Politik

Bericht: Frust über Krieg steigtGolfstaaten müssen zahlreiche iranische Attacken abfangen

29.03.2026, 17:25 Uhr
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Ein großes Feuer brach in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus, nachdem Trümmer einer abgefangenen iranischen Drohne die Ölanlage in Fudschaira getroffen haben sollen. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Auch nach einem Monat tobt der Krieg im Nahen Osten. Anders als Israel und die USA es darstellen, kann der Iran nach wie vor Raketen und Drohnen auf Nachbarstaaten feuern. Viele können Irak, Kuwait und die Emirate abfangen. Bahrain sieht sich dennoch zu mehr Sicherheit gezwungen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere regionale Nachbarn am Golf stehen weiter unter Beschuss durch den Iran. Die Flugabwehr habe an diesem Sonntag 16 Raketen und 42 Drohnen abgefangen, meldete das emiratische Verteidigungsministerium. Seit Beginn des Kriegs vor vier Wochen habe das Land iranische Angriffe mit mehr als 410 Raketen, 1900 Drohnen und 15 Marschflugkörpern abgewehrt. Bisher wurden elf Menschen getötet, darunter zwei Soldaten, und rund 180 weitere verletzt.

Die Streitkräfte im kleinen Golfstaat Bahrain teilten mit, dass dort bisher 170 Raketen und 390 Drohnen abgewehrt wurden. In Bahrain wie auch in Kuwait ertönten heute wieder die Warnsirenen wegen der laufenden Angriffe, mit dem der Iran auf Militärschläge der USA und Israels reagiert. Zuletzt waren in Bahrain zwei Mitarbeiter eines Aluminiumwerks bei Luftangriffen verletzt worden. 

Angesichts der fortdauernden Attacken hat Bahrain ein nächtliches Fahrverbot für Schiffe verhängt. Das Fahrverbot gelte von 18 Uhr abends bis 4 Uhr morgens, "um die Sicherheit für die Seeleute angesichts der iranischen Aggression zu erhöhen", hieß es in einer Erklärung des bahrainischen Innenministeriums.

Auch Saudi-Arabien wehrt weiterhin Angriffe ab. In der Nacht und am frühen Morgen seien zehn Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das saudische Verteidigungsministerium mit.

Wie Bloomberg berichtet, sind mittlerweile viele Golfstaaten über das Vorgehen Israels und der USA gegen den Iran frustriert. So seien hinter verschlossenen Türen sowohl mangelnde Sicherheitsgarantien der USA für die Staaten beklagt worden. Zudem fehle es nach ihrer Einschätzung an einer klaren Strategie.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, US-Einrichtungen in der Region und auf mehrere Golfstaaten, darunter auch Bahrain.

Quelle: ntv.de, als/dpa/AFP

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