Politik

RTL/ntv-TrendbarometerAfD bleibt deutlich vor Union, Grüne legen leicht zu

26.05.2026, 12:30 Uhr
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Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla führen unverändert die nach Umfragen stärkste Partei an. (Foto: picture alliance / Flashpic)

Zum Rekordwert der Vorwoche reicht es nicht mehr für die AfD, dennoch bleibt sie deutlich stärkste Kraft im Trendbarometer. Die Werte für Schwarz-Rot sind unverändert desaströs.

Eine Woche nachdem das RTL/ntv-Trendbarometer einen Rekordwert von 28 Prozent Zustimmung für die AfD verzeichnet hat, gibt die Partei um einen Prozentpunkt nach. Die größte Oppositionspartei im Bundestag liegt aber weiter deutlich vor der zweitplatzierten Union. Zulegen können einzig die Grünen - um einen Prozentpunkt. Damit liegen beide Bewegungen innerhalb der statistischen Fehlertoleranz von 2,5 Prozent.

Die Zustimmungswerte für Bundeskanzler Friedrich Merz verharren auf extrem niedrigen Niveau - ebenso wie die CDU und CSU zugeschriebenen Kompetenzwerte. Auch der kleine Koalitionspartner SPD hat nach der von Forsa erhobenen Umfrage keinen Anlass zur Freude. Würde in dieser Woche gewählt, fielen die Zustimmungswerte der gemessenen Parteien wie folgt aus:

  • AfD 27 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent)

  • CDU/CSU 22 Prozent (28,5 Prozent)

  • Grüne 15 Prozent (11,6 Prozent)

  • SPD 12 Prozent (16,4 Prozent)

  • Linke 11 Prozent (8,8 Prozent)

  • FDP 4 Prozent (4,3 Prozent)

  • BSW 3 Prozent (4,981 Prozent)

  • Sonstige 6 Prozent (3,0 Prozent)

Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 25 Prozent weiter deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).

Bei der Frage, welche Partei "mit den Problemen in Deutschland am besten fertig" wird, nennen 13 Prozent die AfD - zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Die Union nennen 12 Prozent der Befragten. Das macht ebenfalls einen Punkt weniger. Unverändert rangieren die Grünen bei 8 Prozent, die SPD bei 5 Prozent und die Linke bei 4 Prozent. Sonstige Parteien kommen mit 3 Prozent auf einen Punkt mehr als in der Vorwoche. Keiner Partei trauen 55 Prozent der Befragten politische Kompetenz zu - zwei Punkte mehr als zuvor.

Die schwachen Werte der Union korrespondieren mit dem schlechten Bild, das die allermeisten Befragten von der Arbeit des CDU-Vorsitzenden Merz als Bundeskanzler haben. Wie schon in den vorangegangenen beiden Wochen sagen nur 14 Prozent, sie seien mit der Arbeit des Regierungschefs zufrieden. Dagegen sagen 84 Prozent, sie seien nicht zufrieden - ein Punkt weniger als in der Vorwoche.

Auch unter den Anhängern von CDU und CSU ist mit 44 Prozent weiter nur eine Minderheit mit Merz zufrieden - immerhin drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Dafür fällt auch bei den Anhängern des Koalitionspartners SPD die Zufriedenheit mit Merz weiter - um einen Punkt auf nunmehr 18 Prozent. Unter den Grünen-Anhängern sind 9 Prozent zufrieden mit der Arbeit des Bundeskanzlers, bei den Anhängern der Linken sind es 3 Prozent und 1 Prozent bei jenen der AfD.

Die ökonomischen Erwartungen sind kaum verändert - und damit weiterhin schlecht. Unverändert 14 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern werden. Von einer Verschlechterung gehen 67 Prozent aus, ein Punkt weniger als in der Woche zuvor.

Wichtigstes politisches Thema der Woche ist laut 36 Prozent der Befragten die Lage der Bundesregierung, gefolgt von der wirtschaftlichen Lage mit 31 Prozent. Weiter nannten 26 Prozent den Konflikt zwischen den USA und Iran sowie 18 Prozent den Krieg in der Ukraine. Kriege und Konflikte allgemein zählten 9 Prozent auf. Jeweils 7 Prozent entfallen auf die Themen Reform der Krankenkassen, auf Rente und Rentendiskussion, auf die Benzinpreise und die Situation in den USA. Weitere 5 Prozent nannten das Thema Zuwanderung.

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 19. und 22. Mai erhoben. Datenbasis: 2002 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.

Quelle: ntv.de, shu/cwo

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