Politik

Alle Kandidaten zuversichtlich Höhere Wahlbeteiligung im Norden

Die Landtagswahl in Schleswig-Holstein lockt mehr Menschen an die Urnen als vor fünf Jahren. Die jüngsten Umfragen sehen die oppositionelle CDU vorn. Doch SPD-Regierungschef Albig gibt nicht viel auf die Werte.

Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. Bis 14.00 Uhr gaben 42,51 Prozent der gut 2,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter mitteilte. 2012 hatte die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 37,7 Prozent gelegen, 2009 bei 48,6.

Bei der Wahl muss die seit 2012 regierende Koalition aus SPD, Grünen und Südschleswigschem Wählerverband SSW um ihre Wiederwahl bangen. Die letzten Umfragen sahen die CDU knapp vor der SPD und keine Mehrheit für die bisherige Küstenkoalition.

Ministerpräsident Torsten Albig zeigte sich in Kiel bei der Stimmabgabe optimistisch. Er kam in Begleitung seiner Lebensgefährtin ins Wahllokal. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gewinnen, weil alle Umfragen bei den letzten Landtagswahlen immer falsch waren - und zwar frappierend falsch", sagte Albig. Dem Ausgang der Wahl schaue er deshalb mit "großer Gelassenheit, mit Fröhlichkeit, mit Demut" entgegen.

Zuvor hatte bereits CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther abgestimmt. Er kam mit Ehefrau Anke in Eckernförde ins Wahllokal. Er sagte danach dem Sender RSH, er sei absolut optimistisch, aber ein bisschen Anspannung sei immer dabei. Der Wahlkreis 8, in dem er antritt, ist hart umkämpft. Bei der Landtagswahl 2012 hatte Günther seine SPD-Konkurrentin, Fraktionsvize Serpil Midyatli, nur knapp geschlagen.

Auch FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki tritt in dem Wahlkreis an. Er zeigte sich bei der Stimmabgabe ebenfalls zuversichtlich. Die Liberalen wollen bei der Wahl am Sonntag mit einem zweistelligen Ergebnis vor den Grünen drittstärkste Partei werden.

In diesem Jahr dürfen im Norden erstmals auch 16-Jährige den Landtag in Kiel wählen. Bereits bis 11.00 Uhr hatten 21,55 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt lag wie dann auch am Nachmittag die Beteiligung höher als 2012 (17,7 Prozent).

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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