Politik

Konflikt mit Aserbaidschan Armenien möchte neue Friedensgespräche

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Der Krieg um die Region Berg-Karabach dauerte vom 27. September bis zum 9. November 2020.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Der Waffenstillstand gilt seit November, doch zwischen Armenien und Aserbaidschan kommt es wiederholt zum Streit. Die Lage ist angespannt. Nun öffnet sich Armenien für neue Verhandlungen.

Im Dauerkonflikt mit Aserbaidschan zeigt sich die Südkaukasus-Republik Armenien bereit zu neuen Friedensgesprächen unter dem Dach der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Sein Land werde sich "auf hoher und auf höchster Ebene" an Verhandlungen beteiligen, sagte Regierungschef Nikol Paschinjan heute in der Hauptstadt Eriwan. "Wir warten auf konkrete Vorschläge", teilte er mit.

An der Grenze zwischen den verfeindeten Ländern kommt es seit Monaten zu Zwischenfällen. Beide Staaten geben sich gegenseitig die Schuld für den Beschuss mit Toten und Verletzten. Die beiden Ex-Sowjetrepubliken hatten vom 27. September bis 9. November vergangenen Jahres einen Krieg um die Konfliktregion Berg-Karabach geführt. Aserbaidschan holte sich dabei weite Teile des Anfang der 1990er Jahre verlorenen Gebiets zurück. Mehr als 6500 Menschen starben.

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Die mehrheitlich armenische Region Berg-Karabach hatte sich Anfang der 1990er Jahre in einem blutigen Bürgerkrieg mit Unterstützung Armeniens von Aserbaidschan abgespalten. Ihre Unabhängigkeit wird international nicht anerkannt und Baku hält an seinem Anspruch auf die Region fest.

Trotz eines von Russland vermittelten Waffenstillstands kommt es immer wieder zu Spannungen. Aserbaidschan warf zuletzt dem Nachbarland vor, seine Soldaten nicht vollständig aus Gebieten zurückgezogen zu haben, wo nun russische Friedenssoldaten stationiert sind. Das sei ein Verstoß gegen die von Moskau vermittelte Vereinbarung. Armenien warf seinem Gegner wiederholt vor, auf sein Territorium eingedrungen zu sein.

Quelle: ntv.de, law/dpa

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