennahme Rückkehr von Venezolanern erleichtern +++
Peru will die sofortige Rückkehr von Venezolanern ermöglichen. Dies gelte unabhängig von deren Einwanderungsstatus, teilt Präsident Jose Jeri auf X mit. In Nachbarländern wie Ecuador feiern unterdessen Exil-Venezolaner die Entwicklung. Eine Demonstrantin in Quito spricht von einer "ungeheuren Freude".
+++ 01:31 Insider: 40 Menschen bei US-Angriff gestorben +++
Bei dem US-Angriff auf Venezuela am frühen Samstagmorgen wurden mindestens 40 Menschen getötet, darunter Militärangehörige und Zivilisten. Dies teilt ein hochrangiger venezolanischer Beamter der "New York Times" unter der Bedingung der Anonymität mit.
+++ 00:59 Trump: Bei US-Militäreinsatz in Venezuela starben "viele Kubaner" +++
Bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump "viele" kubanische Staatsbürger getötet worden. "Viele Kubaner haben letzte Nacht ihr Leben verloren", sagt Trump in einem Interview mit der "New York Post". "Sie haben Maduro beschützt. Das war kein guter Zug", fügt der US-Präsident hinzu. "Kuba war immer sehr abhängig von Venezuela. Von dort bekamen sie ihr Geld, und sie haben Venezuela beschützt, aber in diesem Fall hat das nicht so gut funktioniert", sagt Trump weiter. Nähere Angaben zur Zahl der mutmaßlich Getöteten macht Trump jedoch nicht.
+++ 00:32 China empört über US-Angriff auf Venezuela +++
China verurteilt den Angriff der USA auf Venezuela scharf. "China ist zutiefst schockiert über den eklatanten Einsatz von Gewalt durch die USA gegen einen souveränen Staat und dessen Präsident und verurteilt ihn aufs Schärfste", zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua einen Sprecher des chinesischen Außenministeriums. "Solche hegemonialen Handlungen der USA verstoßen schwerwiegend gegen das Völkerrecht und die Souveränität Venezuelas und bedrohen Frieden und Sicherheit in Lateinamerika und der Karibik", wird der Sprecher zitiert. China lehne dies entschieden ab. China gehört wie auch Russland und der Iran zu Venezuelas Verbündeten.
+++ 00:01 Bericht: Maduro wird in Brooklyn inhaftiert +++
Der gestürzte venezolanische Präsident Nicolás Maduro und seine Frau werden laut einer mit den Sicherheitsplänen vertrauten Quelle per Hubschrauber nach Manhattan geflogen. Von dort wird Maduro zum New Yorker Hauptsitz der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) in Manhattan gebracht, berichtet die "New York Times". Anschließend erfolgt ein weiterer Hubschrauberflug nach Brooklyn, von wo aus er in das Metropolitan Detention Center eingeliefert wird. Dort soll er inhaftiert werden.
+++ 23:45 Venezuelas Ölexporte lahmgelegt +++
Die Ölexporte Venezuelas liegen Insidern zufolge lahm. Bei Hafenkapitänen gehen keine Anträge ein, das Auslaufen beladener Schiffe zu genehmigen, sagen vier mit den Vorgängen vertraute Personen. Mehrere für die USA und Asien bestimmte Tanker sind nicht ausgelaufen, während andere, die auf eine Beladung gewartet hatten, die Häfen leer verlassen haben, wie aus Branchendaten hervorgeht. Im wichtigsten Ölhafen Jose werden dem Dienst TankerTrackers.com zufolge keine Schiffe beladen. Ein vollständiger Exportstopp könnte zu Förderkürzungen führen, da die Lager voll sind. Die staatliche Ölgesellschaft PDVSA und ihr Partner Chevron äußern sich zunächst nicht.
+++ 23:14 Maduro in New York gelandet +++
Ein Flugzeug mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro an Bord ist in New York gelandet, wie der Sender MS Now meldet. Mehrere TV-Sender zeigten dazu am Abend (Ortszeit) ein Flugzeug auf einem auch militärisch genutzten Flughafen in der Nähe der Millionenstadt New York, aus dem wegen der Dunkelheit und Entfernung der Kameras eine nicht näher zu identifizierende Gruppe stieg.
+++ 23:01 New Yorks Bürgermeister nennt Maduro-Festnahme "Rechtsverstoß" +++
Der neue New Yorker Bürgermeister, Zohran Mamdani, spricht nach dem von US-Präsident Donald Trump befohlenen Militäreinsatz in Venezuela von einem Rechtsverstoß. "Ein einseitiger Angriff auf einen souveränen Staat ist ein kriegerischer Akt und verstößt gegen Bundes- und internationales Recht", schreibt der linke Demokrat auf X.
+++ 22:46 Hunderte Flüge in der Karibik annulliert +++
Große US-Fluggesellschaften annullieren nach dem Militäreinsatz in Venezuela Hunderte Flüge. Betroffen sind unter anderem American Airlines, Delta, Spirit Airlines und JetBlue Airways. Die US-Luftfahrtbehörde FAA sperrt den Luftraum über der Karibik und verweist auf Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Militäreinsatz, der andauere.
