Politik

Amthor im "ntv Frühstart" "Beide müssen bereit sein, zurückzuziehen"

Noch immer ist unklar, wann und wie die Union ihren Kanzlerkandidaten bestimmen will. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Amthor fordert eine Entscheidung bis zum Freitag. Dass sein Parteivorsitzender Laschet durch den Wettstreit mit Söder beschädigt sei, sieht Amthor nicht.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor hofft auf ein schnelles Ende im Machtkampf zwischen Markus Söder und Armin Laschet. In der ntv-Sendung "Frühstart" sagte Amthor: "Wir brauchen keine lähmende Personaldiskussion über weitere Tage oder Wochen. Jetzt muss eine Entscheidung zwischen den beiden fallen. Wenn wir am Freitag in unsere Wahlkreise fahren, dann wollen wir das möglichst mit einem Kanzlerkandidaten tun." Der junge CDU-Politiker mahnte: "Wir dürfen uns jetzt nicht zerstreiten und das große Ziel aus den Augen verlieren", sagte Amthor.

"Es geht darum, dass wir uns jetzt nicht auf den Weg in eine linke Republik machen, sondern es geht darum, dass gegen die Union keine Regierung gebildet werden kann, und wir als Fraktion wieder den Bundeskanzler stellen." Amthor bezeichnete es als "eine demokratische Normalität", dass man intern miteinander um die Kanzlerkandidatur ringt. "Wir sind froh, dass wir die Auswahl zwischen Armin Laschet und Markus Söder haben, als zwischen Robert Habeck, Annalena Baerbock oder Olaf Scholz", sagte Amthor.

Laschet hat den Rückhalt in unserer Partei

Er gehe fest davon aus, dass Söder und Laschet eine gemeinsame Lösung finden werden und keine Abstimmung in der Fraktion nötig werde. "Wenn beide sagen, dass sie eine Lösung finden wollen, beinhaltet das für mich auch, dass jeder der beiden bereit ist, zugunsten des anderen zurückzuziehen", sagte Amthor. Wen er aber im Falle einer Fraktionsabstimmung unterstützen würde, ließ Amthor offen.

Dass es in der Unionsfraktion bereits eine Mehrheit für Söder gäbe, bestritt Amthor. Zwar hätten sich in der Fraktionssitzung am Dienstag mehr Wortmeldungen zugunsten des Bayern geäußert, doch "jedes Argument für Markus Söder ist nicht zwingend ein Argument gegen Armin Laschet", sagte Amthor und wies darauf hin, dass Laschet die klare Rückendeckung der CDU-Parteispitze habe. Auf die Frage, ob der anhaltende Zweikampf Laschet als Parteichef beschädige, sagte Amthor: "Armin Laschet hat den Rückhalt in unserer Partei. Die CDU ist gut beraten, sich jetzt nicht in einen neuen Führungskonflikt zu bewegen."

Quelle: ntv.de, dhe/shu

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