Politik

Einmischung in US-Wahlkampf? Facebook blockiert verdächtige Konten

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Die meisten verdächtigen Facebook-Seiten waren in russischer oder französischer Sprache.

(Foto: imago)

Noch immer ist unklar, ob und in welcher Weise Russland sich in die US-Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt hat. Jetzt stehen wieder Wahlen an, und wieder besteht der Verdacht der versuchten Beeinflussung. Facebook sperrt deshalb verdächtige Konten.

Facebook hat kurz vor der Kongresswahl in den USA Dutzende verdächtige Konten gesperrt, um einer möglichen Einmischung in die Abstimmung vorzubeugen. Die bisher entdeckten 30 Facebook- und 85 Instagram-Konten könnten ausländischen Betreibern gehören, schrieb Facebook. Demnach hatten US-Sicherheitsbehörden am Sonntag das US-Unternehmen kontaktiert und auf verdächtiges Verhalten auf den Accounts aufmerksam gemacht. 

Die gesperrten Konten werden jetzt tiefergehend untersucht, wie der für Cybersicherheit bei Facebook zuständige Nathaniel Gleicher weiter mitteilte. Die meisten Facebook-Seiten, die mit diesen Accounts verbunden sind, seien augenscheinlich in französischer oder russischer Sprache gehalten gewesen. Die Instagram-Konten indes seien in englischer Sprache gewesen und hätten entweder Berühmtheiten oder politische Debatten zum Thema gehabt.

"Normalerweise würden wir unsere Analyse vertiefen, bevor wir etwas öffentlich mitteilen", schrieb Facebook weiter. "Doch da wir nur einen Tag von den wichtigen Wahlen in den USA entfernt sind, wollten wir die Menschen über unseren Schritt und die Gründe dafür informieren."

In den USA steht nach wie vor der Verdacht im Raum, Russland habe sich bei der Präsidentenwahl 2016 zugunsten von Donald Trump eingemischt. Die Ermittlungen dauern an, um zu klären, ob Trumps Wahlkampfteam geheime Absprachen mit Russland traf. Am heutigen Dienstag finden die Midterms - die Wahlen zur Halbzeit von Trumps Amtszeit - statt. Für Trumps Republikaner geht es darum, ihre Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses - Repräsentantenhaus und Senat - gegenüber den Demokraten zu verteidigen.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

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