+++ 22:31 Selenskyj zieht Parallele zu Putin +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobt den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Maduro. "Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen", sagt Selenskyj ukrainischen Medien zufolge vor Journalisten in Kiew. Der Kontext der Äußerung lässt darauf schließen, dass Selenskyj Putin meint.
+++ 22:16 UN-Sicherheitsrat befasst sich am Montag mit US-Angriff auf Venezuela +++
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird sich am Montag mit dem US-Angriff auf Venezuela befassen. Dessen Nachbarland Kolumbien habe mit Unterstützung von Russland und China das Treffen beantragt, sagen Diplomaten. UN-Generalsekretär António Guterres sieht in dem Vorgehen der USA einen "gefährlichen Präzedenzfall". Guterres sei zutiefst besorgt, dass die Regeln des Völkerrechts nicht beachtet worden seien, sagt sein Sprecher.
+++ 22:09 Rubio will Rodríguez-Äußerung nicht kommentieren +++
US-Außenminister Rubio sagt der "New York Times", er wolle sich noch kein Urteil über die Äußerungen der amtierenden venezolanischen Präsidentin Delcy Rodríguez erlauben. Die bisherige Vizepräsidentin hatte jede Zusammenarbeit mit den USA dementiert. "Wir werden unsere Entscheidungen auf Grundlage ihrer Handlungen und Taten in den kommenden Tagen und Wochen treffen", sagt Rubio mit Blick auf die Mitglieder der venezolanischen Übergangsregierung. "Wir glauben, dass sie einzigartige und historische Chancen erhalten werden, dem Land einen großen Dienst zu erweisen, und wir hoffen, dass sie diese Chancen ergreifen werden."
+++ 22:00 "Trump hat offensichtlich keine Ahnung, was als Nächstes kommt" +++
Der ranghöchste Demokrat im Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses, Adam Smith, zeigt sich empört über Trumps Entscheidung, Venezuela auf absehbare Zeit von den USA regieren zu lassen. "Trump hat ganz offensichtlich keine Ahnung, was als Nächstes kommt", sagt der Demokrat aus Washington der "New York Times" in einem Interview. "Wie sollen wir Venezuela regieren, wenn wir keine Präsenz mehr im Land haben? Wohin soll das führen?"
+++ 21:47 Spontandemos in Berlin und Hamburg +++
Mehrere Hundert Menschen demonstrieren in Berlin gegen den US-Angriff auf Venezuela. Die Demonstrantinnen und Demonstranten am Brandenburger Tor fordern, die Bundesregierung und die Vereinten Nationen sollten die Militäraktion offiziell verurteilen und sich für Maduros Freilassung einsetzen. In Hamburg demonstrieren laut Polizei rund 300 Menschen am Abend gegen den Angriff auf Venezuela. Die Demonstranten, viele davon aus dem linken Spektrum, hielten Plakate hoch mit Aufschriften wie "USA raus Venezuela" und "Venezuela geht uns alle an".
+++ 21:28 Nach Angriff auf Venezuela droht Rubio dem nächsten Land +++
Wenige Stunden nach der Intervention in Venezuela und der Entführung von Machthaber Maduro droht die US-Administration einem weiteren Staat. Außenminister Marco Rubio nimmt Kuba ins Visier: "Wenn ich Havanna lebte und in der Regierung wäre, würde ich mir Sorgen machen."
+++ 21:02 US-Demokraten: Trump-Regierung hat uns "einfach komplett belogen" +++
Führende US-Demokraten werfen der Trump-Regierung vor, sie über die Pläne für den Militäreinsatz in Venezuela belogen zu haben. In Gesprächen mit Kongressabgeordneten habe Trumps Regierung wiederholt bestritten, einen Regimewechsel in Venezuela anzustreben, erklärt die Senatorin Jeanne Shaheen, die führende Demokratin im Auswärtigen Ausschuss des Senats. Die Regierung habe das Volk und seine gewählten Vertreter in die Irre geführt. "Die Regierung hat den Kongress belogen und einen illegalen Krieg für einen Regimewechsel und Öl vom Zaun gebrochen", erklärt der demokratische Abgeordnete Don Beyer aus Virginia auf X. Der demokratische Abgeordnete Seth Moulton aus Massachusetts sagt dem Sender CNN: "Als wir über Venezuela unterrichtet wurden, fragten wir: 'Werden Sie in das Land einmarschieren?' Uns wurde Nein gesagt. 'Planen Sie, Bodentruppen zu entsenden?' Uns wurde Nein gesagt. 'Beabsichtigen Sie einen Regimewechsel in Venezuela?' Uns wurde Nein gesagt. In gewisser Weise wurden wir also unterrichtet, wir wurden nur einfach komplett belogen."
Trump hatte auf seiner Pressekonferenz gesagt, der Kongress sei nicht vollständig informiert worden, um die Pläne nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen.
+++ 20:53 Amtierende Präsidentin: "Wir sind bereit, Venezuela zu verteidigen" +++
Bei der Sitzung des venezolanischen Verteidigungsrats sagt Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zudem: "Wir sind bereit, Venezuela zu verteidigen; wir sind bereit, unsere natürlichen Ressourcen zu verteidigen." Sie fordert die "sofortige Freilassung" Maduros und seiner Frau Cilia Flores. Nur Stunden zuvor hatte Trump behauptet, die Vizepräsidentin habe im Gespräch mit US-Außenminister Rubio eine Zusammenarbeit mit den USA zugesichert.
