Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 21:55 Brand an US-Konsulat in Dubai +++
In der emiratischen Metropole Dubai ist nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff am US-Konsulat ein Feuer ausgebrochen. Es habe dort einen "Vorfall mit einer Drohne" gegeben, teilt das Medienbüro der Stadt mit. Die Rettungskräfte hätten sofort reagiert, Verletzte habe es nicht gegeben. Videos zeigten eine Explosion im Zentrum von Dubai und kurz darauf einen Brand. Die US-Botschaft im Land hatte zuvor bereits dazu aufgerufen, wegen der Gefährdung keineswegs zur Botschaft oder dem Konsulat zu kommen.
+++ 21:46 Merz: Plan zum Machtwechsel im Iran nicht ohne politisches Risiko +++
Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU hat auf einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump ein weiteres Mal die Hoffnung auf einen Machtwechsel im Iran geäußert. "Wenn nun dieses Regime an sein Ende kommt, dann ist das eine gute Nachricht für den Iran, für die Menschen im Iran, und auch für diejenigen, die außerhalb des Iran heute leben, und es ist eine gute Nachricht für die ganze Welt." Man wisse aber nicht, ob der Plan aufgehe, so Merz, "ob die Militärschläge von außen einen politischen Wandel nach innen heraus ermöglichen", sagt Merz. "Dieser Plan ist nicht ohne Risiko." Merz nannte es "vordringlich", dass der Iran "seine wahllose Attacken" gegen die gesamte Region einstelle. "Iran muss sein Nuklearprogramm, sein Raketenprogramm und den Terror und die Unterdrückung beenden", so Merz.
+++ 21:30 Frankreich entsendet Flugzeugträger "Charles de Gaulle" ins Mittelmeer +++
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs verlegt Frankreich seinen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" ins Mittelmeer. "Angesichts dieser instabilen Lage und der Ungewissheit der kommenden Tage habe ich dem Flugzeugträger 'Charles de Gaulle', seinen Luftstreitkräften und seiner Fregattenbegleitung den Befehl gegeben, Kurs auf das Mittelmeer zu nehmen", sagt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache. Zudem sollen zusätzliche Rafale-Kampfjets, Luftabwehrsysteme und luftgestützte Radarsysteme in die vom Iran-Krieg betroffenen verbündeten Länder verlegt werden, kündigt Macron an. Er verwies auf die Verteidigungsabkommen Frankreichs mit Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie auf die Verpflichtungen gegenüber dem Irak und Jordanien. "Wir haben in legitimer Verteidigung seit den ersten Stunden des Konflikts Drohnen abgeschossen, um den Luftraum unserer Verbündeten zu schützen", so Macron, ohne Einzelheiten zu nennen. Zwei französische Militärstützpunkte in der Region seien von "begrenzten Angriffen" getroffen worden, die Sachschäden verursacht hätten.
+++ 21:00 Chamenei soll in heiliger Stadt Maschhad beigesetzt werden +++
Der bei den US-israelischen Luftangriffen getötete iranische Führer Ajatollah Ali Chamenei soll in seiner Geburtsstadt Maschhad beigesetzt werden. Das berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars. Ein Datum für die Beisetzung in der heiligen Stadt wurde nicht genannt. Die ostiranische Pilgerstadt Maschhad ist die zweitgrößte Stadt des Iran. Dort wurde Ali Chamenei 1939 als Sohn eines Geistlichen geboren. Sein Vater ist dort im Imam-Resa-Schrein begraben.
+++ 20:48 Trump will - wenn nötig durch Eskorten - Handel durch Straße von Hormus sicherstellen +++
US-Präsident Donald Trump will den Handel durch die Straße von Hormus, die eigentlich vom Iran kontrolliert wird, mit mehreren Maßnahmen sicherstellen. Er wies eine zuständige US-Behörde an, "zu einem sehr vernünftigen Preis" Risikoversicherungen für die Handelsschifffahrt - insbesondere im Energiebereich - in der Seeregion zur Verfügung zu stellen, wie aus einem seiner Beinträge im sozialen Netzwerk "Truth Social" hervorgeht. Diese sollen für "alle Reedereien" zur Verfügung stehen. "Falls erforderlich, wird die US-Marine so schnell wie möglich mit der Eskortierung von Tankern durch die Straße von Hormus beginnen. Die Vereinigten Staaten werden in jedem Fall den freien Energiefluss in die Welt sicherstellen."
Hinweis: Trump stellt in seinem Beitrag die zeitnahe Eskortierung von Tankern in Aussicht. In einer früheren Berichterstattung war von einer Eskortierung von Handelsschiffen die Rede gewesen.
+++ 20:36 Türkei: Irans Angriffe auf Golfstaaten "unglaublich falsche Strategie" +++
Der türkische Außenminister Hakan Fidan kritisiert die iranischen Angriffe auf Golfstaaten als Reaktion auf das militärische Vorgehen der USA und Israels scharf. Dies sei eine "unglaublich falsche Strategie", sagt Fidan dem Sender TRT Haber. Teheran verfolge das Prinzip: "Wenn ich untergehe, reiße ich die Region mit." Die angegriffenen Länder könnten bei einer Fortsetzung der Schläge nicht tatenlos zusehen. Die Gefahr einer Ausweitung des Konflikts sei besorgniserregend.
+++ 20:16 Verwirrung um Angriffe gegen wichtigen Expertenrat +++
Eine iranische Quelle dementiert den angeblichen Angriff Israels auf eine laufende Sitzung des Expertenrats, der sich derzeit mit der Nachfolge des getöteten Ajatollah Ali Chamenei befasst. "Eine gut informierte Quelle wies die jüngste Behauptung des israelischen Regimes, eine Sitzung der iranischen Expertenversammlung der Führung ins Visier genommen zu haben, kategorisch zurück", heißt es in einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Dabei wird von einer israelischen "Propaganda-Kampagne" gesprochen.
Zuvor hatte unter anderem die "Jerusalem Post" unter Berufung auf israelische Quellen berichtet, dass die israelischen Streitkräfte ein Gebäude des Expertenrats angegriffen hätten. Auch wurde von der AFP berichtet, ein Gebäude des Expertenrats in Ghom sei zerstört worden. Bereits in der vergangenen Nacht war das Gelände des Expertenrats in Teheran Ziel von Angriffen durch Kampfflugzeuge der US- und israelischen Streitkräfte geworden. Der israelische Journalist Amit Segal berichtete auf X, bei einem Angriff auf die Wahl sei eine Person getötet worden und die Wahlurne zerstört.
Wo der Expertenrat derzeit tagt und ob er das mit allen Mitgliedern tut, ist derzeit unklar. Mehrere Orte kommen in Frage. Es scheint, als dürfte es Angriffe auf ein oder mehrere Gebäude des Expertenrats gegeben haben - ob dies während einer laufenden Sitzung geschah, bleibt fraglich.
