Politik

Nach Schüssen von US-Söldnern FBI schickt Ermittler in den Irak

Die amerikanische Bundespolizei FBI hat die Entsendung von Ermittlern nach Bagdad beschlossen, die dort das Verhalten privater Söldner bei einer tödlichen Schießerei untersuchen sollen. Die Ermittlungen zum Vorgehen der privaten Sicherheitsfirma Blackwater folgen einer Bitte des Außenministeriums in Washington, wie FBI-Sprecher Richard Kolko mitteilte. Dabei werde auch eine strafrechtliche Verantwortung geprüft, sagte Kolko.

Bei der Schießerei am 16. September kamen mindestens elf unbewaffnete Iraker ums Leben. Danach setzte die irakische Regierung die Lizenz für Blackwater aus, das Außenministerium unterbrach die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen für den Schutz von diplomatischen Konvois außerhalb der streng gesicherten Grünen Zone in Bagdad.

Unterdessen wurde am Montag der Bericht eines Kongressausschusses bekannt, wonach Blackwater in den vergangenen drei Jahren 122 Mitarbeiter wegen des Missbrauchs von Waffen, Verstößen gegen Alkohol- und Drogenvorschriften oder wegen gewaltsamen Verhaltens entlassen hat. Dem Bericht zufolge gab es seit 2005 insgesamt 195 Zwischenfälle mit Blackwater-Angestellten, bei denen Schusswaffen eingesetzt wurden. In mehr als 80 Prozent der Fälle waren es demnach die Söldner, die zuerst von der Schusswaffe Gebrauch machten.

Das 1997 gegründete Unternehmen ist das größte der drei privaten Sicherheitsunternehmen mit Aufträgen des US-Außenministeriums. Aus dem Bericht des Kongressausschusses geht hervor, dass Blackwater seit 2001 mehr als eine Milliarde Dollar (770 Millionen Euro) aus Regierungsaufträgen erhalten hat.

Quelle: n-tv.de

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