+++ 20:40 Frankreich nennt US-Angriff völkerrechtswidrig +++
Frankreich kritisiert den Angriff der USA auf Venezuela sehr viel deutlicher als Deutschland. Die Aktion, die zur Gefangennahme von Präsident Maduro geführt habe, verstoße gegen die Grundsätze des internationalen Rechts, teilt das Außenministerium in Paris mit. "Keine dauerhafte politische Lösung kann von außen aufgezwungen werden." Frankreich bekräftige, dass nur das souveräne Volk einer Nation über deren Zukunft bestimmen könne.
+++ 20:25 Amtierende Präsidentin Venezuelas scheint nicht an Kooperation zu denken +++
Die amtierende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez spricht erneut im Fernsehen des Landes und klingt ganz anders als von Trump beschrieben (siehe Eintrag 18.48 Uhr). Sie bietet den USA nicht Kooperation an, sondern sagt, Maduro sei weiterhin Venezuelas Präsident. Die USA hätten eine beispiellose militärische Aggression gegen Venezuela verübt. Jetzt sei "die Maske gefallen", das wahre Ziel sei klar geworden: Regime Change in Venezuela, um die natürlichen Ressourcen des Landes auszubeuten. Rodríguez wurde als Präsidentin vereidigt, sie macht aber deutlich, dass sie sich weiterhin als Vizepräsidentin ansieht. "Es gibt nur einen Präsidenten in diesem Land, und sein Name ist Nicolás Maduro Moros", sagt Rodríguez bei einer live übertragenen Sitzung des venezolanischen Verteidigungsrats.
+++ 20:12 Erst droht Trump Kuba, dann rudert er zurück +++
Bei seinem Auftritt in Mar-a-Lago hatte Trump angedeutet, dass die USA sich auch mit Kuba beschäftigen könnten. "Ich denke, wir könnten auch über Kuba reden, denn Kuba ist ein gescheiterter Staat", sagte Trump. Außenminister Marco Rubio äußerte sich noch deutlicher: "Wenn ich die kubanische Regierung in Havanna wäre, wäre ich besorgt."
Anschließend sagt Trump der "New York Post" in einem Interview, er beabsichtige keine weitere Militäraktion: "Nein, Kuba wird ganz von selbst fallen." Kuba sei sehr abhängig von Venezuela, so der US-Präsident.
+++ 19:50 Bundeskanzler Merz vermeidet Kritik am US-Angriff auf Venezuela +++
Erst nach der Pressekonferenz von US-Präsident Trump reagiert Bundeskanzler Friedrich Merz auf den Angriff der USA auf Venezuela - und vermeidet dabei direkte Kritik. "Nicolás Maduro hat sein Land ins Verderben geführt", erklärt Merz in einer schriftlichen Stellungnahme, die vom Bundespresseamt verschickt wird. "Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir - wie viele andere Staaten auf der Welt - daher nicht anerkannt. Maduro spielte in der Region, mit unseligen Allianzen weltweit und durch die Verstrickung Venezuelas in das Drogengeschäft eine problematische Rolle."
Erst nach diesen Sätzen kommt Merz zum eigentlichen Thema: "Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit. Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten."
Denn Verweis auf das Völkerrecht darf man als gut versteckte, indirekte Kritik verstehen - denn im Einklang mit dem internationalen Recht stand das Vorgehen der USA sicher nicht.
+++ 19:40 Weißes Haus postet Situation-Room-Fotos während des Angriffs auf Venezuela +++
Das Weiße Haus hat Fotos von US-Präsident Trump und seinem Stab gepostet, die während des Angriffs auf Venezuela aufgenommen worden sein sollen. Zu sehen sind auch US-Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Trump hat die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär nach eigenen Angaben live mitverfolgt. Es sei wie eine "Fernsehshow" gewesen, sagt Trump in einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News (siehe auch Eintrag 15:42 Uhr).
+++ 19:18 Trump beschwört Monroe-Doktrin +++
US-Präsident Trump hat nach dem Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro den US-Anspruch auf die Vorherrschaft auf dem amerikanischen Doppelkontinent bekräftigt. "Die amerikanische Dominanz in der westlichen Hemisphäre wird niemals wieder infrage gestellt", sagt Trump bei einer Pressekonferenz auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Washington habe die im 19. Jahrhundert geprägte Monroe-Doktrin über die US-Vorherrschaft in den Amerikas vernachlässigt, so Trump. Er fügte hinzu: "Wir haben sie ein Stück weit vergessen. Sie war sehr wichtig, aber wir haben sie vergessen. Wir werden sie nicht mehr vergessen." Die Monroe-Doktrin geht auf Präsident James Monroe (regierte 1817 bis 1825) zurück, wonach die USA in der Neuen Welt keinen Einfluss europäischer Mächte mehr dulden und den gesamten amerikanischen Doppelkontinent geopolitisch dominieren.
