Politik

Saudi-Arabien drängte TrumpIran-Drohung an Nahost-Staaten soll US-Angriffe gestoppt haben

06.08.2026, 13:44 Uhr
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Bin Salman und Trump bei einem Dinner im November 2025. (Foto: picture alliance / Photoshot)

US-Präsident Trump droht dem Iran Ende Juli mit schwerer Vergeltung, sagt sie aber kurz darauf wieder ab. Der Iran und weitere Staaten in der Region hätten darum gebeten. Einem Bericht zufolge ist der Hintergrund der Absage jedoch eine Drohung Teherans.

Der Iran hat den Golfstaaten für den Fall erneuter Angriffe der USA Insidern zufolge mit massiver Vergeltung gedroht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren Personen erfuhr, warnte Teheran diese mit den USA verbündeten Länder, dass jeder neue Angriff der USA auf Irans Staatsgebiet Vergeltungsmaßnahmen gegen die kritische Energieinfrastruktur in der gesamten Region nach sich ziehen würde.

Diese Botschaft wurde demnach im Zuge einer Reihe hochrangiger diplomatischer Kontakte übermittelt, nachdem US-Präsident Donald Trump seinerseits am 28. Juli damit gedroht hatte, das Energienetz und die Infrastruktur der Islamischen Republik anzugreifen. Am 2. August erklärte Trump schließlich, er habe der Absage des Angriffs auf den Iran zugestimmt - unter der Voraussetzung, dass rasch eine Einigung erzielt werden könne.

Insider berichten, der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman habe den US-Präsidenten gedrängt, von militärischen Maßnahmen abzusehen. Er solle stattdessen an den Verhandlungstisch zurückkehren und eine diplomatische Lösung anstreben. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi habe zuvor mit seinen Kollegen aus Saudi-Arabien, der Türkei und Katar sowie mit dem pakistanischen Armeechef gesprochen.

Iran soll Druck auf Nahost-Staaten gemacht haben

Araghtschi habe die Verbündeten Washingtons am Golf dazu gedrängt, ihren Einfluss auf Trump geltend zu machen, um ihn von erneuten Angriffen abzubringen, sagte ein hochrangiger Diplomat. Die iranische Warnung sei unmissverständlich gewesen: Sollten die USA die Infrastruktur des Iran ins Visier nehmen, würde man mit Angriffen auf Energieanlagen am Golf und andere regionale Ziele zurückschlagen.

Dieses diplomatische Vorgehen lässt darauf schließen, dass der Iran versucht, die Drohung einer umfassenden regionalen Zerstörungskampagne als Druckmittel gegen weitere US-Angriffe einzusetzen. Damit geraten die Golfstaaten, von denen einige US-Militärstützpunkte beherbergen und bereits durch iranische Attacken in den Nahost-Krieg hineingezogen wurden, in eine schwierige Lage. Katar, Oman und Saudi-Arabien haben Washington laut den Insidern aufgefordert, einen erneuten Konflikt abzuwenden: Dies auch vor dem Hintergrund martialischer iranischer Warnungen, wonach eine weitere Runde von US-Angriffen die Region in einen "Feuerball" verwandeln könnte.

Quelle: ntv.de, als/rts

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