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Brutale Methoden gegen MigrantenAnwältin: ICE-Beamte fuhren Einwanderer absichtlich an

13.10.2026, 10:19 Uhr
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Die Einwanderungsbehörde ICE war in diesem Jahr bereits in mehrere brutale Vorfälle verwickelt. (Foto: Angelina Katsanis/AP/dpa)

Im US-Bundesstaat Texas steigt ein mexikanischer Einwanderer aus seinem Auto aus und läuft weg. Dann fahren ihn Mitarbeiter der ICE-Behörde mit einem Geländewagen an. Ermittler sind sich einig, dass das kein zufälliger Zusammenstoß gewesen sein kann.

Einsatzkräfte der US-Einwanderungsbehörde ICE haben in Texas einen mexikanischen Einwanderer nach Angaben seiner Anwältin absichtlich angefahren und verletzt. Der 48-jährige Bauarbeiter Miguel Parra sei dabei am Bein verletzt worden, sagte seine Anwältin Kim Bruno. "Was passiert ist, ist kein Unfall, es ist absichtlich geschehen."

Parra habe Verletzungen an der Hüfte und unterhalb des Knies erlitten. Sein Knöchel sei gebrochen, erklärte der Leiter der Menschenrechtsorganisation Fiel Houston, Cesar Espinosa. Er sei bereits operiert worden, müsse sich aber noch weiteren Eingriffen unterziehen.

Aufnahmen einer Überwachungskamera in Houston zeigen, wie der dunkle Geländewagen der ICE-Mitarbeiter Parra anfährt, nachdem dieser aus seinem Auto ausgestiegen und weggelaufen war. Die Einsatzkräfte erklärten, der Mann sei vor ihr Fahrzeug gelaufen und dann erfasst worden. Nach ICE-Angaben sollte bei dem Einsatz Parras vorbestrafter Beifahrer festgenommen werden.

Der Bezirksstaatsanwalt von Harris County, Sean Teare, erklärte, es werde wegen schwerer Körperverletzung mit einer tödlichen Waffe ermittelt. Mehrere Ermittler mit "jahrzehntelanger Erfahrung" in solchen Fällen seien nach der Auswertung der Videoaufnahmen zu der Einschätzung gelangt, "dass es sich nicht um einen zufälligen Zusammenstoß handelt", sagte Teare der Zeitung "Houston Chronicle".

ICE schoss Mann an

Die ICE spielt eine zentrale Rolle beim rigorosen Vorgehen der Regierung unter Präsident Donald Trump gegen irreguläre Einwanderung. Die Behörde steht wegen ihrer Festnahmen und Abschiebungen sowie wegen ihrer aus Sicht von Kritikern brutalen Methoden unter Druck.

Zuletzt löste ein Einsatz der Einwanderungsbehörde in New York Proteste aus. ICE-Mitarbeiter hatten dort einen Mann in seinem Auto angeschossen, in dem sich auch ein fünfjähriges Kind befand.

ICE war in diesem Jahr bereits in mehrere Schusswaffenvorfälle verwickelt. In Minneapolis erschossen ICE-Kräfte im Januar in Minneapolis die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good. Kurz darauf wurde der US-Bürger Alex Pretti am Rande einer Abschieberazzia in Minneapolis von ICE-Einsatzkräften erschossen.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP

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