+++ 19:35 Handyvideo könnte abgestürzte "LUCAS"-Drohne im Irak zeigen +++
Am Tag des israelisch-amerikanischen Angriffs auf den Iran gibt das zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte bekannt, dass es erstmals Einweg-Angriffsdrohnen im Kampf einsetzt. Aufnahmen aus dem Netz sollen irakische Zivilisten mit einer "LUCAS"-Drohne zeigen.
+++ 19:15 Ex-Kaiserin des Iran: Tod Chameneis "historisch bedeutsam" +++
Irans frühere Kaiserin Farah Pahlavi warnt nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei vor voreiligen Schlüssen hinsichtlich eines Machtwechsels in ihrem Heimatland. Der Tod des obersten iranischen Führers sei "historisch bedeutsam", sagte Faraha Pahlavi im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Dies bedeute aber "nicht automatisch das Ende eines Systems". "Entscheidend ist die Fähigkeit des iranischen Volkes, sich für einen friedlichen, geordneten und souveränen Übergang zu einem Rechtsstaat zu vereinen."
+++ 18:43 Trump übt scharfe Kritik an Madrid und London +++
US-Präsident Donald Trump äußert bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz Kritik an den Regierungen in Spanien und im Vereinigten Königreich. "Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen", so Trump im Weißen Haus mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. Niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hätten. Wenn die USA wollten, könnten sie die Stützpunkte auch ohne Erlaubnis nutzen. "Sie waren unfreundlich", sagte Trump. Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, "alle Deals" mit Spanien einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb dabei zunächst unklar. "Ich bin ebenfalls nicht glücklich über das Vereinigte Königreich", so Trump weiter. Großbritannien hatte den USA britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten durchzuführen. Am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung in begrenztem Umfang. Trump sagte, es hätte deutlich bessere Lösungen dafür gegeben.
+++ 18:23 Trump: Wenn, dann habe ich Israel unter Druck gesetzt +++
US-Präsident Donald Trump hat den Krieg mit dem Iran erneut mit eigenen Sicherheitsinteressen begründet - und nicht mit einer Entscheidung Israels. "Wenn überhaupt, dann habe ich Israel vielleicht unter Druck gesetzt. Aber Israel war bereit, und wir waren bereit", sagt er bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office. Trump sagt, er sei bereits während der Verhandlungen mit dem Iran sicher gewesen, dass Teheran zuerst angreifen werde. "Und ich wollte nicht, dass das passiert." US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor gesagt: "Die unmittelbare Gefahr bestand darin, dass wir wussten, dass der Iran, wenn er angegriffen würde - und wir gingen davon aus, dass er angegriffen werden würde -, sofort gegen uns vorgehen würde." Man habe nicht tatenlos zusehen und einen Schlag einstecken wollen, bevor man selbst zurückschlage.
+++ 18:14 Merz: Iran-Krieg schadet deutscher Wirtschaft +++
Bundeskanzler Friedrich Merz sagt, der Iran-Krieg schade auch der deutschen Wirtschaft. Deshalb hoffe er, dass der Krieg so schnell wie möglich zu Ende gehe und es eine neue Regierung in Teheran gebe, so Merz im Oval Office des Weißen Hauses.
+++ 18:07 Trump über Zukunft des Iran: Jemand von innen angemessener als Pahlavi +++
Angesprochen darauf, ob der Schah-Sohn Reza Pahlavi ein Kandidat für eine Führungsrolle im Iran sein könnte, erklärt US-Präsident Donald Trump vor der Presse im Weißen Haus: "Ich denke er ist einer, manche Leute mögen ihn." Gleichzeitig gibt er zu verstehen: "Es scheint, eine Person von innen wäre angemessener." Pahlavi lebt seit Jahrzehnten, und nachdem die Monarchie mit seinem Vater als Oberhaupt gestürzt wurde, nicht mehr im Iran.
+++ 18:00 Trump bei Merz-Besuch: Haben den Iran militärisch ziemlich erledigt +++
US-Präsident Donald Trump hat beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office seines Weißen Hauses in Washington erklärt, dass man den Iran aus militärischer Sicht ziemlich erledigt hätte. Gefragt danach, was das Worst-Case-Szenario sei, erklärte Trump, dies wäre jemand, der die Macht übernehme, und genauso schlecht wie die Machthaber zuvor sei.
+++ 17:48 Berichte: Kein Austritt von Radioaktivität an Atomanlage Natans nach Angriff +++
Nach Angriffen der USA und Israels auf die Atomanlage Natans ist iranischen Medien zufolge kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden. Der iranische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Resa Nadschafi, erklärte am Montag, die Anlage sei bei den Militäreinsätzen gegen sein Land getroffen worden.
+++ 17:30 Starmer schickt Zerstörer der Royal Navy in Krisenregion +++
Nach dem Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern untermauert der britische Premier Keir Starmer, dass sein Land der Sicherheit Zyperns wie des eigenen Militärpersonals verpflichtet sei. Das Vereinigte Königreich werde Hubschrauber mit Drohnenabwehr-Systemen nach Zypern schicken sowie die HMS Dragon - ein Zerstörer der Royal Navy. Er habe sich hierzu mit dem Präsident der Republik Zypern, Nikos Christodoulidis, abgestimmt.
+++ 17:12 Berichte: USA und Israel greifen Flughafen in Teheran an +++
Israel und die USA haben laut iranischen Medienberichten einen der beiden Hauptstadtflughäfen in Teheran attackiert. Die "amerikanisch-zionistischen Terroristen" hätten die Umgebung des Flughafens Mehrabad im Westen der Stadt angegriffen, schrieb die Nachrichtenagentur Mehr und veröffentlichte Bilder einer grauen Rauchwolke, die offenbar hinter einer Landebahn aufstieg .Zuvor hatten zahlreiche Explosionen Teheran erschüttert, Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von Detonationen im Osten und im Südosten der Stadt, Rauchwolken stiegen auf.
+++ 16:55 Von Bundesregierung organisierter Evakuierungsflug ist für Kinder, Kranke und Schwangere +++
Der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung für in Nahost gestrandete Reisende startet am Mittwoch. "Morgen wird es einen ersten Flug nach Maskat im Oman geben", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul von der CDU. Die Lufthansa führt den Flug im Auftrag der Bundesregierung durch und hat erste Details genannt. Demnach soll ein Jet vom Typ Airbus A340-300 in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Kinder, Kranke und Schwangere nach Hause bringen. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze.
+++ 16:27 Rettungskräfte: Zwölf Verletzte in Israel bei neuen Raketenangriffen +++
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind laut Rettungskräften zwölf Menschen verletzt worden. Eine Frau sei durch eine Explosion mittelschwer verletzt worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Elf weitere Menschen hätten leichtere Verletzungen etwa durch Glassplitter erlitten. Zunächst hatten die Rettungskräfte von sieben Verletzten gesprochen. Die Polizei erklärte, an mehreren Orten in Zentralisrael und in der Region Tel Aviv im Einsatz zu sein. Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.
