Politik

Rot-Rot-Grün nicht einzige Option Gabriel hat auch Ampel im Blick

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(Foto: imago stock&people)

Sigmar Gabriel will eine Neuauflage der Großen Koalition vermeiden. Der SPD-Vorsitzende kann sich eine Koalition mit Grünen und FDP vorstellen. Auch Rot-Rot-Grün hat er noch nicht abgeschrieben.

Nach der Bundestagswahl im Herbst kann sich SPD-Chef Sigmar Gabriel auch eine Koalition mit den Grünen und der FDP vorstellen. Das bislang vor allem diskutierte Bündnis aus SPD, Linken und Grünen sei "keinesfalls die einzige Konstellation, die denkbar ist", sagte Gabriel dem "Spiegel". Er verwies auf das Beispiel Rheinland-Pfalz, wo die SPD eine Ampelkoalition anführe, also "letztlich mit zwei liberalen Parteien" regiere.

Gabriel fügte hinzu: "Aber natürlich kann ich mir auch eine rot-rot-grüne Koalition vorstellen, wenn sich daraus eine stabile Regierung formen lässt." Das liege aber "ausschließlich an der Linkspartei": Ein Austritt aus dem Euro oder die Weigerung, an UN-mandatierten Einsätzen gegen Völkermord teilzunehmen, seien "mit der SPD nicht zu machen".

Eine Neuauflage der Großen Koalition will Gabriel vermeiden. "Wir werden alles tun, um das zu verhindern", sagte er dem Nachrichtenmagazin. Auszuschließen sei ein solches Bündnis aber nicht, weil es sein könne, dass nur Union und SPD eine regierungsfähige Mehrheit im neuen Bundestag erreichen. Momentanen Umfragewerten zufolge hätten allerdings sowohl eine Ampelkoalition als auch Rot-Rot-Grün keine Mehrheit im Bundestag.

Die Bundestagswahl findet voraussichtlich Ende September statt. Im Bundestag könnten dann womöglich zwei Parteien mehr als bislang vertreten sein: Die FDP und die AfD. Das könnte die Regierungsbildung erschweren.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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