Politik

Dutzende Tote im Irak Blutbad in Wallfahrtsort

Bei einem Selbstmordanschlag mit einer Autobombe sind in der irakischen Stadt Kerbela mindestens 57 Menschen getötet worden. 158 Menschen wurden den Behörden zufolge verletzt. Der Attentäter sprengte sich Augenzeugen zufolge am Samstag an einem Kontrollpunkt in der Nähe eines Schiiten-Heiligtums in einer belebten Straße in die Luft. Mehrere Geschäfte seien zerstört worden, zahlreiche Autos seien in Flammen aufgegangen. An dem Kontrollpunkt vor dem El-Abbas-Schrein lagen nach der Explosion zahlreiche Tote und Verletzte.

Der Anschlag in der den Schiiten heiligen Stadt trägt die Handschrift des irakischen El-Kaida-Ablegers. Die sunnitischen Extremisten versuchen, das Land in einen Bürgerkrieg zwischen der schiitischen Bevölkerungsmehrheit und den früher dominierenden Sunniten zu stürzen. Erst vor zwei Wochen hatte ein Selbstmordattentäter in Kerbela, das 100 Kilometer südwestlich von Bagdad liegt, 40 Menschen getötet.

Der Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak hatte am Donnerstag vor neuen, schweren Anschlägen El Kaidas gewarnt. Die Gruppe sei der Feind Nummer eins im Irak, sagte General David Petraeus bei einem Besuch in Washington.

Quelle: ntv.de