+++ 16:00 Blick aus dem All zeigt Wucht der Angriffe auf den Iran +++
Mit einem koordinierten Großangriff treffen USA und Israel das Herz der Islamischen Republik. Die Operation zielt offenbar darauf, Irans Führung und Verteidigung binnen Stunden zu zerschlagen. In Teheran stirbt auch der oberste Führer Ali Khamenei. Satellitenbilder zeigen sein zerstörtes Anwesen sowie zerstörte Flugplätze, Raketenbasen und Häfen.
+++ 15:41 Wadephul: Erster Nahost-Rückholflug am Mittwoch +++
Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten Deutschen an diesem Mittwoch starten. Ein erster Flug sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Außenminister Johann Wadephul von der CDU im Sender Welt TV an.
+++ 15:19 Gebäude des iranischen Expertenrats bei Angriff getroffen +++
Bei neuen US-israelischen Luftangriffen ist nach Angaben iranischer Medien ein Gebäude des Expertenrats getroffen worden, der einen Nachfolger des getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei wählen soll. Die "amerikanisch-zionistischen Verbrecher" hätten das Expertenrats-Gebäude in der südlich von Teheran gelegenen Stadt Ghom angegriffen, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Örtliche Medien zeigten Aufnahmen des schwer beschädigten Gebäudes.
Sollten sich die Rechtsgelehrten in dem Gebäude befunden haben, wäre das äußerst brisant. Der Expertenrat tagt in der Regel in Teheran. Der israelische Journalist Amit Segal schreibt auf X, Israel hätte die Ratsmitglieder angegriffen, als ausgezählt worden sei.
+++ 14:57 Saudi Aramco hat Alternative zur Ölverschiffung durch die Straße von Hormus +++
Saudi-Arabien versucht offenbar, die Unwägbarkeiten bei Öllieferungen über die Straße von Hormus zu umgehen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Quellen meldet, hat die Erdölfördergesellschaft Saudi Aramco einige Käufer einer Rohölsorte ("Arab Light") angewiesen, Öl am Hafen Yanbu zu laden, der an der Westküste Saudi-Arabiens am Roten Meer liegt. Reuters-Quellen, darunter auch Händler und Analysten, äußerten sich jedoch besorgt ob der begrenzten Transportkapazität der Ost-West-Pipeline durch Saudi-Arabien und ob der Möglichkeit, dass diese Ziel von Angriffen werden könnte. Die saudischen Ölfelder liegen primär im Osten des Landes. Nach Yanbu muss das Rohöl also erstmal gebracht werden.
+++ 14:37 USA ziehen Botschaftspersonal aus sechs Staaten im Nahen Osten ab +++
Angesichts des Iran-Kriegs ziehen die USA den Großteil ihres Botschaftspersonals aus sechs Staaten im Nahen Osten ab. Betroffen seien "nicht für Notfälle zuständige Mitarbeiter der US-Regierung" in Bahrain, dem Irak, Jordanien, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, erklärt das US-Außenministerium. Die Ausreise der Betroffenen sei per Änderung der Sicherheitshinweise beschlossen worden. Die Aufforderung für den Irak begründete das Außenministerium mit "Sicherheitsbedenken", zu den anderen fünf Staaten heißt es, es bestehe eine "anhaltende Bedrohung durch Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran". Am Dienstag war die US-Botschaft in Saudi-Arabien mit Drohnen attackiert worden. Die US-Botschaft des Golfstaates Kuwait wurde derweil "bis auf Weiteres" geschlossen, nachdem sie am Montag bei einem Drohnenangriff direkt getroffen worden war.
+++ 14:27 Moskau besorgt wegen AKW in Buschehr +++
Russland sieht wegen der Angriffe der USA und Israels auf den Iran eine wachsende Gefahr für das Kernkraftwerk Buschehr. Wenige Kilometer vom AKW entfernt seien Explosionen zu hören, sagte Alexej Lichatschow, Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, in Moskau. "Das richtet sich nicht gegen das Werk, sondern gegen Militäranlagen dort", sagt er der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. "Doch die Bedrohung wächst, je intensiver der Konflikt wird." Rosatom erwäge, weitere 150 bis 200 Mitarbeiter aus Buschehr abzuziehen, sobald die Sicherheitslage es zulasse, sagt Lichatschow. Die Russen bauen im Iran an einem zweiten Reaktorblock. Familien und Kinder der russischen Spezialisten seien schon vor den Angriffen in Sicherheit gebracht worden. Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Atomkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom.
+++ 13:52 Trump an Iran: Zu spät für Gespräche +++
US-Präsident Trump erteilt Verhandlungen mit dem Iran eine Absage. "Ihre Luftverteidigung, Luftwaffe, Marine und Führung ist weg", schreibt er auf seiner Plattform Truth Social. "Sie wollen reden. Ich sagte: 'Zu spät!'"
+++ 13:46 Erstes Flugzeug aus Dubai in Frankfurt gelandet +++
Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates aus Dubai ist nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Krieges in Frankfurt am Main gelandet. Der Linienflug landete um kurz nach 13.30 Uhr. Die Airline äußerte sich bislang nicht dazu, wie viele Passagiere an Bord waren. Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen derzeit noch Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten.
+++ 13:35 Al-Arabija berichtet über israelische Bodenoperation im Iran +++
Mehrere israelische Medien, darunter die Times of Israel, berichten unter Berufung auf den arabischen Sender Al-Arabija, israelische Spezialkräfte hätten unter Beteiligung des Mossad im Iran operiert. Auf der englischsprachigen Webseite des Senders findet sich keine solche Meldung; der Bericht stammt offenbar aus dem TV-Programm von Al-Arabija. Das entsprechende Video ist bei Youtube abrufbar. Dort ist von anonymen Quellen die Rede, weitere Details gibt es nicht.
+++ 13:21 Rund 8000 Transitpassagiere sitzen in Katar fest +++
In Katar sind nach Angaben des dortigen Außenministeriums mehr als 8000 Reisende im Transit gestrandet. Diese würden bis zum Ende der Krise in Hotels untergebracht, sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Doha. Zudem seien Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen versorgt worden. Das gesamte katarische Territorium war seinen Angaben nach Ziel der Angriffe, nicht nur militärische Einrichtungen. Am Montag seien iranische Jets in den katarischen Luftraum eingedrungen und abgeschossen worden. Die Besatzungen würden gesucht.
+++ 13:17 Angriffe auf Flughafen von Katars Hauptstadt Doha abgewehrt +++
In Katar werden Angriffe auf den internationalen Flughafen von Doha abgewehrt. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums spricht von "mehreren Angriffsversuchen" auf den Airport Hamad International. Alle seien vereitelt worden.
+++ 13:15 Heikle Szene: US-Pilot steht plötzlich vor Zivilisten +++
In Kuwait schießt das Militär versehentlich drei US-Kampfjets ab. Alle Besatzungsmitglieder können sich mit dem Schleudersitz retten. Jetzt tauchen zwei neue Videos auf, die offenbar die Besatzung nach dem Absturz zeigen. Eine Pilotin bekommt freundliche Hilfe - bei einem droht es kurz, brenzlig zu werden.