+++ 19:06 Trump: Verletzte bei Festnahme von Maduro +++
Bei der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte sind nach Trumps Angaben "ein paar" Einsatzkräfte getroffen worden. Diese seien allerdings "zurückgekehrt und sollen in recht guter Verfassung sein", sagt Trump in einem Telefoninterview des Senders Fox News. Wie viele Menschen verletzt wurden und ob es sich dabei lediglich um US-Truppeneinheiten handelte, sagt Trump nicht. Der US-Präsident sagt, dass die USA bei dem vielkritisierten Vorgehen in Venezuela keine Todesopfer verzeichnet hätten. "Wir hatten keine Toten und haben auch kein Flugzeug verloren", so der US-Staatschef.
+++ 18:55 Trump sieht Machado nicht als geeignet für Präsidentin von Venezuela +++
Die venezolanische Oppositionspolitikerin Maria Corina Machado ist nach Ansicht von Trump kein geeignetes Staatsoberhaupt für Venezuela. Sie habe nicht die notwendige Unterstützung und den Respekt im eigenen Land, sagt Trump über die Politikerin, die im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Er habe keinen Kontakt mit Machado gehabt. Machado selbst hatte am Vormittag den Diplomat Edmundo Gonzalez als neuen Präsidenten des Landes vorgeschlagen.
+++ 18:48 Trump: Maduros Vizepräsidentin will mit USA zusammenarbeiten +++
Die US-Regierung will nach der Entmachtung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro mit dessen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zusammenarbeiten. "Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach", sagt Trump bei der Pressekonferenz in Mar-a-Lago. Nach der venezolanischen Verfassung würde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen.
+++ 18:40 Trump: Haben keine Angst vor US-Bodentruppen in Venezuela +++
Trump steht einem Einsatz von US-Streitkräften auf venezolanischem Boden gelassen gegenüber. "Wir haben keine Angst vor Bodentruppen. Und wir müssen welche haben, wir hatten vergangene Nacht Bodentruppen vor Ort", sagt er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. Er scheue sich nicht, das zu sagen. "Wir werden sicherstellen, dass dieses Land ordnungsgemäß regiert wird", sagt er.
+++ 18:30 US-General beschreibt Einzelheiten der US-Militäroperation +++
An der US-Militäraktion in Venezuela waren nach den Worten von US-General John Caine 150 Flugzeuge und Helikopter beteiligt. Die Operation sei monatelang durch die Geheimdienste vorbereitet worden, erläutert der Vorsitzende des Vereinigten US-Generalstabs. Man habe den Tagesablauf von Maduro gekannt, was er esse, wo er sich bewege, was seine Haustiere seien. Man habe mit Geduld auf den richtigen Zeitpunkt gewartet, um das Überraschungsmoment zu nutzen und zivile Schäden so gering wie möglich zu halten. Auch das Wetter sei entscheidend gewesen. US-Präsident Trump habe den Angriff um 22.46 Uhr US-Ostküsten-Zeit angeordnet. Bei der Operation seien die US-Helikopter beschossen worden. Einer sei getroffen worden, aber flugtauglich geblieben. Das US-Militär habe das Feuer erwidert. Die Operation sei erfolgreich beendet worden, aber die Streitkräfte in der Region blieben in Alarmbereitschaft.
+++ 18:19 Trump: US-Embargo gegen Öl aus Venezuela bleibt bestehen +++
Das US-Embargo gegen venezolanisches Öl bleibt vorerst in Kraft. Das kündigt US-Präsident Trump an. Die US-Marine bleibe ebenfalls in Position. Die USA behielten sich alle militärischen Optionen vor, "bis unsere Forderungen in vollem Umfang erfüllt sind".
+++ 18:09 Trump: Bereit für zweite Welle von Angriffen auf Venezuela +++
US-Präsident Donald Trump stellt eine "zweite, deutlich größere Welle" von Angriffen in Venezuela in Aussicht. Diese sei wahrscheinlich nicht nötig, weil das US-Militär bei seiner Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro "so erfolgreich" gewesen sei, sagt er bei seinem Auftritt vor Journalisten in Florida. "Wir sind aber darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich größere Welle durchzuführen."
+++ 17:53 Trump: USA werden in Venezuela vorerst die Macht ausüben +++
Nach ihrem Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro wollen die USA nach Trumps Worten vorübergehend die Führung des Landes übernehmen. "Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können", sagt Trump bei einer Pressekonferenz in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago in Florida. Gleichzeitig kündigt er an, US-Ölunternehmen sollten in Venezuela aktiv werden, um "anzufangen, Geld für das Land zu machen".
+++ 17:35 Trump veröffentlicht Foto von gefesseltem Maduro mit verbundenen Augen +++
Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz hat US-Präsident Donald Trump ein Foto veröffentlicht, das diesen in Handschellen und mit verbundenen Augen zeigt. Auf dem Bild sei Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs "USS Iwo Jima" zu sehen, kommentierte Trump in Onlinediensten das Foto des mit einem grauen Jogginganzug bekleideten langjährigen venezolanischen Staatschefs.
