Politik

Autobombenanschlag in Kabul Britische Firma trauert um fünf Mitarbeiter

22441c3c8bbe0badd3f99b49d57eee58.jpg

Die Explosion der Autobombe lässt in Kabul eine Kraterlandschaft zurück.

AP

Die radikalislamischen Taliban attackieren in Kabul eine Sicherheitsfirma. Der Angriff dauert über zehn Stunden. Durch Autobomben sterben mehrere Menschen, darunter auch ein britischer Angestellter des Unternehmens.

Bei dem Anschlag auf eine britische Sicherheitsfirma in Afghanistan am Mittwoch sind nach Angaben der Firma fünf ihrer Mitarbeiter getötet worden. 32 Mitarbeiter seien verletzt worden, erklärte die Firma G4S in London. Firmenchef Charlie Burbridge gab "mit großer Trauer" den Tod von einem Briten und vier Afghanen bekannt.

Vor dem Gelände der Firma in der afghanischen Hauptstadt Kabul war am Mittwochabend eine Autobombe explodiert. Anschließend hatten mehrere Angreifer versucht, in das Gebäude vorzudringen. Am Anschlagsort klaffte ein riesiger Krater. Die radikalislamischen Taliban reklamierten den Anschlag für sich.

Das afghanische Innenministerium hatte nach dem Anschlag bereits von insgesamt zehn Toten gesprochen. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers handelte es sich aber bei allen Getöteten um Afghanen. Ein Polizeisprecher sagte lediglich, dass auch Ausländer unter den Verletzten seien.

G4S ist nach eigenen Angaben für die Sicherheit britischer Botschaftsmitarbeiter in Kabul zuständig. Die Firma war schon im März Ziel eines Anschlags: Damals hatte sich ein Selbstmordattentäter auf dem Firmengelände in Kabul in die Luft gesprengt. Bei dem Anschlag waren zwei Zivilisten getötet worden.

Erst am Dienstag waren bei einem Anschlag in Afghanistan drei US-Soldaten getötet worden. Drei weitere US-Soldaten und ein Mitarbeiter einer privaten US-Sicherheitsfirma wurden verletzt.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, mba/AFP

Mehr zum Thema