Politik

Alternative für Deutschland Euro-Skeptiker formieren sich

Sie fordern die Auflösung des Euro-Währungsgebiets und denken über eine Wiedereinführung der D-Mark nach: Die Gründer der liberal-konservativen "Alternative für Deutschland". Nun beginnt die Partei in Gründung sich zu positionieren.

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Bernd Lucke lehrt Makroökonomie in Hamburg und setzt sich seit Jahren gegen den Euro-Rettungsschirm ein.

(Foto: REUTERS)

Gut ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl hat die neue euroskeptische Partei Alternative für Deutschland ihre erste öffentliche Versammlung abgehalten. Rund 1200 Zuhörer kamen am Montagabend nach Oberursel bei Frankfurt am Main, wo mehrere Parteimitbegründer auftraten. Eine r von ihnen, der Publizist und ehemalige "FAZ"-Redakteur Konrad Adam, kritisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Es sei falsch, wenn diese im Zusammenhang mit dem Euro-Rettungsschirm sage, es gebe keine Alternative.

"Politik lebt von Alternativen", fügte Adam hinzu. Er forderte für diejenigen, die "nicht bleiben können oder wollen", die Möglichkeit, aus dem Euroraum auszutreten. Die Partei soll im April bei einem Kongress in Berlin offiziell ins Leben gerufen werden und will zur Bundestagswahl im September antreten.

Zu den Unterstützern der Alternative für Deutschland gehören viele Wirtschaftsprofessoren, die Lehrstühle innehaben oder hatten. Auch der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, findet sich auf der Unterstützerliste. Die neue Partei fordert eine "geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes" und die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die "Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde", wie es auf ihrer Webseite heißt.

In einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Magazins "Focus" stand rund jeder Vierte den Forderungen offen gegenüber. Noch ist die Alternative für Deutschland aber gar keine Partei. Die offizielle Gründung soll Mitte April in Berlin erfolgen.

Quelle: n-tv.de, AFP

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