Politik

Nun ist es offiziell Atomausstieg besiegelt

Rund eineinhalb Jahre nachdem Bundesregierung und Atomwirtschaft sich auf einen geregelten Ausstieg aus der Atomenergie geeinigt haben, ist das Ende der Kernkraft in Deutschland nun auch offiziell besiegelt. Der Bundesrat ließ am Freitag das Gesetz zum Atomausstieg, das nicht zustimmungspflichtig war, passieren.

Kernpunkt der Vereinbarung zwischen Regierung und Kraftwerksbetreibern ist die Festschreibung einer Regellaufzeit von 32 Jahren für die 19 deutschen Reaktoren. Gerechnet wird hierbei von der ersten Stromproduktion an. Da das jüngste Kraftwerk 1989 ans Netz ging, ergibt sich ein theoretisches Enddatum von 2021.

In der Realität könnte die Nutzung der Kernenergie jedoch länger dauern. Den Betreibern wurde eine Restproduktion von insgesamt rund 2.600 Terrawattstunden Strom gestattet. Die Menge darf zwischen den verschiedenen Strommeilern verteilt werden. Einige Kraftwerke könnten daher länger arbeiten, wenn andere früher außer Betrieb genommen werden. Als erstes soll 2003 der Reaktor in Stade vom Netz gehen.

Im Bundestag stieß der von Rot-Grün durchgesetzte Atomausstieg auf den Widerstand der Opposition. Unions-Politiker kündigten in der Vergangenheit mehrfach an, im Falle eines Regierungswechsels das Gesetz rückgängig zu machen.

Quelle: ntv.de