+++ 13:12 Israel greift "Terrorziele der Hisbollah" in Beirut an +++
Israel greift erneut Vororte im Süden von Beirut an, die als Hochburg der Hisbollah gelten. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur Ani berichtet, erfolgten die Attacken ohne vorherige Evakuierungsaufforderung und verursachten "erhebliche Schäden an Gebäuden". Die israelische Armee erklärt, sie habe "mehrere Terrorziele der Hisbollah" ins Visier genommen.
+++ 13:05 Revolutionsgarden drohen USA und Israel mit "Tor zur Hölle" +++
Die iranischen Revolutionsgarden kündigen massive Vergeltungsschläge gegen Israel und die USA an. "Der Feind muss mit anhaltenden Vergeltungsschlägen rechnen; das Tor zur Hölle wird sich für die USA und Israel weiter und weiter öffnen", sagt ein Sprecher im staatlichen Fernsehen.
+++ 12:58 Auswärtiges Amt bestellt iranischen Botschafter ein +++
Das Auswärtige Amt teilt mit, es habe heute den iranischen Botschafter einbestellt. "Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen", teilt das Außenministerium auf X mit. "Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismäßigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele. Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region."
+++ 12:47 UN: Angriff auf Schule könnte Kriegsverbrechen sein +++
Das UN-Menschenrechtsbüro verlangt nach Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. "Die Verantwortung für die Untersuchung des Angriffs liegt bei den Streitkräften, die ihn durchgeführt haben", so der UN-Hochkommissar für Menschenrechte. "Wir fordern sie auf, die Ergebnisse zu veröffentlichen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten." Bei dem Angriff im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen.
+++ 12:24 Fischer: "Das ist Trumps erste realistische Einschätzung" +++
Im Iran "ist wirklich kein Ende abzusehen, wenn man nicht weiß, wie lange der Iran mit seinen Mitteln haushalten kann", prognostiziert Clemens Fischer. Der Politikwissenschaftler beleuchtet die Strategie der Mullahs und wie diese sich nun intern aufstellen werden.
+++ 12:13 Iran warnt Europa vor Kriegseintritt +++
Der Iran warnt europäische Länder vor einem Eintritt in den Krieg. Das Land reagiert damit offenbar auf eine Erklärung von Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Die sogenannten E3 hatten am Sonntagabend "bei Bedarf" Defensivmaßnahmen gegen den Iran angekündigt. "Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen." Falls notwendig könne dies auch "verhältnismäßige militärische Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören". "Jede derartige Handlung gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren" und als "Kriegshandlung" angesehen werden, sagt der iranische Außenamtssprecher.
+++ 12:07 Israelische Armee kündigt Schaffung einer "Pufferzone" im Libanon an +++
Die israelische Armee kündigt die Schaffung einer "Pufferzone" im Libanon an. Zuvor hatte die Armee bereits ihre Truppen entlang der Grenze zum Nachbarland verstärkt. Nach Angaben der UN wurden mindestens 30.000 Menschen im Libanon vertrieben. Am Montag hatte die libanesische Hisbollah angefangen, Israel mit Raketen anzugreifen, um den Tod des iranischen Machthabers Chamenei zu rächen.
+++ 11:55 Iran verfolgt Chameneis Plan für eine Ausweitung des Krieges +++
Der Iran folgt mit seinen Angriffen auf die arabischen Golfstaaten einem "detaillierten" Plan, den der von Israel am Samstag getötete oberste Führer des Landes, Ajatollah Chamenei, nach dem Zwölf-Tage-Krieg im vergangenen Juni mit seinen Beratern ausgearbeitet hatte. "Wir hatten keine Wahl, als (den Krieg) zu eskalieren und ein großes Feuer anzufachen", sagt ein Regime-Insider der "Financial Times". Zu dem Plan gehören Angriffe auf Energie-Anlagen der Nachbarstaaten sowie Angriffe, die den Flugverkehr in der Region stören. Der Iran hat seine Angriffe offenbar bewusst am Montag mit der Öffnung der Börsen ausgeweitet.
Teil des Plans sei zudem eine Dezentralisierung der militärischen Infrastruktur gewesen. "Unsere militärischen Einheiten sind jetzt faktisch unabhängig und gewissermaßen isoliert, und sie agieren auf der Basis allgemeiner Befehle, die ihnen im Vorfeld gegeben wurden", hatte der iranische Außenminister Araghtschi bereits am Sonntag dem Sender Al-Arabija gesagt.
+++ 11:45 Israel: Präsidentenbüro und Gebäude des iranischen Sicherheitsrats in Teheran getroffen +++
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge bei Luftangriffen im Rahmen des US-israelischen Krieges gegen den Iran das Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats in Teheran getroffen. In der Nacht zum Dienstag habe die israelische Luftwaffe "Einrichtungen des Führungskomplexes des iranischen Terrorregimes angegriffen und zerstört" und dabei das "Präsidialamt sowie das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats" bombardiert, erklärt die Armee.
+++ 11:32 Wadephul räumt Fehler ein: Reisewarnung erst seit Samstag +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul räumt einen Fehler ein: "Ich bedaure den Irrtum im Heute Journal gestern", schreibt er auf X. "Die formelle Reisewarnung für die Golfstaaten besteht in der Tat seit dem 28. Februar." Seit Mitte Januar warne das Auswärtige Amt vor einer möglichen Eskalation und vor Einschränkungen im Flugverkehr.
Wadephul hatte am Montagabend im ZDF deutlich gemacht, dass er die Verantwortung auch bei den Touristen sieht, die nun in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten festsitzen. "Es gab seit Januar Hinweise darauf, dass wir davon abraten", in die Region zu reisen. Auf Nachfrage ergänzte er: "Es gab auch eine förmliche Reisewarnung."
+++ 11:22 IAEA stellt Schäden an iranischer Atomanlage fest +++
Inmitten der Angriffe Israels und der USA gegen den Iran hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Organisation geht nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage weiter beschädigt worden ist, wie sie mitteilt.
+++ 10:56 Roter Halbmond: Fast 800 Tote im Iran +++
Im Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen. Die Hilfsorganisation berichtet auf Telegram von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit im Einsatz. An vielen Orten werden demnach Such- und Bergungsarbeiten fortgesetzt.
Die in Norwegen ansässige kurdisch-iranische Menschenrechtsorganisation Hengaw sprach am Montag sogar von mehr als 1500 Todesopfern. Rund 1300 der Toten seien Mitglieder der Streitkräfte, etwa 200 Zivilisten. Die Aktivisten stützen sich bei ihrer Arbeit auf ein Netzwerk von Kontakten im Land.
