Politik

Merz kündigt Entlastung anDeutsche fordern mehrheitlich Rückkehr des Tankrabatts

15.09.2026, 16:15 Uhr
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Die Deutschen drängen angesichts der hohen Spritpreise auf Entlastungen an der Zapfsäule. Fast 60 Prozent der Befragten im RTL/ntv-Trendbarometer wollen die Rückkehr des Tankrabatts. Die Grünen schlagen einen anderen Weg vor.

Die Wahlberechtigten in Deutschland sind mehrheitlich für eine Neuauflage des bis Juni geltenden Tankrabatts von knapp 17 Cent pro Liter. 58 Prozent der Deutschen sprechen sich im RTL/ntv-Trendbarometer für eine Wiedereinführung aus. 37 Prozent der Befragten lehnen die Maßnahme ab.

Die aufgrund steigender Spritpreise eingeführte temporäre Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe war Ende Juni ausgelaufen. Die Regierung lehnte bislang eine Wiedereinführung aufgrund der zu erwartenden Kosten ab, kündigte aber heute Entlastungen für Autofahrer an.

Für viele Menschen, die täglich das Auto brauchen, ist eine Belastungsgrenze erreicht", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer Veranstaltung des Außenhandelsverbands BGA. "Ich bin der Meinung, dass wir handeln müssen." Welche Maßnahmen genau ergriffen werden, stehe noch nicht fest, so der Regierungschef. Es werde "sehr bald" einen Vorschlag geben.

Besonders im Osten Deutschlands wird die Stimmung zugunsten eines erneuten Tankrabatts in der Umfrage deutlich. Der Anteil der Befragten, die sich für die Maßnahme aussprechen, ist mit 70 Prozent noch deutlich größer als im Westen. Dort äußerten sich 56 Prozent positiv zu einem entsprechenden Schritt.

Die Anhänger der SPD, der Linkspartei und insbesondere der AfD favorisieren mit großer Mehrheit eine Neuauflage des "Tankrabatts". Die CDU/CSU-Anhänger sind in dieser Frage gespalten.

Regierungschef will Bürger entlasten

Die Unterstützer der Grünen lehnen eine Wiedereinführung des Zuschusses von Spritpreisen hingegen mehrheitlich ab. 68 Prozent ihrer Anhänger sprechen sich im Trendbarometer dagegen aus.

Auch der stellvertretende Grünen-Fraktionschef Andreas Audretsch lehnt einen neuen Tankrabatt ab. "Ich will nicht einen einzigen Cent an diese Ölkonzerne geben, die sich gerade zulasten von uns allen die Taschen vollmachen. Das darf nicht passieren", sagte der Grünen-Politiker im RTL/ntv Frühstart.

Der frühere Tankrabatt habe gezeigt, dass ein Teil der staatlichen Entlastung bei den Ölkonzernen gelandet sei. "Wir haben das gesehen. 1,6 Milliarden Euro hat die Bundesregierung dafür aufgewandt. Und beim Diesel sind ungefähr 30 Prozent davon in den Taschen der Ölkonzerne gelandet."

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 11. und 14. September erhoben. Datenbasis: 1001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa gibt es hier. 

Quelle: ntv.de, lme

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