+++ 17:11 Auswärtiges Amt verhängt Reisewarnung für ganz Venezuela +++
Die Bundesregierung hat nach Angaben des Auswärtigen Amtes eine Reisewarnung für ganz Venezuela ausgesprochen. Der Krisenstab der Bundesregierung sei im Auswärtigen Amt zusammengetreten, sagt eine Sprecherin des Außenamts. Deutsche Staatsangehörige im Land seien aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben. Das Auswärtige Amt stehe im engsten Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Eine klare Einschätzung zu der Festsetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär gibt es weiter nicht. Die Bundesregierung betrachte die Lage "weiter mit Sorge, fortlaufend und sehr genau", heißt es nur. Man stimme sich mit Partnern ab. "Wir rufen alle Beteiligten auf, nichts zu tun, was zu einer Zuspitzung der Lage führen könnte und Wege zu einer politischen Beilegung zu suchen. Völkerrechtliche Normen sind einzuhalten." Die Venezolanerinnen und Venezolaner verdienten "eine friedliche und demokratische Zukunft".
+++ 17:02 Machado: Oppositioneller Gonzalez soll Präsident werden +++
Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado fordert nach der Festnahme von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, heißt es in einer auf X veröffentlichten Mitteilung Machados. Die "Stunde der Freiheit" für Venezuela sei gekommen, so Machado.
+++ 16:53 Senator: FBI war Teil bei Venezuela-Angriff +++
Die US-Bundespolizei FBI war nach Angaben eines Senators bei der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte beteiligt. Es sei nicht nötig gewesen, den US-Kongress über die Pläne von US-Präsident Donald Trump zu informieren, da es sich um die Festnahme eines Drogenhändlers handele, behauptet der republikanische Senator Tom Cotton in einem Gespräch mit Fox News. "Der Kongress muss nicht jedes Mal benachrichtigt werden, wenn die Exekutive eine Festnahme vollzieht", rechtfertigt er den US-Angriff. Es sei zudem gut gewesen, dass das US-Parlament nicht im Vorfeld involviert worden sei - sonst hätte der Angriff womöglich öffentlich gemacht werden können, spekuliert Cotton.
+++ 16:44 Russland fordert von den USA Freilassung Maduros +++
Russland hat die USA aufgefordert, den gefangen genommenen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Frau freizulassen. "Wir fordern die amerikanische Führung nachdrücklich auf, ihre Position zu überdenken und den rechtmäßig gewählten Präsidenten des souveränen Landes und seine Frau freizulassen", erklärt das Außenministerium in Moskau.
+++ 16:27 Trump: Habe Maduro zur Kapitulation aufgefordert +++
US-Präsident Trump hat nach eigenen Worten vor einer Woche Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro zur Kapitulation aufgefordert. "Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben", sagt Trump im Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News. Maduro und er hätten vor etwa einer Woche miteinander telefoniert. Der nun von US-Eliteeinheiten festgenommene Staatschef habe sich geweigert. Am Morgen hatte Trump den Angriff auf Venezuela bestätigt. Im Gespräch mit Fox News sagte er, dass die US-Streitkräfte auch für einen zweiten Schlag vorbereitet gewesen wären.
+++ 16:19 China: USA verstoßen in "schwerwiegender Weise gegen Völkerrecht" +++
China hat die Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA scharf verurteilt. "China ist zutiefst erschüttert und verurteilt die Anwendung von Gewalt durch die USA gegen einen souveränen Staat und die Anwendung von Gewalt gegen den Präsidenten eines Landes auf das Schärfste", teilt das Außenministerium in Peking in einer Erklärung mit. "China lehnt ein solches hegemoniales Verhalten der USA entschieden ab, das in schwerwiegender Weise gegen das Völkerrecht verstößt, die Souveränität Venezuelas verletzt und den Frieden und die Sicherheit in Lateinamerika und der Karibik bedroht." Die Regierung fordert die USA auf, sich an das Völkerrecht sowie die Ziele und Grundsätze der UN-Charta zu halten. Sie sollten aufhören, die Souveränität und Sicherheit anderer Länder zu verletzen.
+++ 16:04 Trump: Kein Vertreter der Maduro-Regierung wird ihm in Venezuela nachfolgen +++
Dem bei einem US-Militäreinsatz in Venezuela gefangen genommenen Präsidenten Nicolás Maduro soll nach den Worten von US-Präsident Donald Trump kein Vertreter von dessen Regierung nachfolgen. Er werde niemandem erlauben, "dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat", sagt Trump in einem Telefoninterview dem US-Sender Fox News mit Blick auf Maduro. Der venezolanische Staatschef sei in einer Art "Festung" gefangen genommen worden und solle nach New York gebracht werden.
+++ 15:49 Trump: Venezuelas Präsident auf Schiff außer Landes gebracht +++
Maduro und seine Frau werden nach Angaben von US-Präsident Trump nach New York gebracht. Sie seien auf ein Schiff gebracht worden, sagt Trump dem Sender Fox News. Bei dem Einsatz habe es aufseiten der USA keine Toten, aber einige wenige Verletzte gegeben.