+++ 10:51 Trump attackiert Starmer: "Er hätte helfen sollen" +++
US-Präsident Trump greift den britischen Premierminister Keir Starmer erneut scharf an. "Es ist sehr traurig zu sehen, dass das Verhältnis offensichtlich nicht mehr das ist, was es einmal war", sagt Trump dem Boulevardblatt "The Sun". Er hätte nie erwartet, dass sich die einst "solideste aller Beziehungen" derart verändern würde. Es ist bereits das zweite Interview mit einer britischen Zeitung in dieser Woche, in dem Trump sich enttäuscht über Großbritannien äußert. Das Vorgehen wirkt planmäßig: Ohne Bezug zum Iran-Krieg fordert Trump von Starmer, die Grenzen dichtzumachen: "Stoppt den Zustrom von Leuten von fernen Inseln". Ähnliche Vorhaltungen haben auch andere Mitglieder der Trump-Regierung gegen Europa erhoben. Für Deutschland und Frankreich hat Trump dieses Mal allerdings nur Lob. Am Ende sei es egal, aber Starmer "hätte helfen sollen". Frankreich dagegen sei "großartig" gewesen. "Sie alle waren großartig. Großbritannien war ganz anders als die anderen."
+++ 10:33 Chamenei fest im Blick: Israel hatte Zugriff auf fast alle Verkehrs-Kameras in Teheran +++
Israel hat die Tötung des iranischen Machthabers Chamenei über Jahre vorbereitet. Das schreibt die "Financial Times" in einem Artikel über entsprechende israelische Geheimdienstaktivitäten. So habe der israelische Geheimdienst über Jahre fast alle Verkehrsüberwachungskameras in Teheran gehackt, um sich ein Bild von der Lage in der iranischen Hauptstadt zu machen.
Eine Kamera habe "einen besonders nützlichen Blickwinkel" gehabt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle. Dadurch sei feststellbar gewesen, wo die Autos der hochrangigen Funktionäre parkten, die am Samstag zusammen mit Chamenei getötet wurden.
+++ 10:21 "Iran will Irak ausschalten, um ihn als Puffer zu nutzen" +++
Die Militärschläge im Nahen Osten lässt die Feindschaft zwischen dem Iran und dem Irak neu aufflammen. Auch in Erbil in der autonomen Region Kurdistan gibt es Angriffe Teherans - ntv-Reporter Stefan Richter hat sie vor Ort miterlebt.
+++ 10:14 Drohne in VAE abgeschossen +++
Im Emirat Fudschaira der Vereinigten Arabischen Emirate wird eine Drohne über ölverarbeitenden Anlagen abgeschossen. Die Trümmer lösen ein Feuer aus, teilt das Medienbüro der Regierung mit. Der Brand sei gelöscht worden.
+++ 10:09 Libanon zieht Soldaten von Grenze zu Israel ab +++
Die libanesische Armee hat Soldaten von Positionen an der Grenze zu Israel abgezogen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte die israelische Armee erklärt, sie sei mit Bodentruppen an Stellungen auf libanesisches Gebiet vorgerückt (siehe Eintrag 08.19 Uhr).
+++ 10:04 Erstes Flugzeug von Dubai nach Frankfurt unterwegs +++
Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates ist nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Krieges von Dubai nach Frankfurt am Main unterwegs. Eine Sprecherin der Betreibergesellschaft Fraport sagt: "Die Emirates ist in der Luft und kommt hier an." Laut Fraport-Ankunftsseite wird die Maschine am frühen Nachmittag in Frankfurt erwartet.
+++ 09:50 Reporterin in Dubai: "Kampfjets fliegen über mich hinweg" +++
Auch ntv-Reporterin Helena Sonntag hält sich in Dubai auf. Sie erlebt vor Ort die Unsicherheit der Menschen, aber auch die Bemühungen um einen normalen Alltag - auch wenn sich der Krieg deutlich bemerkbar macht.
+++ 09:45 Israels Botschafter: Haben "keine richtige Antwort" für Zeit nach Sturz im Iran +++
Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, sieht keinen ausgereiften Plan für die Zeit nach einem möglichen Sturz der iranischen Führung. "Wir müssen erst darüber nachdenken, dass wir keine richtige Antwort dafür haben", sagt er in einem Podcast des Portals Politico auf die Frage, wer den Iran künftig führen könnte - etwa der Schah-Sohn Reza Pahlavi. "Das Wichtigste ist, dass dieses Regime nicht mehr existiert", so Prosor.
+++ 09:32 Iran soll bald neuen "Obersten Führer" bekommen +++
Die Wahl eines neuen geistlichen und politischen Oberhaupts des Iran wird nach Aussagen eines Mitglieds des Expertenrats nicht lange in Anspruch nehmen. Es werde nicht lange dauern, bis ein Nachfolger für den verstorbenen Ajatollah Ali Chamenei feststeht, sagt das Mitglied laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.Die iranische Hauptstadt Teheran wird erneut von schweren Bombardierungen erschüttert. Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis sind rund ein Dutzend Raketen eingeschlagen, melden iranische Medien. In den Hochhäusern der Neubaugebiete hätten die Fenster gezittert, wie Bewohner der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Auf Videos in sozialen Medien sind graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen.
+++ 09:15 Schwere Bombardierungen erschüttern Teheran +++
Die iranische Hauptstadt Teheran wird erneut von schweren Bombardierungen erschüttert. Auch am Rand der östlichen Pendlerstadt Pardis sind rund ein Dutzend Raketen eingeschlagen, melden iranische Medien. In den Hochhäusern der Neubaugebiete hätten die Fenster gezittert, wie Bewohner der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Auf Videos in sozialen Medien sind graue Rauchschwaden über den Hügeln am Rand des Albors-Gebirges zu sehen.
+++ 09:11 US-Botschaften bleiben geschlossen +++
Nach weiteren Eskalationen im Iran-Krieg bleibt die US-Botschaft in Kuwait vorerst geschlossen. Alle regulären und auch die dringenden Konsulartermine seien abgesagt worden, teilt die Botschaft auf X mit. Auch die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad bleibt heute geschlossen. Auch hier seien alle Termine abgesagt worden. Menschen in Saudi-Arabien wurden aufgerufen, die Umgebung des Botschaftsgebäudes vorerst zu meiden. Die Botschaft in Riad war in der Nacht von iranischen Drohnen angegriffen worden.
+++ 09:04 Witkoff: Iran hat mit elf Atombomben in Reichweite geprahlt +++
Noch während der Atomverhandlungen mit den USA habe sich der Iran gerühmt, genug hochangereichertes Uran für elf Atombomben zu besitzen, behauptet der US-Sondergesandte Steve Witkoff in einem Interview mit dem Sender Fox News. "Beide iranischen Unterhändler sagten ganz offen und ohne Scham, dass sie 460 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran kontrollierten und sich bewusst seien, dass damit elf Atombomben hergestellt werden könnten", so Witkoff. "Sie waren stolz darauf, dass sie alle möglichen Kontrollmechanismen umgangen hatten, um an einen Punkt zu gelangen, an dem sie elf Atombomben hätten herstellen können."
+++ 09:01 Drohne trifft Treibstofftank in Oman +++
Im omanischen Handelshafen Dukm wird ein Treibstofftank von einer Drohne getroffen. Es sei ein begrenzter Schaden entstanden, meldet die staatliche omanische Nachrichtenagentur unter Berufung auf ein Mitglied der Sicherheitskräfte. Es seien keine Menschen verletzt worden.
