Politik
Gera im Osten Thüringens wird künftig von einem parteilosen Bürgermeister regiert.
Gera im Osten Thüringens wird künftig von einem parteilosen Bürgermeister regiert.(Foto: picture alliance / Bodo Schackow)
Montag, 30. April 2018

FDP gewinnt in Jena: AfD verpasst Einzug in Geraer Rathaus

Er hat es bis in die Stichwahl geschafft - dort aber verliert er deutlich: In Thüringen greift die AfD mit ihrem Kandidaten nach dem Schlüssel zum Geraer Rathaus. Doch am Ende setzt sich ein Parteiloser durch. Auch in anderen Städten gibt es Überraschungen.

Die AfD ist im Ringen um das Oberbürgermeisteramt in der thüringischen Stadt Gera klar gescheitert. In der Stichwahl verlor der Bewerber gegen den parteilosen Kandidaten Julian Vonarb. Dieser setzte sich am Sonntag nach vorläufigen Ergebnissen mit 69,8 Prozent der Stimmen gegen den AfD-Herausforderer Dieter Laudenbach durch, wie das Thüringer Landesamt für Statistik bekannt gab. Laudenbach konnte den Angaben zufolge 30,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,4 Prozent.

Zuvor hatte unter anderem der Thüringer CDU-Chef Mike Mohring dazu aufgerufen, den AfD-Gegenkandidaten Vonarb zu unterstützen. Die bisherige Geraer Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos) war bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen abgewählt worden. Außer in Gera waren in vier weiteren kreisfreien Städten sowie in drei Landkreisen und 23 Gemeinden Stichwahlen nötig, weil zunächst keiner der Bewerber die erforderliche Mehrheit erreichte.

Dabei verteidigte der frühere SPD-Landeschef Andreas Bausewein seinen Oberbürgermeisterposten in der Landeshauptstadt Erfurt gegen die CDU-Herausforderin Marion Walsmann. Gleiches gelang der Linken-Politikerin Katja Wolf in Eisenach. In Jena indes setzte sich FDP-Kandidat Thomas Nitsche gegen den SPD-Amtsinhaber durch. Auch in Suhl gibt es einen Wechsel auf dem Chefposten im Rathaus. Die Waffenstadt hat mit André Knapp künftig ein CDU-Oberhaupt.

Bei der Kommunalwahl war die CDU landesweit stärkste Partei geworden. Die Regierungsparteien Linke, SPD und Grüne mussten allesamt Verluste hinnehmen.

Quelle: n-tv.de