Politik

Nach Stuttgarter Krawallen AKK fordert "echten Rückhalt" für Polizei

Die Ausschreitungen von Stuttgart, als Polizisten ins Visier von Randalierern gerieten, wirken nach: CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer bricht eine Lanze für die Polizei in ganz Deutschland. Und auch Stuttgarts Oberbürgermeister Kuhn stellt sich schützend vor die Polizei.

Nach den Ausschreitungen von Stuttgart fordert CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer "echten Rückhalt" für die Polizei in Deutschland. "Diese unfassbare Gewalt muss Konsequenzen haben", schrieb die Verteidigungsministerin bei Twitter. "Aber Polizeibeamte erleben auch im normalen Dienst Respektlosigkeit, Angriffe und Gewalt. Was sie brauchen ist echter Rückhalt, keine Lippenbekenntnisse."

Es wäre jetzt "der richtige Zeitpunkt, um so etwas wie den Generalverdacht des Rassismus zurückzunehmen", so die CDU-Chefin weiter. Konkret forderte sie die Rücknahme des umstrittenen Berliner Antidiskriminierungsgesetzes, das nach Ansicht von Kritikern die Polizei einem Generalverdacht unterstellen könnte.

In Stuttgart hatten Hunderte Menschen in der Nacht zum Sonntag randaliert und Polizeibeamte angegriffen. Bei den gewalttätigen Ausschreitungen wurden die Einsatzkräfte mit Flaschen und Steinen beworfen. Mindestens 19 Polizeibeamte wurden nach Polizeiangaben verletzt, zahlreiche Geschäfte wurden geplündert.

Kuhn: kein Rassismus-Problem bei Polizei

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn äußerte sich indes nach den Krawallen in Stuttgart zu möglichen Parallelen zu den weltweiten Anti-Rassismus-Demos. "Ich habe die letzten Jahre die Stuttgarter Polizei so erlebt, dass sie ganz liberal und weltoffen ist und kein rassistische Profil hat oder dass ich rassistische Strukturen sehe", sagte Kuhn.

Er wolle aber nicht ausschließen, dass durch Bilder in den Medien von US-Protesten "sich der ein oder andere vielleicht besonders ermutigt fühlt, etwas gegen die Polizei zu unternehmen".

Quelle: ntv.de, bad/AFP/dpa