Politik

Bereits 27 Schusswaffen besorgt "Gruppe S." plante Angriff auf Bundestag

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Der Bundestag war eines der Anschlagsziele der mutmaßlich rechtsextremistischen Terrorgruppe.

(Foto: picture alliance / Winfried Rothermel)

Im Februar 2020 verhaftet die Polizei Werner S. und weitere Mitglieder der mutmaßlichen Terrorzelle "Gruppe S.". Bei Razzien werden zahlreiche erlaubnispflichtige Schusswaffen gefunden, auch Kriegswaffen sollten wohl gekauft werden. Nach einem Medienbericht zielten sie es auch auf Bundestagsabgeordnete ab.

Die mutmaßliche rechtsextreme Terrorvereinigung "Gruppe S." versuchte einem Bericht zufolge, Kriegswaffen für einen Anschlag auf Politiker zu besorgen. Wie das ZDF-Magazin "Frontal 21" und die "Stuttgarter Nachrichten" mit Berufung auf Ermittlungsakten berichten, sei der als Rädelsführer angegeklagte Werner S. kurz vor seiner Festnahme im Februar 2020 noch dabei gewesen, eine Kalaschnikow, eine Maschinenpistole und Handgranaten zu kaufen. Am 13. April soll in Stuttgart der Prozess gegen zwölf Verdächtige beginnen.

Ziel der Gruppierung soll es nach früheren Angaben der Ermittler gewesen sein, durch Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Moscheen in Deutschland "bürgerkriegsähnliche Zustände" herbeizuführen. Die Zelle soll beabsichtigt haben, die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik "zu erschüttern und letztlich zu überwinden". Ziele der Anschläge sollen Berichten zufolge unter anderem die Grünen-Politiker Anton Hofreiter und Robert Habeck gewesen sein.

Bei Razzien fand die Polizei laut dem neuen Bericht bereits über 27 erlaubnispflichtige Schusswaffen. Die Kriegswaffen sollten demnach bis zum Sommer dazukommen. Der Präsident des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, Ralf Michelfelder, bestätigte den Medien den geplanten Waffenkauf: "In der Tat haben die Tatverdächtigen sich Waffen besorgen wollen oder auch besorgt, um für diesen Terroranschlag vorbereitet zu sein", sagte er laut Mitteilung.

S. habe in einer Chatgruppe geschrieben, er plane den Aufbau einer etwa 1000 Mann starken Miliz, mit der er dem "ganzen Spuk [...] ganz zügig ein Ende bereiten" wolle, hieß es in der Mitteilung. Er habe auf einen Schlag alle Politiker "im Reichstag ausschalten" wollen. S. plante demnach außerdem, viele Moscheen in Deutschland gleichzeitig anzugreifen und Gläubige beim Freitagsgebet zu ermorden.

Das ZDF und die "Stuttgarter Nachrichten" zitieren den Grünen-Bundestagsabgeordneten Cem Özdemir mit der Forderung, dieser vernetzte Terrorismus müsse ernst genommen werden. "Die Gruppe S. wollte Mitglieder des Deutschen Bundestages liquidieren, prominente Politiker umbringen und dadurch eine Art Chaos in der Republik, Angst und Schrecken erzeugen", sagte Özdemir laut dem Bericht.

Quelle: ntv.de, jru/AFP

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