+++ 15:42 Trump: Habe Gefangennahme Maduros live mitverfolgt - wie eine "Fernsehshow" +++
Trump hat Maduros Gefangennahme durch das US-Militär nach eigenen Angaben live mitverfolgt. Es sei wie eine "Fernsehshow" gewesen, sagt Trump in einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News. "Ich habe zugeschaut, buchstäblich, als wenn ich eine Fernsehshow gesehen hätte", sagt Trump und fügte hinzu: "Und wenn Sie das Tempo gesehen hätten, die Gewalt". Sie hätten das "in einem Raum angeschaut und jede Einzelheit gesehen", führt Trump weiter aus, ohne Angaben dazu zu machen, wer für die Direktübertragung der Gefangennahme Maduros verantwortlich war.
+++ 15:24 Navidi zu US-Großmachtfantasie: Caracas-Angriff "war sicher mit Putin abgesprochen" +++
Öffentlich verurteilt die russische Führung den US-amerikanischen Schlag gegen Venezuela und die Entführung von Nicolás Maduro. USA-Expertin Sandra Navidi geht jedoch davon aus, dass der Kreml Bescheid wusste. Der Vorwand der Drogen-Bekämpfung sei eine "reine Fabrikation".
+++ 15:10 US-Vize JD Vance: "Maduro musste erfahren, dass Trump meint, was er sagt" +++
Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela hat US-Vizepräsident JD Vance erklärt, dass Nicolás Maduro der Jüngste sei, "der erfahren musste, dass Präsident Trump meint, was er sagt." Trump habe mehrere Auswege angeboten, "machte jedoch während des gesamten Prozesses sehr deutlich: Der Drogenhandel muss aufhören, und das gestohlene Öl muss an die Vereinigten Staaten zurückgegeben werden", so Vance.
+++ 14:54 USA setzten Rekord-Kopfgeld auf Maduro aus +++
Im August 2025 erhöhten die USA die Belohnung für Hinweise, die zur Festnahme von Venezuelas linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro führen, auf 50 Millionen US-Dollar. Dies ist das höchste jemals von den USA ausgesetzte Kopfgeld auf eine Einzelperson.
+++ 14:44 Von der Leyen: EU für friedlichen Übergang in Venezuela +++
Die EU stehe an der Seite der Menschen in Venezuela und unterstütze einen friedlichen, demokratischen Übergang, schreibt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X. Zudem werde sichergestellt, dass EU-Bürger im Land auf die volle Unterstützung der EU zählen könnten.
+++ 14:26 Was kommt nach Maduro? Experte Jäger: "Im Worst Case ist Venezuela gescheiterter Staat" +++
Die Entführung des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro hinterlässt im Land ein gefährliches Macht-Vakuum, unterstreicht Politikexperte Thomas Jäger. Er rechnet zeitnah im einem Machtkampf in dem Karibikstaat.
+++ 14:13 Bundesregierung besorgt - Kritik aber auch Zuspruch für USA +++
Der US-Militäreinsatz in Venezuela sorgt in Deutschland für Kritik, erntet teils jedoch auch Zuspruch. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, die Lage in dem südamerikanischen Land werde "mit größter Sorge" verfolgt. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter verurteilte das Vorgehen der USA scharf und verurteilte es in der "Bild"-Zeitung als "Putsch". Sein Parteikollege Jürgen Hardt äußerte hingegen die Hoffnung, dass Venezuela von einem Regierungswechsel profitiere. "Maduro hat seit vielen Jahren die Zivilgesellschaft in Venezuela unterdrückt und Terror und Drogen in der Region verbreitet", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Grünen-Chef Omid Nouripour warnt vor einem Ende der regelbasierten internationalen Ordnung. Wer sie durch das Recht des Stärkeren ersetzen wolle und das Völkerrecht ignoriere, gefährde Frieden weltweit, sagt er T-online. Die Linke fordert indes eine entschiedene Reaktion der Bundesregierung. "Wer wie Trump das Völkerrecht bricht und Präsidenten entführen lässt, der betreibt brutalen Staatsterrorismus", erklärt der Parteichef der Linken, Jan van Aken.
+++ 13:55 Thiele ordnet US-Angriff ein: "Ist auch als Signal an andere Staaten zu verstehen" +++
Eine Delta-Force-Spezialeinheit des US-Militärs bringt den venezolanischen Staatschef und dessen Ehefrau außer Landes. Militärexperte Ralph Thiele rechnet damit, dass es sich um eine präzise und zeitlich begrenzte Aktion handelt.
+++ 13:43 USA klagen Maduro wegen Drogenhandels und Terrorismus an +++
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Frau Cilia Flores sind in New York angeklagt worden, schreibt US-Justizministerin Pamela Bondi auf X. Sie würden bald mit "dem ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten konfrontiert werden", so Bondi. Demnach lauten die Anklagepunkte:
Verschwörung zum Drogenterrorismus
Verschwörung zum Kokainimport
Besitz von Maschinengewehren und Sprengkörpern
Verschwörung zum Besitz von Maschinengewehren und Sprengkörpern gegen die Vereinigten Staaten
+++ 13:29 Milei feiert Maduros Festsetzung durch die USA +++
Argentiniens Präsident Javier Milei feiert die von den USA verkündete Festsetzung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. "DIE FREIHEIT SCHREITET VORAN, ES LEBE DIE FREIHEIT VERDAMMT NOCHMAL", schrieb der ultraliberale Politiker auf X in Versalien zu einem Nachrichtenbericht, den er auf der Plattform teilte.
