Politik

Mutmaßliche Linksextremisten Festnahmen in Magdeburg

In Magdeburg sind zwei mutmaßliche Linksextremisten in Gewahrsam genommen worden. Die Festnahmen erfolgten auf Veranlassung von Generalbundesanwalt Kay Nehm. Die Männer stünden im Verdacht, als Mitglieder der Gruppe "kommando freilassung aller politischen gefangenen" an zwei Brandanschlägen auf Polizeieinrichtungen in Magdeburg beteiligt gewesen zu sein, teilte Nehms Behörde mit.

Bereits am Mittwoch seien vier Objekte in Magdeburg, Quedlinburg und Berlin durchsucht worden, erklärte die Bundesanwaltschaft. Dabei hätten auch die Festnahmen stattgefunden. In einer Wohnung seien Gegenstände gefunden worden, mit denen sich Spreng- und Brandvorrichtungen herstellen ließen. Die Beschuldigten seien dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen worden.

Mitglieder der linksextremen Gruppe sollen im März dieses Jahres einen Brandanschlag mit geringem Sachschaden auf das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt verübt haben. Zudem sollen sie unter einem Fahrzeug des Bundesgrenzschutzes eine Brandbombe platziert haben, die jedoch nicht detonierte. In Bekennerschreiben gab die Gruppierung als Ziel an, "militante Politik in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern".

Quelle: ntv.de