Politik

Der Kanzler in Sebnitz Aufruf zum Kampf gegen Rechts

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat bei seinem Besuch in der sächsischen Stadt Sebnitz zum gemeinsamen Kampf gegen den Rechtsextremismus aufgerufen. Bei rechtsradikalen Umtrieben handele es sich nicht um ein spezifisch ostdeutsches Problem. Vielmehr gehe es über die Grenzen Deutschlands hinaus und müsse mit den europäischen Partnern gelöst werden.

Schröder wandte sich gegen die pauschalen Verurteilungen, denen die Einwohner von Sebnitz im vergangenen Jahr ausgesetzt worden seien. In der "Bild"-Zeitung hatte es damals geheißen, ein deutsch-irakischer Junge sei vor zahlreichen Augenzeugen im Schwimmbad von Neonazis ertränkt worden. Viele andere Medien hatten den falschen Bericht unkritisch übernommen. Die Ermittlungen zum Tod des Kindes ergaben jedoch keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen.

Wie der Kanzler beim Empfang im Rathaus sage, sei den Bürgern durch die Medienberichte damals Unrecht geschehen. Die Beschuldigten täten Recht daran, "nicht in die Vergangenheit zu schauen, sondern nach vorne". Er rief die Sebnitzer auf, sich gegen jede Form rechtsradikaler Umtriebe zu wehren.

Wegen der Kabinettssitzung über einen möglichen Mazedonien-Einsatz der Bundeswehr wird Schröder seine Sommerreise erst am Freitag fortsetzen.

Quelle: ntv.de

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