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Superministerium in Bayern lockt Aigner gibt Amt vorzeitig ab

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Aigner zieht es nach Bayern zurück.

(Foto: imago stock&people)

In Bayern gilt Ilse Aigner als Kronprinzessin. Nach der Landtagswahl erwartet sie in München offenbar ein zentraler Posten im neuem Kabinett. Ihre Aufgabe als Bundesverbraucherministerin interessiert Aigner da nicht mehr.

Noch vor der Bildung einer neuen Bundesregierung zeichnet sich eine personelle Veränderung am Kabinettstisch von Kanzlerin Angela Merkel ab. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, die in den bayerischen Landtag gewählt wurde, wird ihr Amt wie angekündigt vorzeitig zurückgeben, wie ihr Sprecher erläuterte. "Der genaue Termin steht noch nicht fest."

Über eine Stellvertretung in der verbleibenden Amtszeit der schwarz-gelben Regierung entscheide das Kanzleramt. Welcher andere Ressortchef das Ministerium mit verantworten soll, wurde nicht gesagt. "Wir warten ab, bis Frau Aigner ihr Amt abgibt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

In Bayern gilt Aigner als "Kronprinzessin" und soll voraussichtlich einen zentralen Posten im bayerischen Kabinett übernehmen. Das verlautete übereinstimmend aus CSU-Fraktionskreisen. Noch vergangenen Woche war Aigner in der CSU als klare Favoritin für den Fraktionsvorsitz gehandelt worden.

Erwartet wird demnach, dass die Oberbayerin in München ein neu gezimmertes Superministerium übernimmt: ein um zusätzliche Kompetenzen erweitertes Wirtschaftsministerium. Beispielsweise könnten dort die Zuständigkeiten für Energiewende und Energiepolitik gebündelt werden.

Auch Aigner selbst habe jetzt die klare Präferenz, Ministerin werden zu wollen, hieß es. Denn die Rückeroberung der absoluten Mehrheit der CSU bedeute ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten für das Kabinett. Aigner selbst hatte sich in den vergangenen Wochen nie zu ihren Präferenzen - Ministerin oder Fraktionschefin - geäußert.

Söder soll Kabinettsposten behalten

Die CSU-Fraktion kommt an diesem Nachmittag zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Parteichef und Ministerpräsident Horst Seehofer hatte angekündigt, dass er Personalentscheidungen erst in der kommenden Woche bekanntgeben will. Sein neues Kabinett solle Mitte Oktober feststehen, hatte er am Montag erklärt.

Neuer Fraktionsvorsitzender soll nach Angaben aus CSU-Kreisen der bisherige Staatskanzleichef Thomas Kreuzer werden. Der Schwabe, der schon einmal Vize-Fraktionschef war, war neben Aigner zuletzt immer wieder als zweiter Favorit für den Spitzenposten gehandelt worden. Finanzminister Markus Söder soll seinen Kabinettsposten behalten.

Die CSU hatte bei der Landtagswahl am 15. September die absolute Mehrheit in Bayern zurückerobert. Deshalb hat Seehofer bei den neuen Ressortzuschnitten und Personalentscheidungen freie Hand. Die FDP hatte zwei Minister und einen Staatssekretär gestellt.

Quelle: n-tv.de, ghö/dpa

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