Politik

Umfrage zur AbgeordnetenhauswahlCDU in Berlin vorn - Koalition ohne Mehrheit

16.01.2026, 20:05 Uhr
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Die schwarz-rote Koalition um Giffey (l, SPD) und Wegner (CDU) bräuchte derzeit für eine weitere Amtszeit frisches Blut in Form eines weiteren Koalitionspartners. (Foto: picture alliance/dpa)

Im September wird ein neues Abgeordnetenhaus in Berlin gewählt. Und derzeit kann die schwarz-rote Koalition nicht mit einer weiteren Amtszeit rechnen. Denn der jüngsten Erhebung zufolge reicht es nur für Dreier-Bündnisse in der Hauptstadt.

Gut acht Monate vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die regierende CDU in der Bundeshauptstadt weiter in Führung. Würde am Sonntag gewählt, kämen die Christdemokraten um den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner auf 22 Prozent, wie aus einer Erhebung für den Sender rbb hervorgeht. Es folgen die Linke mit 18 Prozent, die AfD mit 17 Prozent, die Grünen mit 16 Prozent. Die mit regierende SPD käme demnach auf 14 Prozent.

Die CDU und die Grünen können damit ihre Ergebnisse aus der vorangegangenen Umfrage von Mitte November halten. Die Linke verliert einen Prozentpunkt, während die AfD und die SPD je einen Punkt zulegen. Das BSW und die FDP liegen weiterhin unter der Fünfprozentmarke.

Damit hätte aber auch die derzeit regierende Koalition aus CDU und SPD im Abgeordnetenhaus Umfrage keine Mehrheit mehr. Auch für andere Zweierbündnisse würde es nicht reichen. Dreierkoalitionen aus CDU, Grünen und SPD oder aus Linkspartei, Grünen und SPD wären hingegen möglich.

Knapp jeder vierte Befragte (24 Prozent) zeigte sich der Erhebung zufolge zufrieden mit der Arbeit des Senats. 72 Prozent äußerten hingegen ihr Missfallen. Die größte Zustimmung erhält der Senat bei den Parteianhängern von CDU (53 Prozent) und SPD (41 Prozent). Doch auch bei den Anhängern der Sozialdemokraten überwiegt Unzufriedenheit (57 Prozent) mit der Leistung im Roten Rathaus.

Das Berliner Abgeordnetenhaus wird am 22. September zeitgleich mit dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern neu gewählt. Für die repräsentative Erhebung befragte Infratest dimap den Angaben zufolge von Montag bis Mittwoch 1173 Wahlberechtigte in Berlin telefonisch und online.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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