Reicht es für Rot-Rot-Grün?Umfrage: AfD und SPD legen in Mecklenburg-Vorpommern leicht zu

Knapp einen Monat vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern führt die AfD in einer neuen Umfrage weiter mit deutlichem Abstand. Doch auch die derzeit regierenden Sozialdemokraten legen zu. Für die verspricht die Befragung eine Chance auf eine bestimmte Machtoption.
SPD und AfD legen einer aktuellen Umfrage zufolge einen Monat vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im Gleichschritt leicht zu. Der repräsentativen Befragung des Befragungsinstituts Insa für den Neubrandenburger "Nordkurier" zufolge würden 29 Prozent der Wähler der SPD ihre Stimme geben, wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre. Das ist ein Prozentpunkt mehr als bei der letzten Insa-Befragung Ende Juni.
Allerdings hat auch die AfD weiter in der Wählergunst gewonnen. Der Partei würden laut Insa 36 Prozent der Befragten ihre Stimme geben, ein Prozentpunkt mehr als im Juni. Zur Landtagswahl 2021 lag die AfD noch bei 19,3 Prozent der Stimmen.
Der Umfrage zufolge könnte in Mecklenburg-Vorpommern rein rechnerisch eine rot-rot-grüne Koalition möglich werden. SPD, Linke und Grüne kommen derzeit auf eine Stimmenmehrheit von 44 Prozent. Der neue Landtag in Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt. Die Linke verharrt demzufolge bei 11 Prozent und die Grünen legen um einen Punkt auf 5 Prozent zu. Damit würde eine mögliche rot-rot-grüne Koalition die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Sie kämen auf 44 Prozent.
Die CDU liegt - wie auch schon im Juni - bei 10 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat dagegen im Vergleich zum Juni zwei Punkte verloren und kommt jetzt auf 4 Prozent. Die FDP sitzt der Umfrage zufolge bei 3 Prozent (-2,8 zu 2021) fest.
Insa gibt die Fehlertoleranz mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an. Die Daten beruhen auf einer Onlinebefragung von 1000 Menschen vom 4. bis 11. August. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungen die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.