Kriminelle sind "beleidigt"Hacker wollen Daten Tausender FBI-Agenten erbeutet haben

Die Hackergruppe "Shiny Hunters" greift offenbar erfolgreich das FBI an. Die Cyberkriminellen stehlen bei dem digitalen Beutezug nach eigenen Angaben die Daten von rund 5000 Mitarbeitern der US-Bundespolizei.
Das FBI ist offenbar Opfer eines weitreichenden Hackerangriffs geworden. Die Gruppe "Shiny Hunters" gab an, Daten "über fast ALLE FBI-Agenten und Personen, die sich beim FBI um eine Stelle beworben haben", gestohlen zu haben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. "Shiny Hunters" erklärte, man habe Informationen über rund 5000 Mitarbeiter erbeutet.
Als Beweis für ihren Erfolg legten die Hacker unter anderem Ausschnitte aus einem Datensatz vor. Dieser enthält offenbar Informationen über die Namen, Privatadressen und Sozialversicherungsnummern von FBI-Agenten sowie über deren Einsatzbereiche und mitunter die Namen von Familienangehörigen, heißt es in dem Bericht.
Die US-Bundespolizei bestätigte einen Vorfall, ohne dabei auf Details einzugehen. "Das FBI hat Kenntnis von Berichten über unbefugte Aktivitäten, die FBIjobs.gov betreffen, und geht derzeit der Sache nach", erklärte das FBI laut US-Medienberichten.
Ein Bewerbungsportal auf der Website des FBI war am Dienstag nicht erreichbar, während die Behörde sich mit dem Vorfall befasste. In einer Mitteilung auf der Website hieß es, das "Special Agent Applicant Portal" sei derzeit nicht verfügbar.
Die Gruppe "Shiny Hunters" hatte auf ihrer Website im Darknet erklärt, man fühle sich "beleidigt" durch einen früheren Bericht des FBI, der die Erpressungsmethoden der Cyberkriminellen offenlegte. Die Cyberkriminellen hatten in den vergangenen Monaten vor allem Unternehmen im Gesundheitsbereich angegriffen. Dabei liegt der Fokus auf dem Diebstahl von Kundendaten.
In den vergangenen Monaten waren wiederholt US-Bundesbehörden durch Cyberkriminelle angegriffen worden. Im März hatte es eine Attacke auf ein Computer-Netzwerk gegeben, welches für die Verwaltung von Abhörmaßnahmen und anderen Überwachungsanordnungen genutzt wird.