+++ 13:13 USA-Experte Denison: Attacke "war Alleingang der Trump-Regierung" +++
Politikwissenschaftler und USA-Experte Andrew B. Denison geht davon aus, dass die US-Regierung um Donald Trump sich nicht mit dem Kongress über die Attacke auf Venezuela abgestimmt hat. Für ntv blickt er außerdem auf die mögliche Zukunft Venezuelas.
+++ 12:59 US-Senator: US-Militäreinsatz gegen Venezuela laut Rubio abgeschlossen +++
Der US-Militäreinsatz gegen Venezuela und dessen linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro soll nach Angaben eines US-Senators inzwischen beendet sein. Der republikanische Senator Mike Lee erklärt am frühen Morgen (Ortszeit), dies habe ihm US-Außenminister Marco Rubio in einem Telefonat mitgeteilt. Rubio erwarte nach der Gefangennahme Maduros "kein weiteres Vorgehen in Venezuela".
+++ 12:48 Kallas ruft nach Telefonat mit Rubio zur Zurückhaltung auf +++
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio zur Zurückhaltung aufgerufen. "Die EU hat wiederholt erklärt, dass Herrn Maduro die Legitimität fehlt und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen", schreibt sie in den sozialen Medien. "Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf", fügt sie hinzu, ohne die USA direkt zu kritisieren. Die Sicherheit der EU-Bürger in Venezuela habe für die EU oberste Priorität.
+++ 12:37 Warum Maduro ein Dorn im Auge von US-Präsident Trump ist +++
Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas, außerdem gibt es Luftangriffe auf Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen. Laut US-Medien hat Donald Trump den Angriff auf Venezuela angeordnet. Aber was will der US-Präsident damit erreichen?
+++ 12:30 Venezuela beantragt nach US-Angriff Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats +++
Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat die Regierung in Caracas eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. "Im Angesicht der kriminellen Aggression durch die US-Regierung auf unser Heimatland haben wir eine dringliche Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen beantragt", erklärt Außenminister Yvan Gil auf Telegram. Aufgabe des Gremiums sei es, "das Völkerrecht aufrecht zu erhalten".
+++ 12:16 Venezuelas Vizepräsidentin fordert Lebenszeichen von Maduro +++
Nach den US-Angriffen auf Venezuela und der Festnahme des autoritären Staatschefs Maduro hat die Vizepräsidentin des südamerikanischen Landes ein Lebenszeichen des festgesetzten Staatschefs gefordert. "Wir wissen nicht, wo Präsident Nicolás Maduro und die First Lady Cilia Flores sind", sagt Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. "Wir fordern von der Regierung von Präsident Donald Trump sofort ein Lebenszeichen von Präsident Maduro und der First Lady."
+++ 12:08 Senator: Maduro soll in USA vor Gericht +++
Die USA wollen Venezuelas Präsidenten Nicolas Maduro nach Angaben des US-Senators Mike Lee in den Vereinigten Staaten vor ein Strafgericht stellen. Er habe dies von Außenminister Marco Rubio in einem Telefonat erfahren, sagt Lee. Rubio gehe auch nicht von "weiteren Handlungen" in Venezuela aus, jetzt da sich Maduro in US-Gewahrsam befinde. Lee ist wie Rubio und Präsident Donald Trump Mitglied der Republikanischen Partei.
+++ 11:58 Experte: Was hinter Trumps Angriff auf Venezuela steckt +++
Donald Trump bestätigt, Angriffe auf Venezuela und die Entführung von Staatschef Nicolás Maduro angeordnet zu haben. Klemens Fischer, Professor für internationale Beziehungen und Geopolitik, erklärt die Dimensionen dieser militärischen Eskalation.
+++ 11:49 Soldaten und Zivilisten bei US-Angriff auf Venezuela getötet +++
Bei dem US-Angriff auf Ziele in Venezuela sind nach Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden. "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat", sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen.
+++ 11:45 Russland verurteilt US-Angriff auf Venezuela als "verwerflich" +++
Russland hat den US-Militärangriff auf Venezuela mit deutlichen Worten verurteilt. Das Vorgehen sei "zutiefst beunruhigend und verwerflich", erklärt das russische Außenministerium in Moskau. Es gebe keine Rechtfertigung für diese "bewaffnete Aggression".
+++ 11:39 "New York Times": Keine Opfer auf US-Seite +++
Bei dem Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro gibt es laut einem Medienbericht keine Opfer auf US-Seite. Dies berichtet die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Ob es aufseiten Venezuelas bei dem Angriff Opfer gibt, kommentierte die Person nicht. Unklar ist, ob damit Tote oder Verletzte gemeint waren.
+++ 11:28 US-Vize-Außenminister: Maduro wird zur Rechenschaft gezogen +++
Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Außenminister Christopher Landau für seine "Verbrechen" zur Rechenschaft gezogen. "Der Tyrann ist gestürzt", schrieb Landau auf X.
