Politik

Kreml erwartet Gegenleistung Putin fordert "Paketlösung" für Getreidekrise

Durch den russischen Krieg gegen die Ukraine sind die Getreide-Exporte des Landes blockiert - ohne sie drohen in mehreren Ländern Hungersnöte. Während deshalb in Istanbul verhandelt wird, zeigt sich Kremlchef Putin nun bereit für einen Deal. Allerdings lägen dann auch westliche Sanktionen auf dem Tisch.

Russlands Präsident Wladimir Putin knüpft die Wiederaufnahme ukrainischer Getreide-Exporte an die Aufhebung von Agrarsanktionen gegen sein Land. "Das sollte eine Paketlösung sein", sagte Putin beim Besuch in der iranischen Hauptstadt Teheran. "Wir werden den Export von ukrainischem Getreide unterstützen, gehen aber davon aus, dass alle Beschränkungen für den Export von russischem Getreide aufgehoben werden", sagte er der Agentur Interfax zufolge.

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Putin während seines Besuchs in Teheran.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Die Ukraine ist einer der größten Getreidelieferanten der Welt. Durch den russischen Angriffskrieg seit dem 24. Februar sind ihre Exporte aber blockiert. Das Land hält Häfen wie Odessa am Schwarzen Meer auch zum Schutz gegen russische Angriffe vermint. Vertreter der Vereinten Nationen, der Ukraine, Russlands und der Türkei verhandeln seit einigen Tagen in Istanbul über die Ausfuhr des Getreides.

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Putin sagte, die USA hätten bereits einige Sanktionen aufgehoben, vor allem gegen russische Düngemittelausfuhren. Wenn Washington wirklich Verbesserungen auf dem Weltmarkt wolle, solle es auch Strafmaßnahmen gegen russische Getreide-Exporte aufheben.

Die US-Regierung betont, dass es keine direkten Sanktionen gegen russische Exporte gibt. Es gebe aber Unsicherheiten bei den Firmen, die die Exporte finanzieren, versichern und transportieren sollen. Als Beitrag zu den Istanbuler Verhandlungen stellte das US-Finanzministerium vergangene Woche klar, dass die Mitwirkung an russischen Düngemittel- und Getreide-Exporten keinen Verstoß gegen Sanktionen bedeute.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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