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"Fortgeschrittenes Stadium"Geheimdienst-Memo: Iran plant Anschläge auf US-Bürger

24.10.2026, 19:47 Uhr
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Laut einem internen Schreiben des US-Geheimdienstkoordinators stehen iranische Attacken auf Amerikaner unmittelbar bevor. (Foto: AP Photo/Vahid Salemi)

Ein internes Schreiben des US-Geheimdienstkoordinators warnt vor konkreten Vorbereitungen des Iran für Angriffe auf US-Personal. Diese könnten im Nahen Osten und weiteren Ländern erfolgen. Washington zieht bereits Personal aus Saudi-Arabien ab.

Der Iran hat einem Dokument zufolge seine Pläne für Attacken auf US-Bürger und -Personal deutlich vorangetrieben. Die Vorbereitungen Teherans hätten ein "fortgeschrittenes Stadium" erreicht, hieß es in einem internen Memo des US-Geheimdienstkoordinators Jay Clayton, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.

Clayton schrieb in dem auf den 23. Oktober datierten Dokument an Außenminister Marco Rubio, man habe über verschiedene Kanäle Geheimdienstinformationen erhalten. Demnach habe der Iran seine Bemühungen erheblich verstärkt, US-Personal ins Visier zu nehmen. Die Pläne richteten sich gegen US-Bürger im Nahen Osten sowie in einigen anderen Ländern. Das nicht als geheim eingestufte Schreiben, über das zunächst das Nachrichtenportal Axios berichtet hatte, ging zudem an CIA-Direktor John Ratcliffe.

Die Warnung folgt auf eine Reduzierung des US-Personals in Saudi-Arabien. Das Außenministerium in Washington hatte am Mittwoch nicht zwingend benötigtes Personal und dessen Familienangehörige angewiesen, die diplomatischen Vertretungen in dem Land zu verlassen. Zudem plante das Ministerium Insidern zufolge, Familienmitglieder aus weiteren Vertretungen in der Region abzuziehen.

USA aktualisieren Reisehinweise für Dutzende Länder

Am Samstag aktualisierten die USA ihre Reisehinweise für mehr als ein Dutzend Länder im Nahen Osten und in der Golfregion, darunter Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), den Irak und Israel. Zur Begründung wurde eine erhöhte Bedrohung durch die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz angeführt.

In US-Regierungskreisen hieß es, man bewerte bei der Personalbesetzung von Botschaften ständig neue Informationen über die Sicherheitslage. Die Bedrohung durch Attacken der Huthi und iranische Terrorpläne gegen US-Regierungsvertreter fließe in die Entscheidungen ein. Das Außenministerium nutzt dabei einen speziellen Status für eingeschränkten Betrieb (RO-Status), der mehr Flexibilität bei Personalentscheidungen bietet, ohne diese öffentlich machen zu müssen.

Im Zuge des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran nehmen Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu. Anfang des Monats hatte Reuters von Insidern erfahren, dass der Iran eine härtere Reaktion vorbereite, sollten die USA wieder großangelegte Militärschläge gegen sein Territorium unternehmen. Der Konflikt belastet zudem die Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump kurz vor den Kongresswahlen am 3. November erheblich.

Quelle: ntv.de, kst/rts

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