Politik

Was sich in 2008 ändert Arbeitnehmer vorerst entlastet

Zum 1. Januar sind in Deutschland zahlreiche gesetzliche Änderungen in Kraft getreten, die den Bürgern sowohl Entlastung als auch Belastung bringen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren im neuen Jahr zunächst von der Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge von 4,2 auf 3,3 Prozent. Weitere Be- und Entlastungen sollen im Laufe des Jahres 2008 folgen. So soll zum 1. Juli 2008 der Beitragssatz der Pflegeversicherung von 1,7 auf 1,95 Prozent steigen.

Ältere Erwerbslose werden aller Voraussicht nach vom 1. Januar an länger Arbeitslosengeld (ALG I) beziehen können als bisher. Zwar ist das Vorhaben der Regierung noch nicht vom Bundestag beschlossen. Die große Koalition ist sich aber im Grundsatz einig und will eine rückwirkende Regelung auf den Weg bringen. Beschäftigte, die älter als 50 Jahre sind, sollen demnach das ALG I für 15 Monate erhalten, über 55-Jährige für 18 Monate und über 58-Jährige für 24 Monate. Bislang wurde das Arbeitslosengeld grundsätzlich zwölf Monate lang bezahlt; wer älter ist als 55 Jahre, bekam es maximal 18 Monate.

Auf Mehrkosten müssen sich Autofahrer und Führerschein-Anwärter einstellen. Die Gebühren beim TÜV werden um 6,5 Prozent erhöht. Zudem steigen die Kosten für die theoretische Führerscheinprüfung von 8,70 auf 9,30 Euro und für die praktische Prüfung von 67,00 auf 71,40 Euro.

Für viele Studenten und Schüler gibt es im Herbst Grund zur Freude, denn vom 1. Oktober 2008 an steigen die Bafög-Sätze um zehn Prozent. Ein Student kann dann maximal 643 Euro pro Monat erhalten, einschließlich der Zuschläge für Wohnen und Krankenversicherung. Auch der Elternfreibetrag steigt um acht Prozent. Er erhöht sich von 1440 Euro auf 1555 Euro.

Quelle: ntv.de