+++ 08:52 Iranische Agentur zeigt Bilder von Beisetzung von Schülerinnen +++
Im Iran werden zur Stunde offensichtlich Opfer eines Luftangriffs auf eine Mädchenschule in der südiranischen Stadt Minab beigesetzt. Entsprechende Bilder zeigt die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA auf X.
Für den Luftangriff am Samstag macht der Iran die USA und Israel verantwortlich. Nach Angaben des iranischen UN-Botschafters Amir Saeid Iravani wurden dabei 165 Schülerinnen getötet. US-Außenminister Marco Rubio wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die USA würden niemals gezielt eine Schule angreifen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
+++ 08:36 Amazon-Rechenzentren in Emiraten und Bahrain beschädigt +++
Amazons Cloud-Tochter AWS warnt vor längeren Störungen: Drei der Rechenzentren des Unternehmens in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Bahrain seien durch Drohnenangriffe beschädigt worden. In den Emiraten gab es bei zwei Rechenzentren direkte Treffer, in Bahrain wurde Infrastruktur beschädigt. "Wir arbeiten daran, die Verfügbarkeit der Dienstleistungen zu schnell wie möglich wiederherzustellen, erwarten aber, dass die Wiederherstellung wegen der physischen Schäden länger dauert", teilt AWS mit.
+++ 08:19 Israel schickt Bodentruppen in Südlibanon +++
Die israelische Armee teilt auf X mit, dass Bodentruppen im südlichen Libanon operieren. Soldaten der IDF seien "an mehreren Punkten in der Nähe der Grenze positioniert".
+++ 08:11 Terrorgefahr: Experten sehen Deutschland gut vorbereitet +++
Deutschland ist auch in den Augen des Iran ein Verbündeter Israels, und der Einfluss von Teherans Regime reicht weit bis in andere Länder hinein. Auch hierzulande sind deshalb die Behörden alarmiert - aber: Terrorexperten wie Jans-Jakob Schindler sehen Deutschland gut vorbereitet.
+++ 08:03 Tui erwartet, dass Rückholung von Touristen "einige Tage" dauert +++
Der Reisekonzern Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, sagt Vorstandschef Sebastian Ebel im Frühstart von ntv. Eine konkrete Zahl nennt er nicht. "Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können", so Ebel. Erste Flüge sollten nach München gehen. Zudem stünden eigene Flugzeuge von Tui Fly bereit. Diese seien "standby, sobald wir die Erlaubnis bekommen, dorthin zu fliegen und Kunden auch möglichst zügig abzuholen".
+++ 07:55 Luftalarm in Jerusalem und Nordisrael +++
In Jerusalem und Nordisrael wird Luftalarm ausgelöst. Zuvor hatte die Hisbollah mitgeteilt, sie habe einen "Schwarm von Angriffsdrohnen" nach Israel geschickt. Am Montag hatte die Hisbollah Israel angegriffen, um, so erklärte sie, den Tod des iranischen Machthabers Ajatollah Chamenei zu rächen.
+++ 07:43 Militärexperte Thiele: Iran hat viele Raketen, aber keine Startrampen +++
Die Angriffe auf Teheran gehen weiter, doch auch der Iran hat militärische Möglichkeiten, sagt der Militärexperte Ralph Thiele bei ntv. Er spricht von Mittel-, Lang- und Kurzstreckenraketen. Allerdings mangele es dem Iran wohl an Startrampen, um diese Raketen abzufeuern. Schätzungsweise hätten sie wohl nur zwei- bis dreihundert.
Trotzdem sei die Gefahr nicht zu unterschätzen, so Thiele: "Am Ende sind die Kurzstrecken für die Amerikaner besonders gefährlich, weil die ganzen Stützpunkte in der Nähe des Iran in der Reichweite liegen." Der Iran scheue sich nicht, seine Waffen einzusetzen, erklärt der Oberst a.D. "Der Iran sucht Blut." Das ist auch der Grund, warum er jetzt seine Nachbarstaaten angreife. Das Ziel: Diese sollten auf die USA einwirken, ihre Angriffe zu beenden.
+++ 07:38 Trump: USA können Kriege "ewig" führen +++
US-Präsident Trump schreibt auf seiner Plattform Truth Social, die Munitionsvorräte der USA seien "praktisch unbegrenzt". Kriege könnten "ewig" geführt werden. Seinen Vorgänger Joe Biden beschimpft er wieder einmal als "Sleepy Joe Biden", der dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Waffen im Wert von Milliarden US-Dollar geschenkt habe. Allerdings nennt er Selenskyj dabei "P.T. Barnum" - das ist der Name des Zirkusdirektors, dessen Leben 2017 als "The Greatest Showman" verfilmt wurde. Erst er, Trump, habe das US-Militär wiederaufgebaut.
+++ 07:22 Drohnenangriff auf US-Stützpunkt im Irak +++
Ein Stützpunkt der US-Armee in der Nähe des Flughafens der irakischen Stadt Erbil ist mit Drohnen angegriffen worden. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Informationen aus der irakischen Polizei. Über Verletzte liegen keine Informationen vor.
+++ 06:54 Iranische Revolutionsgarden attackieren US-Stützpunkt in Bahrain +++
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben von iranischen Staatsmedien einen US-Luftwaffenstützpunkt in Bahrain angegriffen. Die Seestreitkräfte der Revolutionsgarden hätten einen "großangelegten Drohnen- und Raketenangriff auf den US-Luftwaffenstützpunkt im Gebiet Scheich Isa in Bahrain" verübt, berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Revolutionsgarden. Bei dem Angriff mit 20 Drohnen und drei Raketen sei das "zentrale Kommandohauptquartier der Basis zerstört" worden.
+++ 06:48 Israel greift Ziele in Teheran und Beirut an +++
Die israelische meldet, sie führe derzeit Luftangriffe auf Ziele in Teheran und Beirut durch. Die libanesische Terrorgruppe Hisbollah, eine pro-iranische, schiitische Miliz, hatte in der Nacht zu Montag Angriffe gegen Israel gestartet und diese als "Vergeltung" für die Tötung des "obersten Führers" des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, bezeichnet.
+++ 06:35 Centcom meldet Zerstörung von Kommandozentren der Revolutionsgarden +++
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden zerstört. Das teilt das US-Zentralkommando (Centcom) auf X mit. Auch Luftverteidigungskapazitäten des Iran, Abschussrampen für Raketen und Drohnen sowie Militärflugplätze seien zerstört worden.
+++ 06:15 Grüne und Linke kritisieren Wadephul scharf +++
Mit Blick auf die schleppend anlaufende Rückholung deutscher Staatsbürger aus der Krisenregion üben Grüne und Linke scharfe Kritik am Vorgehen von Bundesaußenminister Johann Wadephul. "Was wir derzeit im Nahen Osten erleben, ist eine Eskalation, die sich seit Wochen als mögliches Szenario abgezeichnet hat", sagt die Grünen-Außenexpertin Luise Amtsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Dass die Bundesregierung in dieser nun akuten Gefährdungslage dennoch unvorbereitet ist und überfordert wirkt, ist erschütternd." Der Schutz der eigenen Bürgerinnen und Bürger gehöre zu den Pflichten einer Bundesregierung. "Erst an Tag drei nach Ausbruch des Krieges anzukündigen, einzelne vulnerable Personengruppen aus der Region evakuieren zu wollen, reicht nicht aus."
