Politik

Tarifverhandlungen bei der Bahn Eisenbahner sollen marktorientierte Löhne bekommen

Die Deutsche Bahn und die Eisenbahngewerkschaften haben sich in ihren Tarifverhandlungen im Grundsatz geeinigt. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und der Chef der Bahngewerkschaft TRANSNET, Norbert Hansen, verständigten sich in Berlin darauf, den Flächentarifvertrag durch branchenspezifische Regelungen abzulösen. Ein unterschriftsreifer Tarifvertrag, der alle strittigen Punkte behandelt, soll am kommenden Dienstag vorgelegt werden.

Bahn-Chef Mehdorn sagte nach einem rund sechsstündigen Treffen mit den Gewerkschaftsspitzen, es gehe jetzt nur noch um die Details. Der Tarifvertrag soll - so Mehdorn wörtlich - die nächsten 36 Monate Bestand hat. Ähnlich äußerte sich auch der Vorsitzende der Transnet-Gewerkschaft, Norbert Hansen. Über Einzelheiten der Grundsatz- vereinbarung wollten die Verhandlungspartner nichts bekannt geben.

Die neue Lohnstruktur soll vor allem den Tochtergesellschaften DB-Regio und DB-Cargo mehr Wettbewerbsspielraum verschaffen. Die Regelungen sind Teil des Sanierungsprogramms, mit dem die Bahn bis 2004 wieder schwarze Zahlen schreiben will.

Die Tarifpartner hatten die Lohn- und Gehaltsverhandlungen für die Angestellten des Unternehmens bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen. Das Ergebnis war jedoch an eine Einigung über einen Sozialfonds geknüpft worden. Über dessen Ausstattung hatten Bahn und Gewerkschaften monatelang gestritten. Nach Hansens Worten soll auch hier eine branchenspezifische Lösung gefunden werden.

Quelle: ntv.de