Politik

Keine Chance gegen AKK In Kanzlerfrage zieht Merz den Kürzeren

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Friedrich Merz kann derzeit vor allem bei Frauen und jungen Wählern kaum punkten.

imago/Mauersberger

In drei Wochen kürt die CDU beim Parteitag in Hamburg ihren neuen Vorsitzenden. Ginge es nach der Popularität der Kandidaten bei den Wählern, hätte Annegret Kramp-Karrenbauer den Job sicher. Im RTL/n-tv Trendbarometer liegt sie klar vor Merz und Spahn.

Unter den Kandidaten für den CDU-Vorsitz hätte Annegret Kramp-Karrenbauer derzeit den größten Rückhalt bei den Wählern. Laut RTL/ntv Trendbarometer kommt die 56-Jährige in der Kanzlerfrage derzeit auf ähnlich gute Werte wie Angela Merkel. Im direkten Duell gegen SPD-Vize Olaf Scholz läge sie mit 41 Prozent klar vorn. Für Scholz würden demnach nur 26 Prozent der Wähler stimmen. Müsste AKK gegen SPD-Chefin Andrea Nahles antreten, käme die Saarländerin sogar auf 48 Prozent der Stimmen - und hätte damit einen äußerst komfortablen Vorsprung von 33 Prozent vor Nahles (15 Prozent).

Ihre beiden Konkurrenten Friedrich Merz und Jens Spahn genießen bei den Wählern derzeit weit weniger Zustimmung. Vor allem für die Vorstellung eines Bundeskanzlers Spahn können sich laut Umfrage nur wenige Befragte erwärmen. Er käme im Duell gegen Nahles lediglich auf 19 Prozent der Stimmen; für Nahles würden sich in dieser Konstellation 14 Prozent der Befragten entscheiden. Müsste er gegen Olaf Scholz antreten, würde er klar verlieren. Scholz käme demnach auf 32 Prozent; Spahn würde nur noch 14 Prozent der Stimmen holen. Auch Merz würde mit 32 Prozent im direkten Duell gegen den Vizekanzler den Kürzeren ziehen. Denn Scholz käme in diesem Fall auf 36 Prozent.

"Die Kanzlerkandidaten sind von großer Bedeutung für die Wahlentscheidung der Bürger", erklärt Forsa-Chef Manfred Güllner. "Deshalb sind die Werte der Kanzlerpräferenzen ein wichtiger Indikator für die Chancen der Parteien." Am 7. Dezember entscheiden 1001 Delegierte beim CDU-Parteitag in Hamburg, wen sie künftig an der Spitze der Partei - und womöglich auch als künftigen Kanzlerkandidaten - sehen wollen. Die Popularität der einzelnen Kandidaten dürfte nur ein Faktor sein, den sie bei ihrer Entscheidung berücksichtigen. Auch unter CDU-Anhängern sprechen sich allerdings mehr Befragte für Kramp-Karrenbauer aus.

Merz kann bei Jungen nicht punkten

Zwei Drittel der Befragten würden sich sowohl im Duell gegen Scholz als auch gegen Nahles für AKK entscheiden. Damit genießt die CDU-Generalsekretärin derzeit einen ähnlich großen Rückhalt unter CDU-Wählern wie Merkel, die in beiden Fällen nach wie vor den größten Vorsprung hätte. Auf Platz zwei läge demnach Friedrich Merz - und weit abgeschlagen auf den dritten Platz käme Jens Spahn. Selbst unter CDU-Anhängern wäre sein Vorsprung vor Nahles (24 Prozent) und Scholz (5 Prozent) unter allen drei Kandidaten am geringsten.

Doch auch Merz kann nicht bei allen Wählergruppen punkten. Vor allem Frauen und junge Wähler zwischen 18 und 29 Jahren sind bisher nicht überzeugt von dem Auftreten des früheren Unionsfraktionschefs. Im Duell mit Nahles würden sich sogar mehr Befragte der letzteren Gruppe für die SPD-Chefin (35 Prozent) entscheiden als für Merz (28 Prozent). Müsste Merz gegen Olaf Scholz antreten, läge er lediglich bei den Männern (um 2 Prozentpunkte) und den AfD-Anhängern (um 31 Punkte) vorn.  

Quelle: n-tv.de, jug

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