+++ 11:21 Krisenstab der Bundesregierung tritt zusammen +++
Im Auswärtigen Amt wird heute der Krisenstab der Bundesregierung zusammentreten. "Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolgen die aktuellen Meldungen mit größter Sorge", heißt es im Außenministerium. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit "in Teilen noch unübersichtlich". Die Bundesregierung stimme sich eng mit den Partnern ab.
+++ 11:14 US-Politiker: "Dieser Krieg ist illegal" +++
Nach dem Angriff der USA auf Venezuela äußern mehrere US-Parlamentarier Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego schreibt bei X: "Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten". Auch ein Parteifreund von US-Präsident Trump, der republikanische Senator Mike Lee von Utah, meldete Zweifel an: "Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was - falls überhaupt etwas - diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt."
+++ 10:50 Venezuela kündigt "massiven" Einsatz all seiner militärischen Mittel an +++
Wegen des US-Angriffs auf Venezuela kündigt das südamerikanische Land einen "massiven" Einsatz all seiner militärischen Mittel an. Es werde einen "massiven Einsatz aller Land-, Luft-, Marine-, Fluss- und ballistischer Mittel geben", sagt der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino zur Begründung in einer Rede, die in Online-Netzwerken verbreitet wird.
+++ 10:29 Trump: Maduro festgenommen +++
US-Präsident Donald Trump bestätigt einen US-Angriff auf Venezuela. "Die Vereinigten Staaten von Amerika haben erfolgreich einen groß angelegten Angriff gegen Venezuela und dessen Staatschef, Präsident Nicolas Maduro, durchgeführt", schreibt er auf seiner Plattform Truth Social. Maduro sei "zusammen mit seiner Frau festgenommen und aus dem Land geflogen" worden, heißt es weiter.
+++ 10:28 Iran verurteilt Angriff auf Venezuela +++
Der Iran verurteilt den US-Angriff auf Venezuela scharf. Es handle sich um eine "eklatante Verletzung seiner nationalen Souveränität und territorialen Integrität", teilt das iranische Außenministerium mit. Iran fordert den UN-Sicherheitsrat auf, "sofort zu handeln, um die unrechtmäßige Aggression zu stoppen" und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der Iran ist ein enger Verbündeter Venezuelas.
+++ 10:22 Kuba verurteilt "kriminellen Angriff" auf Venezuela +++
Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat die Militärschläge in Venezuela als "kriminellen US-Angriff" auf das verbündete südamerikanische Land verurteilt. "Unsere Friedenszone wird gerade brutal angegriffen", schreibt der Präsident des sozialistischen Karibikstaates auf X. Díaz-Canel forderte die internationale Gemeinschaft auf, dringend darauf zu reagieren. Es handele sich um "Staatsterror gegen das mutige venezolanische Volk und gegen unser Amerika".
+++ 09:19 Insider: USA führen Angriffe aus +++
Ein offizieller Vertreter der USA erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die USA in Venezuela Angriffe ausführen. Der Insider, der anonym bleiben will, nennt keine Details.
+++ 08:52 Maduro wirft USA Aggression vor +++
Venezuelas Präsident Maduro wirft den USA eine militärische Aggression vor. Sein Land lehne diese Aggression ab, heißt es in einer Erklärung des Staatschefs. Ziel der Angriffe waren demnach die Hauptstadt Caracas und La Guaira sowie die Bundesstaaten Miranda und Aragua.
+++ 08:45 Venezuela ruft Notstand aus +++
Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat den nationalen Notstand ausgerufen. Das teilt seine Regierung mit.
+++ 08:10 Berichte über Explosionen in Venezuelas Hauptstadt Caracas +++
In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich Medienberichten zufolge eine Reihe von Explosionen ereignet. Auf vom Fernsehsender NTN24 veröffentlichten Bildern waren Explosionen und Rauchwolken zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen.
+++ 07:51 AFP-Journalist: Starke Explosionen in Venezuelas Hauptstadt Caracas zu hören +++
In der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind in der Nacht zu Samstag (Ortszeit) starke Explosionen zu hören gewesen. Begleitet wurde dies von Lärm, der dem Überflug von Flugzeugen glich, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der Vorfall begann gegen 02.00 Uhr (Ortszeit, 07.00 Uhr MEZ), gegen 2.15 Uhr dauerte der Lärm immer noch an. Um 2.38 Uhr war eine weitere Explosion in Caracas zu spüren. In Online-Netzwerken wurden Bilder von großen Bränden mit Rauchsäulen veröffentlicht. Allerdings war es nicht möglich, den genauen Ort der Aufnahmen festzustellen. Die Explosionen ereigneten sich offenbar im Süden und Osten der venezolanischen Hauptstadt.
+++ 07:44 Rauchwolke über Venezuelas Hauptstadt - Flugzeuge zu hören +++
Über der Hauptstadt von Venezuela ist mindestens eine Rauchwolke zu sehen. Flugzeuge sind zu hören, ebenso wie laute Geräusche, wie eine Mitarbeiterin der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Im südlichen Teil von Caracas, unweit einer großen Militärbasis, gibt es demnach keinen Strom. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt mit einem militärischen Eingreifen in Venezuela gedroht.