Politik

"CSU hat offenbar Angst" Aiwanger kontert Söder in Impfstreit

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Aiwanger hat bislang auf eine Corona-Impfung verzichtet. Seine Freien Wähler sind Koalitionspartner der CSU.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Bayerns Landesregierung kommt nicht zur Ruhe: Nach der erneuten Kritik von Ministerpräsident Söder an den Impf-Aussagen seines Vizes Aiwanger, geht der Chef der Freien Wähler in die Offensive - Söders CSU betreibe Wahlkampftaktik, er selbst habe mit "Querdenkern" nichts zu tun.

Der Streit zwischen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und seinem Vize Hubert Aiwanger geht in die nächste Runde. Nach Söders Kritik an Aiwanger wehrt sich dieser und wirft der CSU Wahlkampftaktik vor. "Die CSU hat offenbar Angst vor einem schlechten Bundestagsergebnis und greift deshalb ohne Not den eigenen Koalitionspartner an", sagte der Chef der Freien Wähler der "Bild"-Zeitung.

"Ich wurde vor laufender Kamera zu meinem Impfstatus gefragt und vertrete die Meinung, dass Impfen ein wichtiger Baustein der Corona-Bekämpfung ist, aber trotzdem eine persönliche Entscheidung bleiben muss. Das hat nichts mit Schamanentum oder Querdenken zu tun, sondern ist ein persönliches Freiheitsrecht", sagte Aiwanger, der bislang auf eine Corona-Impfung verzichtet hat. Söder hatte dem "Spiegel" zuvor mit Blick auf Aiwanger gesagt: "Wer glaubt, sich bei rechten Gruppen und Querdenkern anbiedern zu können, verlässt die bürgerliche Mitte und nimmt am Ende selbst Schaden."

Aiwanger hatte zuletzt von einer "Jagd" auf Ungeimpfte in Deutschland gesprochen und auch vor einer "Apartheids-Debatte" gewarnt, die von Impfgegnern losgetreten werden könnte, sollten Ungeimpfte weniger Rechte bekommen. Nachdem er seine Entscheidung, sich nicht impfen lassen zu wollen, zunächst noch mit Abwarten erklärt hatte, begründete der 50-Jährige seinen Verzicht zuletzt mit massiven Nebenwirkungen in seinem Bekanntenkreis durch die Impfung, ohne dies konkret zu untermauern. Der bayerische Wirtschaftsminister kandidiert für den Bundestag und hofft, mit seiner Partei die Fünf-Prozent-Hürde zu durchbrechen.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa/AFP

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