Politik

Verfassungsschutz zunehmend besorgt Deutscher Islamist kämpft in Syrien

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Auch in deutschen Moscheen radikalisieren sich Muslime.

(Foto: AP)

Das Bundesamt für Verfassungsschutz führt eine Liste der "Syrien-Reisenden" von deutschen Islamisten, die sich inzwischen in Syrien aufhalten sollen. Jüngster Zugang auf der Liste soll Kerim B. sein, ein Salafist aus Nordrhein-Westfalen. Laut einem Zeitungsbericht ist aus B. der Kämpfer "Abu Zulfiqar" geworden.

Ein radikaler Salafist aus Düsseldorf, der unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden stand, ist nach Informationen der "Welt" derzeit als islamistischer Kämpfer in Syrien aktiv. Wie das Blatt berichtet, soll sich der 21-jährige Kerim B. alias "Abu Zulfiqar" seit einigen Wochen in der nordsyrischen Rebellenhochburg Aleppo aufhalten.

Ein Foto, das der "Welt" vorliegt und nach ihren Angaben offenbar aus Syrien stammt, zeige den Düsseldorfer Salafisten mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr in der Hand. Er soll sich demnach der Rebellengruppe "Jugend der Armee Mohammed im Land von Scham" angeschlossen haben.

Nach Informationen des Blatts ist Kerim B. der Sohn eines Niederländers und einer Türkin. Er wuchs demnach im nordrhein-westfälischen Kleve auf und lebte zuletzt in Düsseldorf. Deutschen Sicherheitsbehörden sei B. als potenzieller islamistischer Gewalttäter bekannt. Bei einer Personenkontrolle im April 2011 sollen Kerim B. und zwei weitere Salafisten eine Polizeistreife angegriffen haben.

Laut "Welt" führt das Bundesamt für Verfassungsschutz eine Liste mit Personen aus der radikalislamischen Szene, die sich in den vergangenen Monaten nach Syrien abgesetzt haben. Mittlerweile sollen sich mehr als 60 Islamisten aus Deutschland im syrischen Kriegsgebiet aufhalten. Darunter seien Männer und Frauen aus Berlin, Düsseldorf, Bonn, Kassel, Pforzheim und Karlsruhe.

Quelle: ntv.de, AFP