Politik

Furcht vor "rachsüchtigem" Putin Johnson erwägt Lieferung "tödlicherer Waffen"

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Boris Johnson fürchtet offenbar, dass Wladimir Putin "unberechenbarer" wird.

(Foto: AP)

Die russische Armee wird im Krieg in der Ukraine teilweise zurückgedrängt, statt selbst größere Städte im Land einzunehmen. Der britische Premier fürchtet deshalb, dass Präsident Putin "rachsüchtiger" agieren wird. Johnson will die Ukraine nun offenbar mit schweren Waffen beliefern.

Der britische Premier Boris Johnson soll einem Bericht zufolge die Lieferung "tödlicherer Waffen" in die Ukraine erwägen. Bei einer Kabinettssitzung soll der Premierminister über solche Lieferungen gesprochen und gewarnt haben, der russische Präsident Wladimir Putin könne künftig "unberechenbarer und rachsüchtiger" werden, wie die "Times" unter Berufung auf nicht genannte Insider-Quellen berichtete. "Die ukrainische Armee behält nicht nur die Kontrolle über größere Städte, sie zwingt sogar die Russen zum Rückzug. Damit muss sich unsere Unterstützung ändern", hieß es demnach von einer Quelle aus dem britischen Kabinett.

Johnson soll sich dem Bericht zufolge dafür aussprechen, dass die USA der Ukraine Schiffsabwehrraketen und fortschrittlichere Luftabwehrsysteme zur Verfügung stellen. Aus Verteidigungskreisen hieß es laut der "Times", der Regierungschef habe in der Sitzung nicht konkretisiert, welche Art von Waffen Großbritannien liefern könne. Auch Sorgen über eine weitere Eskalation des Konfliktes sollen bei den Überlegungen eine Rolle spielen. Bislang hat London der Ukraine vor allem Panzerabwehrraketen und andere Geschosse zur Unterstützung geschickt.

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Am Dienstag hatte Johnson nach einem Telefonat mit den Staats- und Regierungschefs der USA, Deutschlands, Frankreichs und Italiens zudem Unnachgiebigkeit gegenüber Russland gefordert. Die Regierung von Putin müsse nach ihren Taten und nicht nach Worten beurteilt werden, sagte er einer entsprechenden Mitteilung zufolge.

Die Staats- und Regierungschefs einigten sich der Mitteilung zufolge darauf, die Unterstützung für die Ukraine im Kampf gegen die russische Invasion aufrechtzuerhalten. Zudem sei auch über den Umbau der internationalen Energiearchitektur gesprochen worden, um die Abhängigkeit von Rohstoffen wie Gas, Öl und Kohle aus Russland zu verringern. Einigkeit habe es auch dazu gegeben, dass der Druck auf Russland nicht nachlassen dürfe, bevor "der Horror, der über die Ukraine gebracht wird" ein Ende nehme, so die Mitteilung weiter.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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