Politik

US-Geheimdienst klärt auf Irak verlegt Biowaffen

Der US-Geheimdienst hat nach einem Zeitungsbericht in der vergangenen Woche Aktivität auf dem Gelände einer irakischen Fabrik ausgemacht, die biologische Waffen produzieren soll. "Ein Konvoi von rund 60 Lastwagen wurde von einem US-Spionagesatelliten auf dem Gelände einer Fabrik fotografiert, die als Fabrik für biologische Waffen bekannt ist", zitierte die "Washington Post" Geheimdienstkreise.

Die Fabrik mit 85 Beschäftigten liege bei Tadschi knapp zehn Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bagdad, berichtete die "Washington Post". Eine systematische Verlegung von Material aus mutmaßlichen Waffenfabriken sei vorerst nicht festgestellt worden, so die "Washington Times".

Anfang des Monats hatte die "Washington Post" berichtet, der US-Geheimdienst suche nach einem nördlich der Hauptstadt Bagdad gelegenen Labor, in dem vermutlich Biowaffen entwickelt würden. Unter Berufung auf Vertreter der US-Regierung hieß es, in der Fabrik werde möglicherweise eine Variante des tödlichen Ebola-Virus entwickelt, die als Waffe eingesetzt werden könne.

USA bereiten Irak-Hilfsprogramme vor

Nach einem Bericht der "Financial Times" bereiten die USA im Rahmen ihrer Angriffsüberlegungen auf den Irak Hilfsprogramme vor. Nichtregierungsorganisationen (NGO) sollen vom Außenministerium schriftlich ersucht worden sein, für solche Programme Vorschläge zu machen. Die Projekte sollen Flüchtlingen im Irak und den Nachbarländern zu Gute kommen. Die Pläne mfassten dem Bericht zufolge 6,6 Mio. Dollar. Einige NGO's zögerten, sich um die Mittel zu bemühen. Sie wollten einem Krieg mit dem Irak keinen Vorschub leisten, so die "Financial Times".

Luftangriff auf irakische Stellungen

Unterdessen bomabrdierten amerikanische und britische Kampfflugzeuge im Süden Iraks zwei Stützpunkte zur Verteidigung des Luftraums an. Bei dem Angriff ging es darum, das in dieser Region geltende Flugverbot für irakische Maschinen durchzusetzen, teilte das US-Generalkommando in Tampa/Florida mit.

Attentat auf Saddam-Sohn?

Der jüngere Sohn des irakischen Präsidenten Saddam Hussein, Kusai, ist nach Angaben des Irakischen Nationalkongresses (INC) bei einem Attentatsversuch vor zwei Wochen am Arm verletzt worden. Die in London ansässige Exil-Oppositionsgruppe berichtete am Mittwoch, zwei Regimegegnern sei es bereits am 1. August gelungen, mit einem Auto in einen Konvoi von Kusais Sicherheitsleuten einzudringen und mit einer Maschinenpistole auf Kusai zu schießen.

An einer Straßensperre sei das Fahrzeug der Täter danach unter Beschuss geraten und explodiert. Die Attentäter seien in ihrem Auto verbrannt. Die arabische Zeitung "Al-Sharq al-Awsat" berichtete am Mittwoch, bislang gebe es keine unabhängige Bestätigung für den Vorfall.

Der INC gehört zu den sechs irakischen Oppositionsgruppen, die am vergangenen Wochenende von der US-Regierung zu Gesprächen nach Washington eingeladen worden waren. Kusai hat im irakischen Partei- und Staatsapparat mehrere wichtige Positionen inne und wird von Saddam Hussein angeblich als Nachfolger aufgebaut.

Quelle: ntv.de