Die Krisenkommunikation der Bundesregierung sei mangelhaft, sagt Linken-Außenpolitikerin Cansu Özdemir. "Mit der aktuellen Äußerung von Außenminister Wadephul, zunächst nur ältere Menschen, Kinder, Kranke und Schwangere evakuieren zu wollen, schürt die Bundesregierung weitere Verunsicherung." Es müssten schnellstmöglich Pläne vorgelegt werden, wie eine Evakuierung für alle rund 30.000 Menschen erfolgen könne.
+++ 06:08 Ölpreise steigen dritten Tag in Folge +++
Nachdem der Iran gedroht hat, auf jedes Schiff zu feuern, das versucht, die Straße von Hormus zu durchfahren, steigen die Ölpreise den dritten Tag in Folge. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 78,83 Dollar je Barrel. US-Leichtöl WTI legte um ein Prozent auf 71,97 Dollar zu.
Mehr Wirtschaftsnachrichten im Börsen-Tag bei ntv.de.
+++ 06:00 Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Nahen Osten meiden +++
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Israel, in die palästinensischen Gebiete, den Libanon, Jordanien, Syrien, den Irak, den Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar und den Jemen. Deutsche Staatsangehörige vor Ort werden aufgefordert, sich in die Krisenvorsorgeliste des Ministeriums einzutragen. Zudem sollten Warnungen vor Luftangriffen ernst genommen werden. "Suchen Sie bei Alarm umgehend nahegelegene Schutzräume oder das Innere eines Gebäudes auf und bleiben Sie Fenstern fern", teilt das Ministerium mit.
+++ 05:42 Rubio nennt Israels Angriffspläne als Grund für US-Angriffe +++
US-Außenminister Marco Rubio nennt eine weitere Begründung für den Beginn der US-Angriffe gegen den Iran: die israelischen Angriffspläne. "Wir wussten, dass es ein israelisches Handeln geben würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff auf US-Streitkräfte nach sich ziehen würde, und wir wussten, dass wir, wenn wir nicht präventiv gegen sie vorgingen, bevor sie diese Angriffe starteten, höhere Verluste erleiden würden", sagt Rubio vor Journalisten im US-Kapitol. Hätten die USA auf den Angriff des Iran gewartet, "hätten wir wesentlich höhere Verluste erlitten".
+++ 05:31 US-Botschaft in Riad angegriffen +++
Die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wird nach vorläufigen saudischen Angaben von zwei Drohnen angegriffen. Es sei ein "begrenztes Feuer" ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilt ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums auf X mit. Die US-Botschaft empfiehlt ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf Weiteres zu meiden.
+++ 05:22 Netanjahu: Iran-Krieg wird kein "endloser Krieg" +++
Der Krieg der USA und Israels gegen Iran wird nach den Worten des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu kein "endloser Krieg" werden - als "Forever Wars" werden in den USA vor allem die Kriege in Afghanistan und im Irak bezeichnet. "Es kann einige Zeit dauern, aber es wird keine Jahre dauern", sagt Netanjahu dem Sender Fox News. Der Einsatz werde "eine schnelle und entschlossene Aktion" sein. Netanjahu führt aus, die Angriffe auf den Iran seien notwendig gewesen, da das Land "neue Standorte, neue Anlagen und unterirdische Bunker" gebaut habe, wodurch "ihre Raketenprogramme und ihre Atombombenprogramme innerhalb weniger Monate unangreifbar" gewesen wären. "Wenn jetzt keine Maßnahmen ergriffen worden wären, hätte man in Zukunft keine Maßnahmen mehr ergreifen können", fügt er hinzu.
+++ 04:51 Ökonom: Regimewechsel im Iran könnte deutsches Wachstum um 0,5 Prozent steigern +++
Der designierte Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr sieht in einem möglichen Regimewechsel im Iran erhebliche Chancen für die deutsche Wirtschaft. Ein Ende des Mullah-Regimes könne das deutsche Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent beschleunigen, sagt der Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung der "Welt". Dies sei deutlich mehr als die 0,1 bis 0,2 Prozent, die er vom Mercosur-Abkommen mit Lateinamerika erwarte. Kurzfristig führe der Iran-Krieg jedoch zu höheren Energiepreisen und längeren Lieferzeiten. "Gerade bei einer schwachen Konjunktur in Deutschland brauchen wir solche zusätzlichen Verwerfungen wie einen Kropf am Hals", so Felbermayr. Langfristig biete der Iran mit rund 90 Millionen überwiegend gut ausgebildeten Einwohnern ein "gewaltiges wirtschaftliches Aufholpotenzial". Mit der Aufhebung der Sanktionen hätten deutsche Exporteure wieder direkten Zugang zum iranischen Markt. Zudem könne iranisches Gas über Aserbaidschan per Pipeline nach Europa exportiert werden.
+++ 03:58 CDU-Politiker: Deutschland soll USA und Israel gegen Iran unterstützen +++
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fordert von der Bundesregierung eine aktive Unterstützung der USA und Israels bei ihrem Vorgehen gegen den Iran. "Wir müssen die USA und Israel in ihrem entschlossenen Vorgehen vollumfänglich und aktiv unterstützen", sagt Kiesewetter der "Augsburger Allgemeinen". Deutschland solle dabei "nichts ausschließen" - von logistischer Unterstützung über Luftverteidigung bis hin zu offensiven Maßnahmen gegen die militärische Infrastruktur des iranischen Regimes. Der Iran sei auch für Deutschland ein Kriegsziel, betont der Unionspolitiker.
+++ 03:21 Israelische Armee meldet Angriffe auf Hisbollah-Ziele in Beirut +++
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge mehrere Angriffe gegen Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz in Libanons Hauptstadt Beirut verübt. Sie greife derzeit "Kommandozentralen und Waffenlager der Hisbollah in Beirut an", berichtet die israelische Armee am frühen Morgen. Der Hisbollah-nahe Sender Al-Manar erklärt auf Telegram, die israelische Armee habe sein Büro in dem Gebiet Harat Hreik im Süden Beiruts attackiert. Zuvor hatte die israelische Armee die Bewohner von 31 Dörfern im Süden des Libanon zur Evakuierung aufgerufen und Einsätze gegen die Hisbollah angekündigt.
+++ 02:39 Kuwaits Armee meldet erste Todesopfer +++
Das Militär des Golfstaats Kuwait hat die ersten beiden Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet. Zwei Marinesoldaten seien heute im Dienst bei einem Militäreinsatz ums Leben gekommen, teilt der Generalstabschef der kuwaitischen Armee mit. Details dazu, wo und wie genau die Soldaten ums Leben kamen, werden nicht genannt.
+++ 01:38 General der Revolutionsgarden: Iran wird jedes Schiff bei Durchfahrt durch Straße von Hormus "verbrennen" +++
Ein General der iranischen Revolutionsgarden droht damit, "jedes Schiff" zu "verbrennen", das die Straße von Hormus passieren will. "Wir werden auch Ölpipelines angreifen und nicht zulassen, dass auch nur ein Tropfen Öl die Region verlässt", erklärt General Sardar Dschabbari auf Telegram. "Der Ölpreis wird in den kommenden Tagen 200 Dollar erreichen."
+++ 01:08 US-Bürger sollen Nahen Osten verlassen +++
Das US-Außenministerium fordert US-Bürger zur sofortigen Ausreise aus mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten auf. Dies solle auf regulärem Weg geschehen, teilt die zuständige Abteilungsleiterin Mora Namdar mit. Auf der Warnliste stehen Bahrain, Ägypten, der Iran, der Irak, Israel, das Westjordanland und der Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, der Libanon, der Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Jemen.
+++ 00:39 Iranische Angriffe: Israel meldet Entwarnung +++
Israel ist nach Militärangaben in der Nacht erneut aus dem Iran mit Raketen angegriffen worden. In Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten die Sirenen. Inzwischen dürfe die Bevölkerung die Schutzräume jedoch wieder verlassen, nachdem zuvor die Luftabwehr im Einsatz war, teilt die Armee mit. Die Menschen sollten sich jedoch weiter in der Nähe der Schutzräume aufhalten. Der Iran feuert trotz der massiven amerikanisch-israelischen Angriffe auf das Land weiter Raketen auf Israel.
+++ 23:55 Bericht: US-Militär dementiert Sperrung der Straße von Hormus +++
Einem Bericht des Senders Fox News zufolge widerspricht das US-Zentralkommando (Centcom) der Darstellung des Iran, die Straße von Hormus sei gesperrt. Die wichtige Schifffahrtsroute sei weiterhin offen, meldet der Sender unter Berufung auf das Militär. Eine direkte Stellungnahme von Centcom liegt zunächst nicht vor. Zuvor hatten die iranischen Revolutionsgarden erklärt, die Meerenge sei blockiert und jedes Schiff werde beschossen.
+++ 23:31 Explosionen in Teheran: Israel greift iranischen Staatsrundfunk an +++
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran gestartet. Augenzeugen berichten von heftigen Explosionen. Der Staatssender PressTV berichtet, das Gelände der IRIB-Rundfunkanstalt sei attackiert worden. Zuvor hatte ein Sprecher der israelischen Armee auf Persisch im Internet alle Bewohner des Stadtteils Evin aufgerufen, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen. Dazu wurde eine Karte der Hauptstadt mit dem markierten Gebiet veröffentlicht. In dem Gebiet liegt die iranische Rundfunkanstalt.
+++ 23:19 EU sagt weiteres Ministertreffen in Zypern ab +++
Die EU verschiebt wegen des Iran-Kriegs ein weiteres in Zypern geplantes Ministertreffen. Wie die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft am Abend mitteilt, werden die Kulturminister nicht wie ursprünglich vorgesehen an diesem Donnerstag und Freitag in dem Inselstaat im östlichen Mittelmeer zusammenkommen. Zuvor war bereits ein für diesen Montag und Dienstag terminiertes Europaministertreffen abgesagt worden. Hintergrund der Entscheidung sind die Sicherheitslage und mögliche Beeinträchtigungen des Luftverkehrs in der Region.
+++ 22:24 Rubio: USA momentan nicht auf Bodeneinsatz im Iran eingestellt +++
Die USA sind nach Angaben von Außenminister Marco Rubio derzeit nicht für einen Einsatz von Bodentruppen im Iran aufgestellt. Präsident Donald Trump verfüge jedoch über entsprechende Optionen, sagt Rubio vor Reportern. Die US-Regierung gehe davon aus, dass die gesetzten Ziele auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreicht werden könnten.
+++ 22:14 USA melden zwei weitere tote Militärangehörige +++
Die Zahl der seit Beginn des Angriffs auf den Iran getöteten US-Soldaten steigt von vier auf sechs. Wie der US-Generalstab mitteilt, wurden die Leichname zweier weiterer Soldaten geborgen. Es handelt sich demnach um Opfer der ersten iranischen Gegenangriffe.
+++ 22:04 Zahl der verletzten US-Soldaten steigt auf 18 +++
Nachdem am Samstag und Sonntag vier US-Militärangehörige im Zuge der Angriffe auf den Iran ihr Leben verloren haben, gab es am Montag neue Zahlen. Der Sender CBS berichtet unter Berufung auf den US-Generalstab, dass es bislang 18 schwer verletzte Mitglieder der US-Streitkräfte gebe.
+++ 21:50 Irans Außenminister: "Wir greifen nicht unsere Nachbarn an" +++
Ungeachtet der zahlreichen Angriffe Irans auf das Territorium mehrerer Golfstaaten mit zahlreichen Verletzten und einigen Toten beteuert Irans Außenminister Abbas Araghtschi, sein Land sei "nicht im Krieg mit Ländern der Region". Der Iran wolle mit den Angriffen Druck auf die USA "ausüben", so Araghtschi. "Wir greifen nicht unsere Nachbarn an, wir greifen US-Militärbasen an." Tatsächlich richteten sich mehrere Angriffe aber auch gegen zivile Ziele, die Angriffe haben zudem verheerende Auswirkungen auf die Tourismusbranche und die internationalen Flughäfen der Region. Hinzu kommt die Störung der Handelsschiffsroute durch die Meerenge von Hormus, die auch den Öl- und Gasexport der Golfstaaten trifft.
Die betroffenen Länder widersprechen: Die iranischen Angriffe seien eine "äußerst schwerwiegende" Verletzung des internationalen Rechts, erklären die sechs Mitgliedstaaten des Golf-Kooperationsrats Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Jordanien beim UN-Menschenrechtsrat in Genf. Die Angriffe Teherans bedrohten die regionale Stabilität.
+++ 21:36 Kuwait: ein Toter und 19 Verletzte durch iranische Angriffe am Montag +++
Kuwait ist am Montag schwer von iranischen Geschossen getroffen worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 19 Menschen verletzt. Eine Sprecherin des Energieministeriums erklärte, ein Treibstoffcontainer sei nach einem Drohnenangriff von Trümmerteilen getroffen worden. Auch aus der Raffinerie Mina al-Ahmadi, einer der größten des Landes, wurden Granateinschläge gemeldet. Früher am Tag gab der Generalstab der Armee den Tod eines Marine-Soldaten während eines Einsatzes bekannt. Im kleinen, ölreichen Kuwait sind seit den 1990er Jahren US-Soldaten stationiert. 1990 hatte das Nachbarland Irak das Land besetzt - woraufhin eine von den USA angeführte Militärkoalition einen Krieg gegen den Irak begann, der nach rund sechs Wochen mit der Niederlage des Irak endete.
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